ZWÖLFAXING KENNENLERNEN
Zwölfaxing: Dorfgeschichte, Kirchenbau und Formationstanz
Zwölfaxing ist eine Gemeinde südöstlich von Wien im Bezirk Bruck an der Leitha. Auf 6,76 Quadratkilometern leben 1.639 Menschen (Stand 1. Jänner 2026). Die Geschichte reicht von frühen Siedlungsfunden bis zu einem modernen Kirchenbau und dem Wandel zum stadtnahen Wohnort.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Zwölfaxing - Home - Lebensraum Zwölfaxing - Wissenswertes - Geschichte - Ortsgeschichte
Awarische Gräber und ein alter Dorfkern
Auf dem Gemeindegebiet wurden vor- und frühgeschichtliche Funde sowie römische Hinterlassenschaften entdeckt. Besonders bekannt sind Fundstätten awarischer Gräber. Die Ortschronik datiert die Entstehung des Dorfes in die karolingische Zeit um 850; die schriftliche Überlieferung nennt Zwölfaxing um 1115 als „Zo Welfossingen“. Über Jahrhunderte war die Landwirtschaft die wichtigste Lebensgrundlage. Von 1674 bis 1848 übten die Grafen Gatterburg Grundherrschaft und Ortsobrigkeit aus. Seit 1981 wuchs die Bevölkerung durch Wanderungsgewinne.
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Zwischen Feldern und drei Wasserläufen
Landwirtschaftlich genutzte Flächen machen 69 Prozent des Gemeindegebiets aus, Gärten sechs Prozent und Wald rund zwei Prozent. Durch das Gebiet fließen der Kalte Gang, die Schwechat und der Mitterbach, der auch Frauenbach genannt wird. Diese Gewässer ordnen eine Landschaft, in der nur kleine Waldflächen und ein dichter besiedelter Ortskern die weiten Nutzflächen unterbrechen. Die politische Gemeinde besteht aus einer Katastralgemeinde und einer amtlichen Ortschaft; die Bezeichnungen meinen hier denselben Ortsnamen. Im 19. Jahrhundert ergänzte Lohnarbeit in den benachbarten Industriebetrieben den landwirtschaftlichen Alltag. Die Erwerbsdaten 2010/11 zählten 21 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten im Produktions- und 79 im Dienstleistungssektor. Außerdem bestanden elf land- und forstwirtschaftliche Betriebe, fünf davon im Haupterwerb.
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Fliegerhorst und zerstörtes Schloss
Von 1938 bis 1954 gehörte Zwölfaxing zu Groß-Wien. Im Zweiten Weltkrieg errichtete die Wehrmacht auf Zwölfaxinger Gebiet einen Fliegerhorst. Die militärische Anlage machte den Ort zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Dabei wurde auch das Schloss der Familie Gatterburg zerstört. Nach dem Krieg blieb das Gelände des einstigen Fliegerhorstes ein Garnisonsstandort des Bundesheeres.
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Holzmeisters Kirche mit offenem Dachstuhl
1966 und 1967 entstand die Pfarrkirche zur Heiligsten Dreifaltigkeit nach Plänen von Clemens Holzmeister. Sie ersetzte einen älteren, im Kern romanischen Vorgängerbau. Ein Verbindungstrakt mit markanten Dreiecksgiebeln führt vom Pfarrhof zur Kirche; das breite Satteldach gibt dem Kirchenraum seine klare Silhouette. Der Zugang liegt außerhalb der Mittelachse. Innen prägt ein offener, zeltartig wirkender Dachstuhl den Saal, während ein großes ornamentiertes Glasfenster die Westwand beherrscht. Zur Ausstattung gehören ein monumentales Kruzifix aus der Bauzeit und ein expressionistischer Kreuzweg aus Holzreliefs. Eine Pietà aus dem 19. Jahrhundert stammt aus der alten Kirche. Bei der Kirche steht die Pestsäule Dreifaltigkeit.
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Tanzsport mit nationalen Erfolgen
Der HSV Zwölfaxing wurde 2002 gegründet und betreibt Formationstanz. Bis Mai 2025 hatte der Verein 19 österreichische Staatsmeistertitel errungen. Bei den Weltmeisterschaften 2023 und 2024 erreichte die Lateinformation jeweils den zweiten Platz. Auch bei der Europameisterschaft 2022 in Schwechat wurde sie Zweite.
Quellen: HSV Zwölfaxing – Über uns
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Zwölfaxing – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Zwölfaxing - Home - Lebensraum Zwölfaxing - Wissenswertes - Geschichte - Ortsgeschichte
- TU Wien – Chiese Nuove in Roma: Pfarrzentrum Zwölfaxing
- HSV Zwölfaxing – Über uns
Stand der Angaben: 08.10.2026
