MANK KENNENLERNEN
Mank am Fluss: Wallfahrt, Stadtpark und Wandel
Mank liegt im Hügelland des Alpenvorlandes im Tal des gleichnamigen Flusses. Die Stadtgemeinde im Bezirk Melk hat 3.343 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026); ihre Fläche beträgt 33,40 Quadratkilometer. Urkundlich greifbar wird Mank im 12. Jahrhundert, später wurde die Stadt zum Wallfahrtsort und lokalen Zentrum.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Mank – Wikipedia, feste Artikelversion
Maria Mank am grünen Anger
Mank wurde 1146 erstmals urkundlich erwähnt. Die Wallfahrt zur Kirche Maria Mank reicht bis 1646 zurück: Seit damals pilgern Menschen aus St. Pölten jährlich nach Mank. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist damit zugleich Wallfahrtskirche. An die Pilgertradition erinnert auch das sogenannte Schlangenkreuz bei Kälberhart, eine denkmalgeschützte Mariensäule. Eine Pestepidemie forderte 1679 laut Stadtchronik 62 Todesopfer; die Pestsäule am Hauptplatz hält die Erinnerung daran im öffentlichen Raum wach. Der Ort wurde am 7. Mai 1987 durch den niederösterreichischen Landtag zur Stadt erhoben.
Schule, Markt und neue Infrastruktur
Eine erste Schule entstand in Mank 1692. Im 19. Jahrhundert folgten kommunale und technische Veränderungen: 1850 wurde erstmals ein Gemeindeausschuss gewählt, 1851 erhielt Mank das Marktrecht. 1869 zählte die Gemeinde 152 Häuser und 1.033 Einwohner. 1888 bekam der Ort eine Straßenbeleuchtung. Die Bahnlinie von Ober-Grafendorf nach Mank nahm am 27. Juli 1898 den Betrieb auf. Sie war Teil der später als „Krumpe“ bezeichneten Strecke, die Mank mit St. Pölten verband und besonders von Schülern und Pendlern genutzt wurde. 1906 nahm die Molkerei den Betrieb auf. 1913 folgte die elektrische Beleuchtung. 1914 wurden 221 Häuser und 1.649 Einwohner gezählt. Die neue Volksschule nahm 1973 den Betrieb auf. Das Biomasse-Fernheizwerk in Poppendorf wurde 1995 eröffnet. Die Molkerei stellte ihren Betrieb 1997 ein. Der Schienenverkehr endete im Dezember 2010, danach wurden Busangebote verstärkt.
Quellen: Stadtgemeinde Mank - www.mank.at - Bürgerservice mit Zukunft - Startseite - Bürgerservice - Wissenswertes - Historisches · Mank – Wikipedia, feste Artikelversion
Salzhaltige Luft im Stadtpark
Das SoleAerium ist ein Freiluftinhalatorium im Stadtpark nahe dem Zentrum; es wurde am 6. September 2002 eröffnet. Salzhaltiges Wasser tropft über Bündel aus Tannenreisig. Zum Parkareal gehören auch ein Kneipp-Kräutergarten, ein Kinderspielplatz und ein Wasserlauf.
Sammeln im Pecherhaus
Die Stadt beschloss 1976 auf Anregung von Bürgermeister Leopold Eigenthaler, ein Heimatmuseum einzurichten. Alfred Mondl begann im folgenden Jahr mit dem Sammeln von Gegenständen. Als die Räume im Rathaus nicht mehr ausreichten, kaufte die Gemeinde 1980 das Pecherhaus am Hauptplatz. Das 1913/14 im Jugendstil für den Fabrikanten Wiletal errichtete Haus wurde renoviert und mit einer Fassade im ursprünglichen Stil versehen. Die Sammlung umfasst etwa 1.700 Stücke. Eine Schuster- und Schneiderwerkstätte dokumentiert örtliches Handwerk. Im Erdgeschoß ist außerdem ein Kinomuseum eingerichtet. Zu den Exponaten im Keller zählen eine Rauchküche, eine Waschküche mit Wäschepracker und hölzerner Waschmaschine, Butterfässer, Milchzentrifuge und Werkzeuge von Krautschneidern. Im Dachgeschoß sind Geräte zur Flachsverarbeitung, Erntegeräte und Werkzeuge der Strohdachdecker versammelt. Dazu kommen Dreschmaschinen, Windmühlen und Imkereigeräte. Auch eine kleine Schmiede und eine Hausbackstube sind Teil der Sammlung.
Quellen: Stadtgemeinde Mank – Heimatmuseum
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mank – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Stadtgemeinde Mank - www.mank.at - Bürgerservice mit Zukunft - Startseite - Bürgerservice - Wissenswertes - Historisches
- Stadtgemeinde Mank – SoleAerium im Stadtpark
- Stadtgemeinde Mank – Heimatmuseum
Stand der Angaben: 08.10.2026
