MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Marbach an der Donau

Handelsweg, Fähre und historische Bauwerke prägen den Donauort im Bezirk Melk.

GEMEINDEKENNZIFFER31522
Ortskern von Marbach an der Donau
Ortskern von Marbach an der Donau · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Marbach an der Donau“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 709
01.01.2026
Fläche
10,66 km²
Bevölkerungsdichte
160,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3671
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MARBACH AN DER DONAU KENNENLERNEN

Marbach an der Donau: Markt am Strom

Marbach an der Donau liegt am Nordufer des Stroms im Bezirk Melk. Die Marktgemeinde zählt 1.709 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und ist 10,66 Quadratkilometer groß. Die Donau machte den Markt früh zu einem Umschlagplatz für Waren und zu einem Ort des Übergangs ans Südufer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marbach an der Donau – Wikipedia, feste Artikelversion

Ladstatt und Donauweg

Der Name Marbach bedeutete „Grenzbach“ und bezeichnete 1144 zunächst den Bach an der Zehent- und Pfarrgrenze von Münichreith. Der rege Verkehr auf der Donau brachte Handelsverbindungen nach Böhmen und Mähren. Die sogenannte böhmische Straße, auch Böhmsteig oder Donauweg genannt, nahm in Marbach ihren Anfang. 1429 war der Ort eine bedeutende Ladstatt für Holz: Stammholz aus dem Ostrong wurde hier gesammelt und nach Wien weitergeliefert. Marktrechte, die den Bürgern zustanden, wurden 1454 näher beschrieben. 1529 erreichten die Türken Marbach; viele umliegende Orte wurden damals vollständig niedergebrannt. Das Marktwappen erhielt der Ort 1578 von Kaiser Rudolf II. auf Bitten des Herrschaftsbesitzers Kaspar von Lindegg.

Quellen: Bürgerservicehomepage der Marktgemeinde Marbach an der Donau - www.marbach-donau.at - Startseite - Bürgerservice - Informationen - Chronik

Von der fliegenden Brücke zum Fährschiff

Um die Donauquerung zu erleichtern, ließ der Markt 1860 eine „fliegende Brücke“ errichten. Bischof Ignaz Feigerle weihte sie am 1. Juli ein. 1903 wurde die Verbindung zu einer Rollfähre umgebaut. 1926 erhielt Marbach erstmals elektrischen Strom. Die 1954 angeschaffte Rollfähre musste mit dem Bau des Kraftwerks Melk eingestellt werden. Heute bietet der Betreiber Nibelungenfahrten zwischen Marbach und Krummnußbaum ein Bootstaxi für bis zu zwölf Personen an; Fahrräder können mitgenommen werden. Laut Betreiber ist die Überfahrt von April bis November täglich zwischen 8 und 18 Uhr möglich; gebucht wird telefonisch. Auf der Straße liegt Marbach an der B3.

Quellen: Bürgerservicehomepage der Marktgemeinde Marbach an der Donau - www.marbach-donau.at - Startseite - Bürgerservice - Informationen - Chronik · Nibelungenfahrten – Donaufähre und Bootstaxi

St. Martin und der Prangerplatz

Die barocke Pfarrkirche ist dem heiligen Martin von Tours geweiht. Nach einem Brand 1677 wurde sie wiederhergestellt und neu eingerichtet; 1843 entstand das Langhaus neu, die beiden Seitenaltäre stammen von 1846. Am Tor zum Kirchhof steht eine barocke Steinplastik des heiligen Martin im Bischofsornat mit einer Gans. In der Nähe ist die steinerne Prangersäule aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Sie erinnert an eine frühere Form öffentlicher Strafvollstreckung: Verurteilte wurden mit eisernen Bändern an Händen und Füßen befestigt und zur Schau gestellt.

Quellen: Bürgerservicehomepage der Marktgemeinde Marbach an der Donau - www.marbach-donau.at - Startseite - Wirtschaft & Tourismus - Tourismus - Sehenswürdigkeiten

Vom Mesnerunterricht zur Volksschule

Schon 1451 unterrichtete ein Mesner die Jugend in Marbach; 1606 erscheint die Volksschule erstmals urkundlich. Das alte Schulhaus bestand aus nur einem Zimmer und wurde 1663 als Bürgerschule bezeichnet. Als der Platz nicht mehr reichte, kaufte die Gemeinde 1825 ein Tischlerhaus und richtete darin zwei Lehrzimmer ein. Auf Bitten der Marbacher Frauen gründete Kaiserin Karoline Auguste im Herrenhaus eine dreiklassige Mädchenschule, die 1971 aufgelassen wurde. 1914 ließ der Markt ein neues Schulhaus errichten. Dafür wurde der 1493 für den Fruchthandel errichtete Getreideschüttkasten bis auf einige Mauern abgetragen. Clemens Holzmeister entwarf das vierklassige Gebäude; es war sein erstes Schulhaus und wurde von Baumeister Aichberger aus Pöchlarn gebaut.

Quellen: Marktgemeinde Marbach an der Donau – Volksschule, Chronik

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Marbach an der Donau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 642
31.10.2021 · Registerzählung1 669
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 709

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
690
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Marbach an der Donau

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.