GLANEGG KENNENLERNEN
Glanegg im Glantal: Burgruine und Marienwallfahrt
Glanegg liegt im Glantal zwischen Feldkirchen und St. Veit an der Glan. Die Gemeinde zählt am 1. Jänner 2026 1.802 Einwohnerinnen und Einwohner auf 25,16 Quadratkilometern. Ihre markante Burg über dem Tal und mehrere alte Kirchen erzählen von einer Region, deren Siedlungsgeschichte bis ins frühe Mittelalter zurückreicht.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum
Die Burg über dem Glantal
Die Ortschaften Deblach, Gramilach und Tauchendorf sind 993 urkundlich bezeugt. Die Burg Glanegg folgt 1121 in den Schriftquellen; sie gehörte damals Herzog Heinrich III. aus dem Geschlecht der Eppensteiner. Nach seinem Tod kam sie an Bernhard von Trixen, später an die steirischen Markgrafen. Verwalter der Burg führten den Namen Herren von Glanegg. 1424 gelangte sie in landesfürstlichen Besitz und diente bis zum Ende der Feudalherrschaft 1848 als Sitz von Herrschaft und Landgericht. Die Anlage oberhalb des Glantals wurde vor weiterem Verfall bewahrt und steht heute als sichtbares Wahrzeichen über dem Tal. Die Gemeinde verweist auch auf ihren Weinberg am Burghang.
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Drei Gemeinden wachsen zusammen
Bei der Gemeindebildung von 1850 entstanden die selbständigen Kleingemeinden Glanegg, Maria Feicht und Tauchendorf. Ein gemeinsames Bürgermeisteramt bestand ab 1939; der Zusammenschluss zur heutigen Gemeinde erfolgte 1956 und 1957. Die Ortschaften liegen zwischen 486 und 867 Metern Seehöhe. Das Gemeindewappen zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund sowie zwei Eichenblätter. Diese beziehen sich auf die Friedloseiche, eine alte Gerichtsstätte. Die Gemeinde umfasst insgesamt 27 Ortschaften.
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Kirchen auf Hügeln und an alten Wegen
St. Gandolf war schon im 11. Jahrhundert ein kirchlicher Besitzort: Zwischen 1060 und 1076 erwarben die Eppensteiner die Kirche durch Tausch mit dem Erzbistum Salzburg. Pfarrrechte erhielt sie zwischen 1285 und 1293. Das Gotteshaus steht auf einem Hügel und ist von einem Friedhof mit Wehrmauer umgeben; seine heutige gotische Gestalt entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Die Kirche Hl. Maria in Maria Feicht wird ebenfalls zwischen 1060 und 1076 als „ecclesia in Fuihta“ erwähnt. Sie war zunächst Eigenkirche mit Pfarrrechten und wurde später der Pfarre St. Gandolf unterstellt. Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts entstand der spätgotische Neubau als Marienwallfahrtskirche. In Friedlach sind Pfarrkirche und Pfarre Hl. Georg 1169 beziehungsweise 1214 bis 1218 bezeugt.
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Durch das Glantal und über den Kulm
Die Ossiacher Straße B 94 führt durch das Glantal und verbindet Glanegg mit Feldkirchen und Liebenfels. Bei Mautbrücken zweigt eine Landesstraße nach Süden ab. Drei Bahnstationen liegen im Gemeindegebiet an der Strecke zwischen St. Veit an der Glan und Villach. Damit prägen Straße und Schiene seit langem die Wege durch das Tal. Auch der Vierbergelauf führt durch Glanegg. Die Strecke zieht von Zweikirchen in der Nachbargemeinde Liebenfels über den Glantalboden und den Kulm weiter nach Liemberg, das ebenfalls zu Liebenfels gehört. Die Gemeinde nennt Reitwege sowie Wander- und Radwege als Freizeitangebote.
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Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
