FURTH BEI GÖTTWEIG KENNENLERNEN
Furth bei Göttweig: Wege durch das Fladnitztal
Furth bei Göttweig hat 3.014 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 12,42 Quadratkilometern. Die Marktgemeinde liegt am östlichen Rand der Wachau, wo die Fladnitz durch ein enges Tal zur Donau zieht.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geschichte & Zahlen - Furth bei Göttweig - Zentrum - Unser Furth - Gemeindeleben - Geschichte & Zahlen
Eine Furt als Namensgeberin
Der Name Furth verweist auf eine gut passierbare Stelle an der Fladnitz. Die erste Nennung des Ortes findet sich um 1138 in der Göttweiger Gründungsurkunde. Der Bach kommt aus dem Tal zwischen Göttweiger Berg und Waxenberg, zwängt sich bei Klein-Wien in Richtung Furth und mündet bei Palt in die Donau. Auch die Ortsteile erzählen von unterschiedlichen Anfängen: Palt wird 1309 erstmals genannt; sein Name beschreibt den feuchten Bereich an der Fladnitzmündung. Aigen entstand um 1300 als Handwerker- und Arbeitersiedlung. Oberfucha ist 1251 belegt und war überwiegend Besitz des bayerischen Stifts Osterhofen. Steinaweg erscheint um 1302 in Göttweiger Besitzverzeichnissen. Klein-Wien besaß um 1140 bereits Kirche, Nonnenkloster, Mühle und Wohnstätten; das Frauenkloster wurde später auf den Göttweiger Berg verlegt.
Göttweig wächst aus einer Brandruine
Bischof Altmann gründete Göttweig 1083 als Doppelkloster; 1094 übernahm der Benediktinerorden die Gemeinschaft. Von der mittelalterlichen Anlage sind einzelne Bauteile erhalten, darunter Krypta und Chor der Kirche. Ein Großbrand zerstörte 1718 weite Teile des Klosters. Abt Gottfried Bessel beauftragte Johann Lucas von Hildebrandt mit Plänen für den Wiederaufbau. Die Arbeiten begannen knapp ein Jahr nach dem Feuer; nach Hildebrandts Tätigkeit setzten Franz Jänngl und später Franz Anton Pilgram die Bauleitung fort. In der Stiftskirche treffen ältere und jüngere Bauphasen sichtbar zusammen: Das Langhaus hat romanischen Kern, das Presbyterium entstand 1401 bis 1430, Stuckaturen wurden zwischen 1665 und 1681 angebracht. Im Museum im Kaisertrakt erschließt die Kaiserstiege mit Paul Trogers Deckenfresko von 1739 die Fürsten- und Kaiserzimmer; vom Altmannisaal reicht der Blick über die Wachau.
Quellen: Geschichte - Stift Göttweig · Barockbau - Stift Göttweig · Klosterkirche - Stift Göttweig · Museum im Kaisertrakt - Stift Göttweig
Die Kirche im Markt
Die Pfarrkirche von Furth begann als Kapelle der Sebastiansbruderschaft in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Erhalten ist ihr spätgotischer Chor aus der Jahrhundertmitte. Für das Langhaus und den Turm wählte die Bruderschaft zwischen 1614 und 1618 frühbarocke Formen nach Plänen von Francisco de Silva. 1784 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Das Kriegerdenkmal an ihrer Südseite kam 1967 vom Göttweiger Berg an den heutigen Standort. Kirche und Meierhof erinnern an die enge Verbindung des Marktes mit dem Stift, das in mehreren umliegenden Orten Besitz hatte.
Quellen: Furth bei Göttweig - Zentrum - Unterwegs in Furth - Tourismus - Sehenswürdigkeiten
Löss, Wein und historische Zusammenschlüsse
Am westlichen Ortsrand ist der Zellergraben als Naturdenkmal ausgewiesen. Der tief eingeschnittene Hohlweg zeigt die Lössschichten, die in der Region auch den Weinbau begünstigen. Die Gemeinde umfasst sechs Katastralgemeinden: Furth, Palt, Steinaweg/Klein-Wien, Aigen, Oberfucha und Stift Göttweig. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden schlossen sich um 1970 zusammen; 1984 erhielt Furth das Marktwappen neu verliehen und wurde Marktgemeinde. Heute verlaufen durch den Ort ausgewiesene Wege des Jakobswegs und des Welterbesteigs Wachau.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Furth bei Göttweig – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Geschichte - Stift Göttweig
- Barockbau - Stift Göttweig
- Klosterkirche - Stift Göttweig
- Museum im Kaisertrakt - Stift Göttweig
Stand der Angaben: 08.10.2026
