GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Rauchenwarth

Rauchenwarths Dorfgestalt zwischen Pfarrkirche und Wallfahrtsort

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Pfarrkirche im Ortszentrum von Rauchenwarth
Pfarrkirche im Ortszentrum von Rauchenwarth · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Rauchenwarth - Ortszentrum“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
803
01.01.2026
Fläche
13,41 km²
Bevölkerungsdichte
59,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2320
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

RAUCHENWARTH KENNENLERNEN

Dreiecksanger und Bründlkapelle

Rauchenwarth liegt im Bezirk Bruck an der Leitha auf einer Schotterplatte südöstlich von Wien. Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 803 Einwohnerinnen und Einwohner; das Gemeindegebiet umfasst 13,41 Quadratkilometer. Es ist zugleich die einzige Katastralgemeinde.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Rauchenwarth – Wikipedia, feste Artikelversion

Ein Angerdorf am Hochplateau

Die historische Dorfanlage ist als schmales Dreiecksangerdorf erkennbar. Am Nordende schließt der ehemalige Meierhof mit einer kurzen Häuserzeile den Anger ab. Knapp 90 Prozent der Gemeindefläche werden landwirtschaftlich genutzt; etwa drei Prozent sind bewaldet. 2010 bestanden 32 landwirtschaftliche Betriebe, davon 19 im Haupterwerb und zwölf im Nebenerwerb. Im Nordwesten bildet die Budapester Straße B10 die Gemeindegrenze. Als Ortsname erscheinen in mittelalterlichen Urkunden die Formen Rovhenwart und Rauchenwart. Die erste bekannte urkundliche Erwähnung wird um 1257 angesetzt.

Quellen: Rauchenwarth – Wikipedia, feste Artikelversion

Quelle und Bründlkirche

Westlich des Dorfes liegt die Wallfahrtskirche Maria Bründl, die über eine Kastanienallee erreichbar ist. Im Frühjahr 1652 trat dort eine Quelle zutage, deren Wasser zunächst als Viehtränke diente. Noch im selben Jahr wurde eine Kapelle errichtet, die später zerstört wurde. 1718/19 entstand an ihrer Stelle ein steinerner Kapellenbau. 1772 ließ Erzbischof Migazzi diesen zur heutigen Wallfahrtskirche erweitern; am 10. Juli legte er den Grundstein, noch im selben Jahr war der Bau vollendet. Der Zentralraum mit Flachkuppel, Chor und halbrunder Apsis verbindet barocke und klassizistische Elemente. Die Kirche gehört der Gemeinde und steht seit 2002 unter Denkmalschutz.

Quellen: Chronik und Festschrift / Ortsgeschichte Rauchenwarth · Pfarre Fischatal – Wallfahrtskirche Maria Bründl

Kirche und wechselnde Herrschaften

Eine kleine Kirche wird für Rauchenwarth 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Am 26. Jänner 1494 bestätigte der römisch-deutsche König Maximilian I. den Verkauf des Dorfes an das Wiener Stift St. Dorothea. Während des Krieges von 1683 wurde der Ort größtenteils zerstört; nach Angaben der Gemeindeseite wurden etwa 80 Prozent der Bevölkerung getötet oder verschleppt. Eine Besiedlungsaktion der Chorherren bewahrte das Dorf vor der Entvölkerung. 1782 kam die Herrschaft unter die Administration des Stifts Klosterneuburg; das Stift St. Dorothea wurde 1786 aufgehoben. Mit dem provisorischen Gemeindegesetz von 1849 wurde Rauchenwarth selbstständig. 1938 wurde Rauchenwarth als Teil des neu geschaffenen 23. Bezirks Schwechat nach Groß-Wien eingegliedert; 1954 erhielt es durch die Abtrennung von Wien die kommunale Selbstständigkeit zurück.

Quellen: Chronik und Festschrift / Ortsgeschichte Rauchenwarth · St. Dorothea in Wien – Dorotheum

Pfarrkirche und Kulturerbe

Die Pfarrkirche der heiligen Maria Magdalena steht im Ortszentrum. Der heutige Bau entstand zwischen 1695 und 1698 anstelle einer romanischen Kirche; von diesem Vorgänger blieb der spätromanische Turm erhalten. Der Turm besitzt schmale romanische Fensterschlitze. Das Langhaus ist ein dreijochiger Saalbau mit breiten Wandpfeilern; ein großer Rundbogen verbindet es mit dem Chor. Nach einem Erdbeben wurde die Kirche 1930 bis 1932 instand gesetzt. 1957 erhielt der Turm einen neuen Dachstuhl, zugleich wurde der Innenraum neu ausgemalt. 2006 kamen Volksaltar und Ambo hinzu.

Quellen: Rauchenwarth – 7 Kirchen im Pfarrverband Fischatal Nord

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Rauchenwarth auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung658
31.10.2021 · Registerzählung788
01.01.2026 · Bevölkerungsstand803

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
348
NUTS-3-Region
Wiener Umland/Südteil (AT127)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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