STADTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Mistelbach

Eine Stadt zwischen mittelalterlichem Markt, Pfarrkirche und Weinviertler Museumskultur

GEMEINDEKENNZIFFER31633
Hauptplatz mit Rathaus in Mistelbach
Hauptplatz mit Rathaus in Mistelbach · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Mistelbach“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
11 976
01.01.2026
Fläche
131,45 km²
Bevölkerungsdichte
91,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2130
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MISTELBACH KENNENLERNEN

Mistelbach: Kirchenberg, Markt und Museum

Mistelbach liegt im nordöstlichen Weinviertel und ist Bezirkshauptstadt. Die Stadtgemeinde zählte am 1. Jänner 2026 11.976 Einwohnerinnen und Einwohner; ihr Gebiet umfasst 131,45 Quadratkilometer. Bachläufe und fruchtbare Böden begünstigten frühe Besiedlung.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mistelbach (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom Jahrmarkt zur Stadt

Die erste schriftliche Erwähnung Mistelbachs stammt aus dem Jahr 1130. Am 14. April 1372 verlieh Herzog Albrecht III. dem Ort das Recht, jährlich am Michaelitag einen großen Markt abzuhalten. Händler boten am Hauptplatz Waren an; Besucher kamen aus umliegenden Dörfern und Städten. Die Urkunde nennt den 29. September als Markttag. Mistelbach wurde 1874 zur Stadt erhoben. 2022 zeigte das Stadt-Museumsarchiv das Original mit Wachssiegel bei einer Ausstellung.

Quellen: Stadtgemeinde Mistelbach – Jahrmärkte · Stadtgemeinde Mistelbach – Tag der offenen Tür im Stadt-Museumsarchiv · Stadtgemeinde Mistelbach – Geschichte im Jubiläumsheft

Pfarrkirche und Elisabethkirche

Die Pfarre Mistelbach ist ungefähr seit 1060 belegt und dem heiligen Martin geweiht. Die heutige Pfarrkirche auf dem Kirchenberg geht auf einen gotischen Bau um 1500 zurück; eine gotische Sandsteinmadonna gehört zur Ausstattung. Zwischen 1661 und 1923 wirkten Barnabiten in der Pfarre, danach Salvatorianer. Die baufällige romanisch-gotische Spitalkirche wurde 1904 abgetragen. Die Elisabethkirche wurde 1905 als Spitalskapelle eingeweiht. Der Backsteinbau mit glasierten Ziegeln ersetzte den Vorgängerbau. Seit den 1940er-Jahren diente die Kirche auch evangelischen Gottesdiensten; 1966 wurde sie zur evangelischen Pfarrkirche.

Quellen: Erzdiözese Wien – Pfarre Mistelbach · Stadtgemeinde Mistelbach – Elisabethkirche

Museen und Stadtarchiv

Das Heimatmuseum bestand 120 Jahre und wurde 1984 aufgelöst; seine Sammlungsbestände blieben erhalten. Das Stadt-Museumsarchiv betreut tausende Objekte, erfasst sie elektronisch und arbeitet im ehemaligen Wasserwerk hinter dem Stadtsaal. 2018 zeigte das Archiv eine hölzerne Waschmaschine und eine Bügelmaschine, die früher auch als Schaukel diente. Im MAMUZ Museum Mistelbach wechseln die Ausstellungen jährlich; 2026 ist bis 29. November "Die geheimnisvolle Welt der Iberer" zu sehen. Vorträge, Kinderworkshops und Führungen begleiten die Ausstellungen. Nebenan befindet sich das nitsch museum. Die M-Zone bietet rund 150 Quadratmeter Raum für Ausstellungen, Theater, Workshops und Vorträge.

Quellen: Stadtgemeinde Mistelbach – Einblicke in Bestände aus vergangener Zeit · Stadtgemeinde Mistelbach – Stadt-Museumsarchiv · MAMUZ – Museum Mistelbach

Säulen und Karner

Die Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz geht auf ein Pestgelöbnis von 1679 zurück. Als die Seuche 1680 erneut ausbrach, setzten die Bürger ihr Versprechen um; die Säule wurde noch im selben Jahr errichtet. Die gotische Pestsäule von 1598 zeigt Petrus, Laurentius und Martin. Sie stand 1899–1985 am Kirchenberg, bevor sie an ihren ursprünglichen Platz zurückkehrte. Am früheren Standort der Pestsäule stand von 1945 bis 1977 ein sowjetisches Denkmal. Der romanische Karner am Friedhof stammt aus der Zeit um 1200. Sein Tympanon zeigt zwei Drachen, die einen Menschen bedrängen; über dem Portal steht eine steinerne Katharina. Das neoklassizistische Rathaus am Hauptplatz wurde 1901 nach Plänen Eugen Sehnals eröffnet. Das Barockschlössl entstand vermutlich um 1727 und besitzt eine barocke Weinpresse; nach der Renovierung durch die Sparkasse diente es dem Heimatmuseum. Die Israelitische Kultusgemeinde erwarb 1898 ein Grundstück für den Friedhof; die erste Bestattung fand 1900 statt. Dort wurden rund 140 Menschen beigesetzt.

Quellen: Stadtgemeinde Mistelbach – Sehenswürdigkeiten

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Mistelbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung10 963
31.10.2021 · Registerzählung11 670
01.01.2026 · Bevölkerungsstand11 976

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
4 805
NUTS-3-Region
Weinviertel (AT125)

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