PÖCHLARN KENNENLERNEN
Pöchlarn: Arelape an der Donau und Erlauf
Pöchlarn liegt an der Donau, nahe der Mündung der Erlauf, im Bezirk Melk. Die Stadtgemeinde zählt 4.025 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 17,92 Quadratkilometern. Die Stadt gehört zum Nibelungengau und zum Mostviertel.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Pöchlarn – Wikipedia, feste Artikelversion
Arelape an der römischen Donaugrenze
Die Stadtgeschichte reicht bis in die Römerzeit: Im heutigen Zentrum lag das Kastell Arelape auf einer Schotterinsel zwischen Donau und Erlauf. Die städtische Dauerausstellung versammelt Funde aus dem ehemaligen Kastell und dokumentiert die archäologischen Grabungen vom frühen Fundgeschehen bis zu den jüngsten Arbeiten im Ortskern. Zu den auffälligen Objekten zählt eine Öllampe in Gestalt eines Fußes mit Sandale. In der Spätantike war Arelape außerdem Sitz des Kommandanten der Donauflotte. Damit verband der Ort militärische Sicherung der Donaugrenze und Versorgung der Flussschifffahrt.
Quellen: Pöchlarn – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Pöchlarn – Stadtmuseum Arelape-Bechelaren-Pöchlarn
Handelsplatz und Stadtwerdung
832 schenkte König Ludwig der Deutsche das Gebiet um die Herilungoburg dem Bistum Regensburg. Die genaue Lage der Burg ist umstritten; das Gebiet gehörte zu dieser Schenkung und blieb fast tausend Jahre mit Regensburg verbunden. 1043 erscheint Pöchlarn als Bechlare in einer Urkunde. Ein Dokument von 1267 nennt den Ort erstmals „Stat ze Bechlaren“. Das Nibelungenlied des 13. Jahrhunderts nennt Pöchlarn als Stammburg Rüdigers von Bechelaren. Im 16. Jahrhundert florierte der Handel mit Eisen aus dem Erzberg, das über Gresten, Scheibbs und Purgstall nach Pöchlarn gebracht und weitertransportiert wurde. Auch Wein spielte eine Rolle: Der Raum zwischen Melk und Ybbs war vom 14. bis ins 19. Jahrhundert ein bedeutendes Weinbaugebiet. Hochwasser, Eisstöße und Brände beeinträchtigten den Handel; 1766 zerstörte ein Großbrand die untere Vorstadt, die Pfarrkirche, das Schloss und weitere Gebäude.
Quellen: Pöchlarn - Die Nibelungenstadt - Startseite - Kultur & Tourismus - Kultur - Stadtgeschichte · Pöchlarn – Wikipedia, feste Artikelversion
Bahn, Fähre und Brücke
Mit der Eröffnung der Westbahn 1858 begann ein langsamer wirtschaftlicher Wiederaufstieg. 1877 nahm die Lokalbahn nach Kienberg-Gaming den Betrieb auf und machte Pöchlarn zum Umschlagplatz für Erzeugnisse aus dem Erlauftal. Eine Fähre verband von 1893 bis 2001 die beiden Donauufer; seit November 2001 führt dort die Donaubrücke über den Strom. Das Donaukraftwerk Melk wurde 1979 bis 1981 errichtet. Der zugehörige Dammbau verbesserte den Hochwasserschutz. Pöchlarn ist heute über die Westbahn, die A1 und die B1 erreichbar. Der Donauradweg führt durch das Gemeindegebiet; bei der Erlaufmündung zweigt der Erlauftalradweg ab.
Quellen: Pöchlarn – Wikipedia, feste Artikelversion · Pöchlarn - Die Nibelungenstadt - Startseite - Kultur & Tourismus - Kultur - Sehenswürdigkeiten
Welserturm und Kokoschkas Geburtshaus
Der Welserturm wechselte im Lauf der Jahrhunderte seine Funktion. 1644 verlor er bei einem Brand sein kegelförmiges Dach. 1901 wurde darin der Gasometer für die neue Azetylenbeleuchtung der Stadt untergebracht. Der Gemeinderat beschloss 1926 ein Heimatmuseum; seit 1997 beherbergt der renovierte Turm das Stadtmuseum Arelape-Bechelaren-Pöchlarn. Oskar Kokoschka wurde am 1. März 1886 in der Regensburger Straße 29 geboren. Ein Gedenkzeichen am Geburtshaus entstand 1973 unter Beteiligung des Malers; seitdem betreibt der Verein Oskar Kokoschka Dokumentation den Erinnerungsort. Die Stadt erwarb das Haus 1998 und richtete es als Galerie und Kulturzentrum ein. Im Sommerhalbjahr sind dort Dokumentation und wechselnde Ausstellungen zu sehen.
Quellen: Stadtgemeinde Pöchlarn – Welserturm · Stadtgemeinde Pöchlarn – Stadtmuseum Arelape-Bechelaren-Pöchlarn · Verein Oskar Kokoschka Dokumentation – Informationsfolder zum Kokoschka-Haus · Kokoschka Museum Pöchlarn – Aktuelle Besuchsinformationen
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Pöchlarn – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Pöchlarn - Die Nibelungenstadt - Startseite - Kultur & Tourismus - Kultur - Sehenswürdigkeiten
- Pöchlarn - Die Nibelungenstadt - Startseite - Kultur & Tourismus - Kultur - Stadtgeschichte
- Stadtgemeinde Pöchlarn – Welserturm
- Stadtgemeinde Pöchlarn – Stadtmuseum Arelape-Bechelaren-Pöchlarn
- Verein Oskar Kokoschka Dokumentation – Informationsfolder zum Kokoschka-Haus
- Kokoschka Museum Pöchlarn – Aktuelle Besuchsinformationen
Stand der Angaben: 08.10.2026
