RUPRECHTSHOFEN KENNENLERNEN
Ruprechtshofen: Markt an Melk und Mank
Ruprechtshofen liegt in der Ebene am Zusammenfluss von Melk und Mank im Bezirk Melk. Die Marktgemeinde zählt 2.351 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 30,56 Quadratkilometer. Ihr Ortskern und die verstreuten historischen Herrschaftssitze erzählen unterschiedliche Kapitel der Region.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Marktgemeinde Ruprechtshofen - www.ruprechtshofen.gv.at - Gemeinde zum Wohlfühlen! - Startseite
Ein Marktort seit dem Mittelalter
Ruprechtshofen entstand als Marktort bei der alten Pfarrkirche. Um 1140 wird Walter von Ruoprehtishouen erstmals genannt; damals gehörte die Gegend zur Grafschaft Peilstein. Nach dem Aussterben der Peilsteiner um 1218 fiel sie an die Landesherren. Im Hoch- und Spätmittelalter entstanden mehrere Herrschaftssitze: Grabenegg, das Wasserschloss Zwerbach und der Rittersitz Zinsenhof. 1828 erwarb Kaiser Franz I. die Güter für den Patrimonialfonds der kaiserlichen Familie. Nach dem Ende der Monarchie ging dieser Besitz an die Republik Österreich.
Quellen: Geschichtliches
Die Kirche zum heiligen Nikolaus
Die Pfarre Ruprechtshofen dürfte vor 1160 als Eigenkirche der Grafen von Peilstein entstanden und von der Mutterpfarre Melk abgetrennt worden sein. Patron ist der heilige Nikolaus von Myra. Bis 830 unterstand das Gebiet dem Erzbistum Salzburg, danach dem Bistum Passau und seit 1785 der Diözese St. Pölten. 1334 übertrug Herzog Albrecht II. die Kirche dem von ihm gegründeten Kloster Gaming. Die heutige Anlage entstand um 1400 und könnte Bauteile eines Vorgängerbaus enthalten. Der gotische Turm an der Nordseite wurde 1653 erhöht und erhielt 1769 einen barocken Zwiebelhelm. Von der gotischen Bauphase blieben unter anderem Spitzbogenfenster, das Südportal und Strebepfeiler sichtbar; an der südlichen Außenwand ist ein mittelalterlicher Freskenrest erhalten.
Quellen: Kirche · Pfarrkirche Ruprechtshofen
Zwischen Melk, Mank und den Höhen
Die Flusslandschaft lässt sich auf mehreren Wanderwegen erkunden. Der Römerhöhlen-Weg führt von Ruprechtshofen über Riegers und die Römerhöhlen nach Grabenegg; die Gemeinde nennt für die Strecke rund eineinhalb Stunden Gehzeit. Der etwa zweieinhalbstündige Weingartl-Weg verbindet Ruprechtshofen mit Schlatten, Zwerbach, Weingartl und Geretzbach. Eine dritte Route folgt zunächst der Melkpromenade mit ihrem Baumlehrpfad und führt durch das Lasserthal weiter nach Grabenegg. Zurück zum Markt kann man je nach Weg über die jeweils anderen Routen gehen. Der Raiffeisen-Lagerhaus-Naturwanderweg folgt zunächst der Mank bis zu ihrer Mündung in die Melk und führt beim revitalisierten Flussabschnitt zur Alten Melk, dem früheren Flussbett.
Quellen: Wanderkarte
Ein weiter Blick vom Panoramaweg
Die zweistöckige Aussichtsplattform am Panoramaweg wurde von der Landjugend Leonhofen Ende August 2022 in 42 Stunden errichtet. Das Projekt erhielt den Landessieg beim niederösterreichischen Projektmarathon. Oben sind am Geländer Hinweise zu Sehenswürdigkeiten sowie zu Bergen und Erhebungen der Region angebracht; der Blick reicht laut Gemeinde vom Peilstein im Waldviertel bis zum Ötscher. Die untere Ebene bietet eine Hollywoodschaukel und eine Relaxliege, dazu kommen selbst gebaute Liegen, Radständer und ein Gipfelbuch. Das Bauwerk ist als Rastplatz an einem Spaziergang oder auf einer Radtour gedacht.
Quellen: Aussichtsplattform Panoramaweg
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Ruprechtshofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Aussichtsplattform Panoramaweg
Stand der Angaben: 08.10.2026
