KIRNBERG AN DER MANK KENNENLERNEN
Kirnberg an der Mank: Dorf, Stift und Mank
Kirnberg an der Mank liegt südlich von Melk im Bezirk Melk. Die Gemeinde zählte am 1. Jänner 2026 1.143 Einwohner und umfasst 17,68 Quadratkilometer. Der Fluss Mank durchzieht das Gemeindegebiet von Süden nach Norden; der Ort liegt am Übergang vom Alpenvorland zu bewaldeten Höhen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Kirnberg an der Mank – Wikipedia, feste Artikelversion
Manktal und Höhenzüge
Im Norden liegt das Gemeindegebiet auf rund 300 bis 350 Metern Seehöhe; südlich steigen bewaldete Hügel auf mehr als 500 Meter. Hochsteinberg und Texinger Berg erreichen 551 beziehungsweise 572 Meter. Die Gemeinde zählt drei Katastralgemeinden: Kirnberg, Furth und Mayerhöfen. Wald nimmt 17 Prozent der Gemeindefläche ein.
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Von der Siedlung zum Markt
Ein jungsteinzeitliches Lochbeil belegt frühe Besiedlung. Der Ortsname erscheint 1121 als Maganus de Churnperch und 1338 als Churemberch. 1208 folgten die Plankensteiner als Herrschaftsfamilie. Im 14. Jahrhundert war Kirnberg Markt mit zwei jährlichen Kirchtagen, zu den Patrozinien von St. Pankraz am 12. Mai und St. Katharina am 25. November. 1483 stiftete der letzte Plankensteiner Güter für ein Kollegiatstift mit acht Priestern und einem Dechant.
Quellen: Kirnberg an der Mank – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Kirnberg – Zahlen und Fakten
Kirche, Kollegiatstift und Kloster
1683 wurde Kirnberg überfallen; Häuser, Schloss und Pfarrkirche wurden geplündert, beinahe 200 Menschen verschleppt. Bischof Franz Xaver Marxer ließ 1753 die barocke Xaveri-Kapelle errichten; sein Herz wurde unter den Altarstufen beigesetzt. 1759 berief er Hieronymitanermönche nach Kirnberg; um 1776 entstand ihr Kloster, der heutige Pfarrhof. Wegen fehlenden Nachwuchses wurde es 1816 aufgehoben. Seit 1905 ist Kirnberg eine selbstständige Pfarre.
Quellen: Gemeinde Kirnberg – Zahlen und Fakten · Gemeinde Kirnberg – Dompropstei St. Stephan
Brücke, Schule und Nahwärme
Ein Hochwasser stieg 1959 nach Treibholzstau an der Mankbrücke über die Ufer; zwischen 9 und 11 Uhr trat der Fluss weit hinaus. 1963 wurde eine neue Brücke eröffnet. Drei Jahre später bezog die Gemeinde ein Volksschulgebäude mit Lehrerhaus; der polytechnische Lehrgang war bis 1972 in Kirnberg angesiedelt. 1977 erhielt der Ort einen Sportplatz, zugleich wurde der Kindergarten in die Schule verlegt. 1982 entstand eine Aufbahrungshalle am Friedhof. Auf den Baubeginn 1986 folgte 1989 die Eröffnung des Gemeinde- und Feuerwehrhauses; zum Wasserleitungsnetz kam ein 250-Kubikmeter-Hochbehälter. 1992 gründeten Kirnberg und Texingtal einen Abwasserverband, dessen Anlage 1995 den Betrieb aufnahm. 1998 wurde eine Wohnhausanlage der Firma Sandler-Bau eröffnet; 1999 folgte die Erschließung neuer Baugründe Richtung Pöllaberg. Ein Musikheim kam 2000 hinzu, 2003 eine Holztribüne am Dorfplatz. 2005 wurde ein neuer Kindergarten eröffnet; 2010 erhielt Kirnberg ein Gemeindewappen und einen Spielplatz. Das Vereinsgebäude des USV wurde 2014 eingeweiht, der Dorfplatz 2016. Seit 2022 versorgt das Biomasseheizwerk der Dompropstei St. Stephan viele Häuser im Ort mit Wärme; eine Erweiterung ist geplant.
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Bergkirche und Rundwege
Die spätgotische Pfarrkirche wurde barockisiert; ihr Hochaltarbild zeigt die Geburt Christi, daneben steht der Grabstein des letzten Plankensteiners. In der Filialkirche am Pöllaberg sind Deckenfresken im Stil Altomontes, Kreuzwegbilder aus der Werkstatt des Kremser Schmidt und eine Barockorgel von 1648 erhalten. Der Ortskern liegt auf 341 Metern Seehöhe. Drei Rundwanderwege wurden 2013 neu beschildert. Sie führen auf blau-weißen Markierungen über sieben bis neun Kilometer; eine Runde verbindet Hochsteinberg und Untergraben.
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Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
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Stand der Angaben: 08.10.2026
