GEMEINDE · KÄRNTEN

Steindorf am Ossiacher See

Am nördlichen Seeufer verbinden sich Bahntradition, Kirchen und ein markantes Architektenhaus

GEMEINDEKENNZIFFER21009
Blick von der Gerlitzen Alpenstraße auf Bodensdorf und den Ossiacher See
Blick von der Gerlitzen Alpenstraße auf Bodensdorf und den Ossiacher See · Foto: Kliek · „Gerlitzen Alpenstraße“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 844
01.01.2026
Fläche
29,64 km²
Bevölkerungsdichte
129,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9551
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

STEINDORF AM OSSIACHER SEE KENNENLERNEN

Steindorf am Ossiacher See: Dörfer, Moor und moderne Architektur

Steindorf am Ossiacher See umfasst 29,64 Quadratkilometer und zählt am 1. Jänner 2026 3.844 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Gemeinde erstreckt sich entlang des nördlichen Seeufers bis zum Gerlitzenkamm. Das Bleistätter Moor und das Domenig Steinhaus stehen für zwei sehr unterschiedliche Seiten des Gemeindegebiets.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Über die Gemeinde Steindorf

Steindorf, Bodensdorf und Tiffen

Steindorf wird 1263 in einer Urkunde als „Steyndorf“ erwähnt. Die Kirche St. Johann entstand 1401 und wurde später gotisch umgebaut. In Bodensdorf stehen St. Peter beim Bahnhof und Alt St. Josef auf der Tratten für unterschiedliche Bauphasen. Alt St. Josef ist zwischen 1656 und 1667 erstmals genannt und war bis zum Neubau 1929 Pfarrkirche. Der Turm kam 1738/39 hinzu. Unwetter beschädigten das Gotteshaus 1925 und 1926; Hans Prutscher entwarf die neue Pfarrkirche am Westrand des Orts. Sie wurde am 8. Juli 1931 geweiht. Tiffen ist älter belegt: Die Ortschaft wurde zwischen 1050 und 1065 genannt; in der Antike siedelten dort bereits Kelten.

Quellen: Steindorf am Ossiacher See – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde Steindorf

Kirchen zwischen Seeufer und Hang

Die evangelische Kirche in Tschöran wurde 1803 errichtet; ihr Turm kam rund hundert Jahre später hinzu. Das Toleranzpatent Josephs II. von 1781 ermöglichte die freie Religionsausübung, nachdem die Bevölkerung am See von konfessionellen Konflikten betroffen gewesen war. In Tiffen steht die Wehrkirche; die Kirche St. Margarethen ist dort seit 1499 schriftlich belegt. Die Wallfahrtskirche Alt St. Josef stammt aus dem 17. Jahrhundert. Die Wehrkirche in Tiffen geht im Kern auf das 9. oder 10. Jahrhundert zurück.

Quellen: Steindorf am Ossiacher See – Wikipedia, feste Artikelversion · Kunst, Kultur und Religion in Steindorf

Günther Domenigs Steinhaus

Günther Domenig entwarf das Steinhaus als scharfkantige Architekturplastik aus Beton, Stahl und Glas. Der Bau entstand in mehreren Etappen zwischen 1986 und 2008; verschobene Ebenen und schräge Flächen prägen Innen- und Außenraum. Heute wird das Haus als Ausstellungs- und Veranstaltungsort genutzt.

Quellen: Steindorf am Ossiacher See – Wikipedia, feste Artikelversion · Kunst, Kultur und Religion in Steindorf

Bleistätter Moor, Seeufer und Bahnlinie

Das Bleistätter Moor umfasst rund 700 Hektar; das Europaschutzgebiet Tiebelmündung – Bleistätter Moor umfasst rund 101 Hektar. Zwischen 2016 und 2018 schuf ein Überflutungsprojekt ein rund 70 Hektar großes Feuchtgebiet als Lebensraum für Vögel, Amphibien und Fische. Die Tiebel durchquert das Moor und mündet in den Ossiacher See. Das Strandbad in Bodensdorf erhielt barrierefreie Wege, einen erneuerten Spielbereich und neue Aufenthaltsflächen. 1986 erhielt der Gemeindename den Zusatz „am Ossiacher See“. Ein Teil des früheren Gemeindegebiets wurde 1894 als Gemeinde Ossiach abgetrennt. Die flache Mündungslandschaft der Tiebel verbindet Moorflächen mit dem Ossiacher See. Flachwasser, Röhricht und Feuchtwiesen bieten Rast- und Brutplätze für zahlreiche Vogelarten. Beobachtungsplätze und Wege erschließen Teilbereiche, ohne das empfindliche Feuchtgebiet flächendeckend zu öffnen. Der Bau der Kronprinz-Rudolf-Bahn begann 1865; die Strecke St. Veit–Feldkirchen–Villach wurde 1868 eröffnet. Ihre Strecke erschloss die Orte am nördlichen Seeufer und trug zur touristischen Entwicklung bei. Die heutige Bahnlinie verbindet den Raum Villach mit St. Veit an der Glan.

Quellen: Steindorf am Ossiacher See – Wikipedia, feste Artikelversion · Sport und Freizeit in Steindorf

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Steindorf am Ossiacher See auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 700
31.10.2021 · Registerzählung3 761
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 844

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 586
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Steindorf am Ossiacher See

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.