GEMEINDE · KÄRNTEN

Glanegg

Eine Gemeinde zwischen mittelalterlicher Herrschaft und Kirchenwegen

GEMEINDEKENNZIFFER21003
Burgruine Glanegg auf dem bewaldeten Hügel
Burgruine Glanegg auf dem bewaldeten Hügel · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 4.0 · „Glanegg Mautbrücken 1 Burgruine Glanegg 09042007 5072“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 802
01.01.2026
Fläche
25,16 km²
Bevölkerungsdichte
71,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9555
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GLANEGG KENNENLERNEN

Glanegg im Glantal: Burgruine und Marienwallfahrt

Glanegg liegt im Glantal zwischen Feldkirchen und St. Veit an der Glan. Die Gemeinde zählt am 1. Jänner 2026 1.802 Einwohnerinnen und Einwohner auf 25,16 Quadratkilometern. Ihre markante Burg über dem Tal und mehrere alte Kirchen erzählen von einer Region, deren Siedlungsgeschichte bis ins frühe Mittelalter zurückreicht.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum

Die Burg über dem Glantal

Die Ortschaften Deblach, Gramilach und Tauchendorf sind 993 urkundlich bezeugt. Die Burg Glanegg folgt 1121 in den Schriftquellen; sie gehörte damals Herzog Heinrich III. aus dem Geschlecht der Eppensteiner. Nach seinem Tod kam sie an Bernhard von Trixen, später an die steirischen Markgrafen. Verwalter der Burg führten den Namen Herren von Glanegg. 1424 gelangte sie in landesfürstlichen Besitz und diente bis zum Ende der Feudalherrschaft 1848 als Sitz von Herrschaft und Landgericht. Die Anlage oberhalb des Glantals wurde vor weiterem Verfall bewahrt und steht heute als sichtbares Wahrzeichen über dem Tal. Die Gemeinde verweist auch auf ihren Weinberg am Burghang.

Quellen: Glanegg – Wikipedia, feste Artikelversion · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum - FREIZEIT&TOURISMUS - Sehenswürdigkeiten

Drei Gemeinden wachsen zusammen

Bei der Gemeindebildung von 1850 entstanden die selbständigen Kleingemeinden Glanegg, Maria Feicht und Tauchendorf. Ein gemeinsames Bürgermeisteramt bestand ab 1939; der Zusammenschluss zur heutigen Gemeinde erfolgte 1956 und 1957. Die Ortschaften liegen zwischen 486 und 867 Metern Seehöhe. Das Gemeindewappen zeigt einen goldenen Löwen auf rotem Grund sowie zwei Eichenblätter. Diese beziehen sich auf die Friedloseiche, eine alte Gerichtsstätte. Die Gemeinde umfasst insgesamt 27 Ortschaften.

Quellen: Glanegg – Wikipedia, feste Artikelversion · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum

Kirchen auf Hügeln und an alten Wegen

St. Gandolf war schon im 11. Jahrhundert ein kirchlicher Besitzort: Zwischen 1060 und 1076 erwarben die Eppensteiner die Kirche durch Tausch mit dem Erzbistum Salzburg. Pfarrrechte erhielt sie zwischen 1285 und 1293. Das Gotteshaus steht auf einem Hügel und ist von einem Friedhof mit Wehrmauer umgeben; seine heutige gotische Gestalt entstand vermutlich im 14. Jahrhundert. Die Kirche Hl. Maria in Maria Feicht wird ebenfalls zwischen 1060 und 1076 als „ecclesia in Fuihta“ erwähnt. Sie war zunächst Eigenkirche mit Pfarrrechten und wurde später der Pfarre St. Gandolf unterstellt. Im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts entstand der spätgotische Neubau als Marienwallfahrtskirche. In Friedlach sind Pfarrkirche und Pfarre Hl. Georg 1169 beziehungsweise 1214 bis 1218 bezeugt.

Quellen: Glanegg – Wikipedia, feste Artikelversion · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum - FREIZEIT&TOURISMUS - Sehenswürdigkeiten

Durch das Glantal und über den Kulm

Die Ossiacher Straße B 94 führt durch das Glantal und verbindet Glanegg mit Feldkirchen und Liebenfels. Bei Mautbrücken zweigt eine Landesstraße nach Süden ab. Drei Bahnstationen liegen im Gemeindegebiet an der Strecke zwischen St. Veit an der Glan und Villach. Damit prägen Straße und Schiene seit langem die Wege durch das Tal. Auch der Vierbergelauf führt durch Glanegg. Die Strecke zieht von Zweikirchen in der Nachbargemeinde Liebenfels über den Glantalboden und den Kulm weiter nach Liemberg, das ebenfalls zu Liebenfels gehört. Die Gemeinde nennt Reitwege sowie Wander- und Radwege als Freizeitangebote.

Quellen: Glanegg – Wikipedia, feste Artikelversion · Glanegg - GEM2GO WEB - Zentrum

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Glanegg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 907
31.10.2021 · Registerzählung1 779
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 802

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
648
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Glanegg

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.