MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Furth bei Göttweig

Alte Klosterorte, Weinlagen und ein Hohlweg am Fuß des Göttweiger Berges.

GEMEINDEKENNZIFFER31309
Blick vom Stift Göttweig auf Furth bei Göttweig und Palt
Blick vom Stift Göttweig auf Furth bei Göttweig und Palt · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Furth bei Göttweig (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 014
01.01.2026
Fläche
12,42 km²
Bevölkerungsdichte
242,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3511
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

FURTH BEI GÖTTWEIG KENNENLERNEN

Furth bei Göttweig: Wege durch das Fladnitztal

Furth bei Göttweig hat 3.014 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 12,42 Quadratkilometern. Die Marktgemeinde liegt am östlichen Rand der Wachau, wo die Fladnitz durch ein enges Tal zur Donau zieht.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geschichte & Zahlen - Furth bei Göttweig - Zentrum - Unser Furth - Gemeindeleben - Geschichte & Zahlen

Eine Furt als Namensgeberin

Der Name Furth verweist auf eine gut passierbare Stelle an der Fladnitz. Die erste Nennung des Ortes findet sich um 1138 in der Göttweiger Gründungsurkunde. Der Bach kommt aus dem Tal zwischen Göttweiger Berg und Waxenberg, zwängt sich bei Klein-Wien in Richtung Furth und mündet bei Palt in die Donau. Auch die Ortsteile erzählen von unterschiedlichen Anfängen: Palt wird 1309 erstmals genannt; sein Name beschreibt den feuchten Bereich an der Fladnitzmündung. Aigen entstand um 1300 als Handwerker- und Arbeitersiedlung. Oberfucha ist 1251 belegt und war überwiegend Besitz des bayerischen Stifts Osterhofen. Steinaweg erscheint um 1302 in Göttweiger Besitzverzeichnissen. Klein-Wien besaß um 1140 bereits Kirche, Nonnenkloster, Mühle und Wohnstätten; das Frauenkloster wurde später auf den Göttweiger Berg verlegt.

Quellen: Geschichte & Zahlen - Furth bei Göttweig - Zentrum - Unser Furth - Gemeindeleben - Geschichte & Zahlen

Göttweig wächst aus einer Brandruine

Bischof Altmann gründete Göttweig 1083 als Doppelkloster; 1094 übernahm der Benediktinerorden die Gemeinschaft. Von der mittelalterlichen Anlage sind einzelne Bauteile erhalten, darunter Krypta und Chor der Kirche. Ein Großbrand zerstörte 1718 weite Teile des Klosters. Abt Gottfried Bessel beauftragte Johann Lucas von Hildebrandt mit Plänen für den Wiederaufbau. Die Arbeiten begannen knapp ein Jahr nach dem Feuer; nach Hildebrandts Tätigkeit setzten Franz Jänngl und später Franz Anton Pilgram die Bauleitung fort. In der Stiftskirche treffen ältere und jüngere Bauphasen sichtbar zusammen: Das Langhaus hat romanischen Kern, das Presbyterium entstand 1401 bis 1430, Stuckaturen wurden zwischen 1665 und 1681 angebracht. Im Museum im Kaisertrakt erschließt die Kaiserstiege mit Paul Trogers Deckenfresko von 1739 die Fürsten- und Kaiserzimmer; vom Altmannisaal reicht der Blick über die Wachau.

Quellen: Geschichte - Stift Göttweig · Barockbau - Stift Göttweig · Klosterkirche - Stift Göttweig · Museum im Kaisertrakt - Stift Göttweig

Die Kirche im Markt

Die Pfarrkirche von Furth begann als Kapelle der Sebastiansbruderschaft in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Erhalten ist ihr spätgotischer Chor aus der Jahrhundertmitte. Für das Langhaus und den Turm wählte die Bruderschaft zwischen 1614 und 1618 frühbarocke Formen nach Plänen von Francisco de Silva. 1784 wurde die Kirche zur Pfarrkirche erhoben. Das Kriegerdenkmal an ihrer Südseite kam 1967 vom Göttweiger Berg an den heutigen Standort. Kirche und Meierhof erinnern an die enge Verbindung des Marktes mit dem Stift, das in mehreren umliegenden Orten Besitz hatte.

Quellen: Furth bei Göttweig - Zentrum - Unterwegs in Furth - Tourismus - Sehenswürdigkeiten

Löss, Wein und historische Zusammenschlüsse

Am westlichen Ortsrand ist der Zellergraben als Naturdenkmal ausgewiesen. Der tief eingeschnittene Hohlweg zeigt die Lössschichten, die in der Region auch den Weinbau begünstigen. Die Gemeinde umfasst sechs Katastralgemeinden: Furth, Palt, Steinaweg/Klein-Wien, Aigen, Oberfucha und Stift Göttweig. Die bis dahin selbstständigen Gemeinden schlossen sich um 1970 zusammen; 1984 erhielt Furth das Marktwappen neu verliehen und wurde Marktgemeinde. Heute verlaufen durch den Ort ausgewiesene Wege des Jakobswegs und des Welterbesteigs Wachau.

Quellen: Geschichte & Zahlen - Furth bei Göttweig - Zentrum - Unser Furth - Gemeindeleben - Geschichte & Zahlen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Furth bei Göttweig auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 911
31.10.2021 · Registerzählung2 966
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 014

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 199
NUTS-3-Region
Waldviertel (AT124)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Furth bei Göttweig

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.