REINSBERG KENNENLERNEN
Reinsberg: Burgarena über dem Kulturdorf
Reinsberg ist eine Gemeinde im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.046 Einwohnerinnen und Einwohner; die amtliche Fläche beträgt 29,55 Quadratkilometer. Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaften Buchberg, Kerschenberg, Reinsberg, Robitzboden und Schaitten. Der Ort liegt im Mostviertel, ungefähr zwölf Kilometer südwestlich von Scheibbs. (Statistik Austria, Gemeindeverzeichnis 2026; Wikipedia, feste Artikelversion, Geografie und Gemeindegliederung)
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Reinsberg (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion
Eine Burg wird zur Freiluftbühne
Die Burg Reinsberg stammt aus dem 11. Jahrhundert. Heute dient die Anlage als Kulisse für Konzerte und Veranstaltungen im Freien. Vom Dorf führt der Burgsteig hinauf; der Burgsattel-Parkplatz liegt etwa fünf Gehminuten von der Burg entfernt. Die Veranstaltungsseite weist darauf hin, dass die Aufführungen open air stattfinden und die mobile Teilüberdachung nicht alle Plätze vor Regen schützt. (Kulturdorf Reinsberg, „Service“, Burgarena und Anreise)
Quellen: Service – Kulturdorf Reinsberg
Kultur im Ortszentrum
Das Musium Reinsberg befindet sich neben der Pfarrkirche im Ortszentrum. Seine Architektur verbindet offene Glasflächen mit Schindelfronten; der Konzertsaal kann für Veranstaltungen und Feste gemietet werden. Durch die Glasflächen richtet sich der Blick sowohl auf Wiesen und Wald als auch ins Dorf. Für Besucher stehen Parkplätze am Dorfplatz, beim Fußballplatz, beim Sporthaus und bei der Kulturvolksschule zur Verfügung. Das Kulturbüro der Gemeinde betreut den Kartenverkauf und beantwortet Fragen zu Veranstaltungen. (Kulturdorf Reinsberg, „Service“, Musium und Anreise)
Quellen: Service – Kulturdorf Reinsberg
Ehrenamtlicher Betrieb
Der Verein Burgarena Reinsberg unterstützt den Betrieb und Erhalt der Burgarena und fördert Kunst, Kultur und Musik im Kulturdorf. Aktive Mitglieder heißen „Kulturgeister“. Sie helfen bei Veranstaltungen, übernehmen handwerkliche Arbeiten zur Erhaltung und Sanierung der Burgarena oder unterstützen die Bühnentechnik. Daneben gibt es unterstützende Mitgliedschaften und Sponsoren, die Geld, Sachleistungen oder Dienstleistungen beisteuern. Der Verein ist auch Gesprächspartner der künstlerischen Leitung. (Verein Burgarena Reinsberg, „Burgverein“)
Quellen: Burgverein – Kulturdorf Reinsberg
Regensburger Lehen und wechselnde Besitzer
1215 wird die Burg Reinsberg in einem Streit zwischen den Bistümern Regensburg und Freising erwähnt. Adelheid von Reinsberg behauptete sich bis 1315 als Regensburger Lehensträgerin und gründete im Ort eine herrschaftliche Pfarre. Später besaßen unter anderem die Wallseer, Zelkinger und die Familie Oedt die Burg. Während des Bauernaufstands von 1597 wurde sie unter Heinrich von Oedt verwüstet. 1687 folgten die Auersperg als Besitzer. Sie verkauften die Anlage 1834 an den kaiserlich-königlichen Patrimonialfonds; um 1900 war die verfallende Burg nur noch notdürftig bewohnt. (Gedächtnis des Landes, Reinsberg, Ortsgeschichte)
Quellen: Gedächtnis des Landes – Reinsberg
Vom Kirchweiler zum Dorf
Reinsberg entwickelte sich als Kirchweiler an der Durchzugsstraße. Die Johannes-Kirche geht auf eine Taufkirche der Pfarre Steinakirchen aus dem 12. Jahrhundert zurück. Der Bau des 13. Jahrhunderts mit frühgotischem Chor wurde im 15. Jahrhundert um ein Südschiff und einen Sakristeianbau erweitert. Im 17. Jahrhundert war die Pfarre zunächst mit Gresten, anschließend bis 1699 mit Purgstall verbunden. Seit 2010 besitzt die Gemeinde ein Wappen mit drei goldenen Hämmern auf grünem Grund über einer silbernen Zinnenmauer und einem geschlossenen roten Tor. Als Gemeindefarben wurden Gelb und Grün genehmigt. (Gedächtnis des Landes, Reinsberg, Ortsgeschichte)
Quellen: Gedächtnis des Landes – Reinsberg
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
