STEUERBERG KENNENLERNEN
Steuerberg: Alte Wege zwischen Gurk und Wimitz
Nördlich von Feldkirchen verbindet Steuerberg das Gurktal mit dem Wimitztal. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.573 Menschen auf 32,76 Quadratkilometern. Eine ehemalige Staatsgrenze und mittelalterliche Kirchen prägen die Ortsgeschichte.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wie Steuerberg zu seinem Namen kam
Von Touernich zu Steuerberg
Der früheste überlieferte Name der Gegend lautet „Touernich“. Er erscheint in einer Schenkungsnotiz des Klosters Admont, die in die Jahre zwischen 1130 und 1145 eingeordnet wird. 1147 übergab Reginher von Touernich dem Kloster zwei Huben und ein Gasthaus. Der heutige Name erscheint 1169 als „Steyrberch“ und bezieht sich auf die Burg sowie die Beziehungen ihrer Besitzer zu den steirischen Markgrafen. Die erste politische Gemeinde war Teil der Großgemeinde Feldkirchen. Die Katastralgemeinden Wabl, Alt- und Neusteuerberg verlangten 1864 die Trennung. 1866 wurde die Gemeinde zunächst als „Steierberg“ gebildet.
Quellen: Steuerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Wie Steuerberg zu seinem Namen kam
Eine Grenze mitten durch die Gemeinde
Nach den Kriegen gegen Napoleon gehörte Oberkärnten ab 1809 zu den Illyrischen Provinzen Frankreichs. Die Grenze zum Österreichischen Kaiserreich verlief bis 1814 durch das heutige Gemeindegebiet. Ein Grenzstein an der Goggausee-Landesstraße erinnert an diese Teilung. Bereits ab dem 15. Jahrhundert hatte die heutige Wimitzer Landesstraße als Handelsweg an Bedeutung gewonnen. Sie verband das Gurktal mit den südlicheren Märkten.
Quellen: Steuerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Wie Steuerberg zu seinem Namen kam
Kirchen in Wachsenberg und am Kitzel
In Wachsenberg steht die katholische Pfarrkirche Hl. Andreas. Das nahe Mesnerhaus ist ein zweigeschoßiger Holzbau aus dem 18. Jahrhundert. Ein Fußweg führt von Wachsenberg auf den Kitzel zur Filialkirche Hl. Ägidius, die als Kitzelkapelle bekannt ist. Der Standort bietet weite Blicke nach Süden zu Karawanken und Julischen Alpen sowie nach Nordwesten zu den Gurktaler Alpen. Die Kirche in Steuerberg selbst ist in einer mittelalterlichen Gurker Kirchenliste als „ecclesia sancti Petri apostoli in Dovernic“ verzeichnet. Die Pfarrkirche Steuerberg wurde um 1300 als romanische Chorturmkirche erbaut und im späten 15. Jahrhundert zur gotischen Wandpfeilerkirche umgebaut. Ihr Chor besitzt ein Netzrippengewölbe und einen Dreiachtelschluss. Der Turm trägt einen Pyramidenspitzhelm; das Westportal ist mit „1490“ bezeichnet. Unter dem Chor liegt ein Beinhaus mit achteckiger Mittelsäule und einem Teil der romanischen Apsis.
Quellen: Steuerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Wie Steuerberg zu seinem Namen kam · Pfarrkirche Steuerberg – Katholische Kirche Kärnten
Holzstraße und Wege durch die Täler
Land- und Forstwirtschaft prägten Steuerberg lange. Heute pendeln viele Bewohnerinnen und Bewohner nach Feldkirchen oder zu weiter entfernten Arbeitsorten. Die Gemeinde gehört zu den neun Gründungsmitgliedern der Kärntner Holzstraßen-Gemeinschaft. Ein Kirchtag zur Holzstraße fand 2001 in Steuerberg statt; der geschmückte hölzerne Brunnentrog vor der Volksschule erinnert daran. Die Gurktal Straße B 93 ist die wichtigste Verkehrsverbindung. Sie führt nördlich ins Gurktal und südlich nach Feldkirchen. Die vier Katastralgemeinden sind Alt- und Neusteuerberg, Wabl und Wachsenberg. Die südlichste Fläche von Wachsenberg kam 1923 an die damals selbständige Gemeinde Waiern. 1972/73 erhielt Steuerberg kleinere Gebiete von Himmelberg und Weitensfeld. Das Gemeindegebiet umfasst 31 Ortschaften.
Quellen: Steuerberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeindeseite Steuerberg
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
