MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Gresten

Ein kompakter Eisenwurzen-Markt mit mittelalterlichen Wurzeln, historischem Ortskern und bedeutendem Industriebetrieb.

GEMEINDEKENNZIFFER32003
Gemeindeamt in Gresten
Gemeindeamt in Gresten · Foto: Herzi Pinki · „Rathaus Gresten“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 970
01.01.2026
Fläche
3,83 km²
Bevölkerungsdichte
514,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3264
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GRESTEN KENNENLERNEN

Gresten: Markt im Tal der Kleinen Erlauf

Gresten ist eine Marktgemeinde im Bezirk Scheibbs in Niederösterreich. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.970 Menschen; die Fläche beträgt 3,83 Quadratkilometer. Der Ort liegt im südwestlichen Mostviertel im Tal der Kleinen Erlauf. Fast vollständig ist Gresten von der Gemeinde Gresten-Land umgeben; im Süden grenzt es an Gaming.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gresten – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom Siedlungsplatz zum Markt

Münzfunde aus den Jahren 260 und 364 belegen römische Handelseinflüsse in der Gegend. Um 1200 entstand um die Nikolauskirche ein Kirchweiler. Im 13. Jahrhundert erweiterte ein neu angelegter Rechteckplatz im Süden die Siedlung zum Oberen Markt; 1277 wurde Gresten erstmals als Markt bezeichnet. Gemeinsam mit Scheibbs und Purgstall versorgte Gresten später die Bergbauregion am Erzberg mit Lebensmitteln und erhielt Roheisen zur Weiterverarbeitung. Hergestellt wurden unter anderem Sensen, Sicheln, Pfannen, Kessel und Nägel. Die Bürger- und Gewerbehäuser im Markt gehen im Kern vielfach auf das 16. und 17. Jahrhundert zurück.

Quellen: Gedächtnis des Landes – Gresten

Schloss Stiebar und Hausegg

Die Geschichte des Schlosses Stiebar reicht auf die Burg Niederhausegg zurück. Im Zuge einer Herrschaftsteilung zu Beginn des 14. Jahrhunderts entstand etwa einen Kilometer nördlich der älteren Burg eine neue Veste. Ab ungefähr 1790 trug sie den Namen Schloss Stiebar. Johann Joseph Freiherr von Stiebar ließ 1794 die Wehranlagen beseitigen und das Gebäude zu einem wohnlichen Schloss umbauen; der Wiener Baumeister Franz Xaver Stadler leitete die Arbeiten. Der ehemalige Graben wurde zugeschüttet und an seiner Stelle ein englischer Park angelegt. Die Marktgemeinde weist darauf hin, dass eine Besichtigung nur von außen möglich ist. Um 1800 erhielten die Schlossfassaden ihre klassizistische Gestaltung. Unter den Freiherren von Knorr wurde das Schloss im 19. Jahrhundert zum Treffpunkt von Künstlern und Schriftstellern, darunter Ferdinand von Saar und Maria Ebner von Eschenbach.

Quellen: 10. Station: Schloss Stiebar | Marktgemeinde Gresten

Pfarrkirche und Kapellen

Die Nikolauskirche wurde Ende des 15. Jahrhunderts spätgotisch umgebaut. Ihr vorgestellter Westturm war 1489 vollendet. Um 1600 wurde sie unter dem Patronat der damals protestantischen Zinzendorfer eine selbstständige Herrschaftspfarre. Der ehemalige Karner am Unteren Markt wurde um 1800 zum Mesnerhaus umgebaut; 1954 richtete man darin ein Heimatmuseum zur Geschichte der Eisenstraße ein.

Quellen: Gedächtnis des Landes – Gresten

Industrie im kleinen Gemeindegebiet

Gresten ist trotz seiner geringen Fläche ein Industriestandort. Welser Profile siedelte sich 1972 an; der Betrieb verarbeitet am Standort Stahl zu Profilen. Zur Landwirtschaft: Für 2010 werden 15 Betriebe ausgewiesen, davon sechs im Haupterwerb und acht im Nebenerwerb. Ein weiterer Betrieb wurde von einer Personengesellschaft geführt. 1924 ließ die Stadt Wien hier ein Umspannwerk errichten, in dem Strom aus Opponitz, Gaming und Partenstein zusammengeführt wurde.

Quellen: Gresten – Wikipedia, feste Artikelversion

Ortschaften und Ortsraum

Die Gemeinde umfasst die Ortschaften und Katastralgemeinden Gresten und Ybbsbachamt. Die 750 bis 950 Meter hohen Berge der Ybbstaler Voralpen ringsum liegen auf dem Gebiet von Gresten-Land. Der Markt selbst liegt an der Kreuzung der Grestner Straße B22 mit der Landesstraße L92 von Randegg nach Pockau. Die Kleine Erlauf erreicht von hier nach etwa 25 Flusskilometern Wieselburg.

Quellen: Gresten – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Gresten auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 966
31.10.2021 · Registerzählung1 989
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 970

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
679
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Gresten

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.