MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Gaming

Die weitläufige Gemeinde verbindet klösterliche Geschichte mit den Tälern und Höhen des Mostviertels

GEMEINDEKENNZIFFER32001
Ortsansicht von Gaming
Ortsansicht von Gaming · Foto: Herbert Ortner · „Gaming Ortsansicht“ · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 825
01.01.2026
Fläche
243,76 km²
Bevölkerungsdichte
11,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3292
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GAMING KENNENLERNEN

Gaming: Kartause und Ötscherlandschaft

Gaming ist eine Marktgemeinde im Bezirk Scheibbs am westlichen Fuß des Ötschers. Sie hat 2.825 Einwohnerinnen und Einwohner (Stichtag 1. Jänner 2026) und umfasst 243,76 Quadratkilometer. Damit prägen Wald, Berge und weit auseinanderliegende Siedlungen den Alltag stärker als ein geschlossenes Ortsgebiet. Die Gemeinde umfasst zehn Ortschaften und neun Katastralgemeinden. Die Ortschaften liegen in einer Landschaft, die durch Täler und die Höhen des Ötschers geprägt ist.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gaming – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Kloster als Mittelpunkt

Die Kartause Gaming entstand aus der Stiftung Herzog Albrecht II. von 1330. Die Klosterkirche wurde 1342 geweiht; 1782 hob Kaiser Joseph II. die Kartause auf. Über Jahrhunderte prägte das Kloster die Siedlung und die umliegenden Orte. Nach der Aufhebung wechselte die Anlage ihre Nutzung und verfiel zeitweise. Heute beherbergt die Kartause unter anderem ein Hotel, Gastronomie mit hauseigener Brauerei und Veranstaltungsräume; Teile dienen als Universitätsstandort. Advent- und Ostermärkte gehören zu den jährlichen Veranstaltungen in den Klosterräumen. Die Kartause ist deshalb zugleich Denkmal, Veranstaltungsort und ein sichtbarer Bezugspunkt für Gaming. Führungen vermitteln Geschichte und Baugestalt vor Ort.

Quellen: Marktgemeinde Gaming – Kartause Gaming

Markt und historische Spuren

Die erste urkundliche Erwähnung Gamings stammt aus dem Jahr 1260. Im 15. Jahrhundert verbesserte eine Straße über den Grubberg die Verbindung nach Lunz; sie unterstützte den Transport von Proviant und Holzkohle zum Erzberg und begünstigte Hammerwerke, Kohlenmeiler und Wirtshäuser. Der Markt entwickelte sich damit nicht allein aus dem Kloster, sondern auch aus den Verkehrs- und Wirtschaftsbeziehungen der Eisenwurzen. Im Ortszentrum stehen Rathaus und Mariensäule als weitere historische Anker. Das Rathaus wurde nach einem Brand 1890 an der Stelle der früheren Kartäusertaverne umgebaut und aufgestockt. Neben ihm erinnert der Pranger, 1643 erstmals urkundlich erwähnt, an frühere Formen der Marktgerichtsbarkeit.

Quellen: Gaming – Wikipedia, feste Artikelversion

Landschaft von Erlauf bis Ötscher

Das weitläufige Gemeindegebiet reicht vom Talraum um Gaming bis zu den Höhen des Ötschers. Der Naturpark Ötscher-Tormäuer erschließt Schluchten, Wälder und Gewässer; der Einstieg Eibenboden bei den Vorderen Tormäuern liegt im Gemeindegebiet. In Lackenhof beginnen Wege auf den Ötscher, dessen markante Gestalt die Region prägt. Der Naturpark ist über mehrere Gemeinden hinweg organisiert, daher liegen nicht alle bekannten Ziele in Gaming selbst. Die Wege erschließen die Wälder, Schluchten und Gewässer des Naturparks.

Quellen: Marktgemeinde Gaming – Naturpark Ötscher-Tormäuer · Marktgemeinde Gaming – Land um den Wunderberg

Bahn und regionale Verbindungen

Kienberg war Endpunkt der Erlauftalbahn und ist Ausgangspunkt der schmalspurigen Ybbsthalbahn-Bergstrecke, die heute als Museumsbahn betrieben wird. Der Personenverkehr der Erlauftalbahn zwischen Scheibbs und Kienberg wurde 2010 eingestellt; die Gleisanlagen wurden später abgetragen. Die historische Bahnverbindung bleibt dennoch Teil der Ortsgeschichte und der touristischen Orientierung. Für Fahrten mit der Museumsbahn sind aktuelle Betriebstage und Fahrpläne zu prüfen. Neben der Bahn verbinden Straßen und Wanderwege die verstreuten Ortschaften. Das Verhältnis zwischen Ort, Landschaft und Wegen unterscheidet Gaming von einer kompakten Marktgemeinde: Viele Ziele liegen in eigenen Siedlungsräumen, die sich entlang von Tälern und über Höhen verteilen.

Quellen: Gaming – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Gaming auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 244
31.10.2021 · Registerzählung2 910
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 825

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 354
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Gaming

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.