STADTGEMEINDE · KÄRNTEN

Feldkirchen in Kärnten

Zwischen mittelalterlichem Amthof, alten Kirchen und den Seen des Beckens

GEMEINDEKENNZIFFER21002
Luftaufnahme von Feldkirchen in Kärnten und Umgebung
Luftaufnahme von Feldkirchen in Kärnten und Umgebung · Foto: © Wikipedia / joadl / Cc-by-sa-3.0-at · „Feldkirchen Nordwestansicht Flugaufnahme 141226a“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
14 558
01.01.2026
Fläche
77,50 km²
Bevölkerungsdichte
187,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9560
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

FELDKIRCHEN IN KÄRNTEN KENNENLERNEN

Feldkirchen an der Tiebel: Marktgeschichte im Herzen Kärntens

Feldkirchen in Kärnten zählt am 1. Jänner 2026 14.558 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 77,50 Quadratkilometer. Die Stadt liegt im nördlichen Klagenfurter Becken; zur Stadtgemeinde gehören 86 Ortschaften. Amthof und Stadtpfarrkirche erinnern an die mittelalterliche Marktgeschichte.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Feldkirchen in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion

Vom bambergischen Markt zur Stadt

Die Stadtchronik setzt die frühe Geschichte bei einer „Kirche im Felde“ an: Eine um 1065/66 gefälschte Urkunde setzt die erste Nennung Ueldchiricha auf 888. Als Markt ist Feldkirchen 1176 belegt; damals fehlten noch Rat, frei gewählter Richter und Jahrmarkt. Unter der Herrschaft der Ungnads gewann die Bürgerschaft an Rechten. Friedrich III. stellte 1441 Handel und Gewerbe den landesfürstlichen Märkten gleich, 1453 folgten Jahrmarkt und eigene Gerichtsbarkeit. 1459 führte der Markt ein eigenes Wappen; eine Marktordnung regelte 1468 den Alltag. Das Bistum Bamberg verkaufte seine Kärntner Besitzungen 1759 an die Habsburger. 1930 erhielt Feldkirchen das Stadtrecht.

Quellen: Feldkirchen in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtchronik Feldkirchen

Romanische Pfeiler und gotischer Chor

Die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist auch als „Maria im Dorn“ bekannt. Ihr Vorgängerbau wurde 1065/66 erstmals erwähnt; der heutige Kirchenbau entwickelte sich nach dem Übergang Feldkirchens an Bamberg. Das Gotteshaus verbindet eine romanische dreischiffige Pfeilerbasilika mit einem gotischen Chor aus der Zeit um 1340. Um 1500 erhielten die Schiffe spätgotische Netz- und Sternrippengewölbe. Romanische und gotische Freskenreste erinnern an die frühere Ausmalung. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche angesichts der Einfälle aus dem Osten befestigt. Die Pfarre ist seit 1285 urkundlich bezeugt. Im Süden der Stadt steht die Filialkirche St. Michael, erstmals 1387 erwähnt; an ihrer Außenwand ist ein römischer Grabstein eingemauert.

Quellen: Feldkirchen in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus und Stadt Feldkirchen

Amthof, Burgen und Bürgerhäuser

Der Bamberger Amthof geht auf einen Baukomplex des 13. und 14. Jahrhunderts zurück. Als „Turm zu Veltkirchen“ erscheint er im 15. Jahrhundert in einer Urkunde; der massive Wohnturm bildet heute einen Teil des Nordtrakts. Der vierflügelige Bau beherbergt ein Kulturzentrum, das Stadtmuseum und eine Musikschule. In den Galerieräumen und im „Gwölb“ finden Ausstellungen statt. Östlich des Zentrums wurde die Burg Dietrichstein 1103 erstmals genannt. Sie wurde 1483 zerstört; vom Burgplatz sind Mauerreste geblieben. Das Schloss daneben entstand um 1500 und erhielt im 19. Jahrhundert eine spätklassizistische Gestalt. In Prägrad liegen Reste einer weiteren mittelalterlichen Burg auf einem Hangvorsprung. Bürgerhäuser des 19. Jahrhunderts prägen zusätzlich das Stadtbild.

Quellen: Feldkirchen in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtchronik Feldkirchen

Tiebel, Seen und Wege durch die Großgemeinde

Die Tiebel durchfließt Feldkirchen von Norden nach Süden und gehört zum Einzugsgebiet des Ossiacher Sees. Im Südosten quert die Glan das Gemeindegebiet; der Klammbach erreicht bei Dellach die Glan. Drei Seen liegen ganz oder teilweise innerhalb der Stadtgemeinde: Dietrichsteiner See im Osten, Maltschacher See im Südosten und Flatschacher See im Nordwesten. Die Gemeindefläche reicht vom Tiebelbett an der Grenze zu Ossiach bis zum Taubenbühel am Ossiacher Tauern. Mit den Eingemeindungen von Waiern 1964 sowie Sittich, Klein St. Veit und Glanhofen 1973 entstand die heutige Ausdehnung. Der Bahnhof Feldkirchen liegt an der Bahnstrecke zwischen St. Veit an der Glan und Villach; die Verbindung folgt hier der historischen Rudolfsbahn. Drei Bundesstraßen verbinden die Stadt mit Gurktal, Villach und Klagenfurt.

Quellen: Feldkirchen in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus und Stadt Feldkirchen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Feldkirchen in Kärnten auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung14 281
31.10.2021 · Registerzählung14 299
01.01.2026 · Bevölkerungsstand14 558

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
4 799
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Feldkirchen in Kärnten

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.