WERNBERG KENNENLERNEN
Wernberg: Burgen über dem Drautal
Wernberg liegt zwischen Villach, Ossiacher See und Rosental. Die Gemeinde zählt 5.641 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 26,42 Quadratkilometer. 23 amtliche Ortschaften verteilen sich über mehrere Höhenlagen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Wernberg (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion
Eichelberg und die Khevenhüller
Die Burgruine Eichelberg in den Ossiacher Tauern wurde 1224 erstmals urkundlich erwähnt. Damals gehörte sie Reinher von Aichelberg, einem erfolgreichen Turnierritter. 1427 kam die Burg als Pfandbesitz an den Villacher Bürger Hans Khevenhüller. Die Familie wurde später in den Adel erhoben; Eichelberg gilt als ihr Stammsitz. Die Anlage liegt auf einem Bergrücken und kontrollierte den Zugang ins Gegendtal. Heute sind Teile der Ringmauer und des Bergfrieds erhalten. Die Gemeinde hat die Ruine gepachtet und begleitet ihre Sicherung; Sanierungsarbeiten stabilisierten die gefährdeten Mauerzüge.
Quellen: Über die Gemeinde – Gemeinde Wernberg · Ausflüge – Gemeinde Wernberg
Schloss Wernberg und Klosterleben
Das Schloss Wernberg erhebt sich auf einem Felsrücken über der Drau. 1519 wird Wolfgang Khevenhüller als Herr auf Wernberg genannt. Die heutige Schlossanlage geht wesentlich auf den Ausbau unter den Khevenhüllern im 16. Jahrhundert zurück. Seit 1935 leben dort Missionsschwestern vom Kostbaren Blut; die Gemeinschaft betreibt heute ein Kloster mit Gästehaus und Bildungsangebot. Der innere Hof und die Wirtschaftsgebäude gehören zum historischen Komplex. Die Schwestern führen außerdem einen Klosterladen mit Produkten aus der Landwirtschaft.
Quellen: Ausflüge – Gemeinde Wernberg
Von zwei Ortsgemeinden zum heutigen Gebiet
Die älteste urkundliche Erwähnung eines Ortes der Gemeinde betrifft die Burg Sternberg um 1170/80. Wernberg selbst wird 1227 genannt: Eine Urkunde berichtet, dass eine Drau-Brücke zerstört und die Burg dem Bistum Bamberg übergeben wurde. Nach der Grundentlastung von 1848 entstanden 1849 zwei Ortsgemeinden: Wernberg aus den Katastralgemeinden Wernberg und Neudorf sowie Umberg aus Umberg, Sand und Trabenig. Wernberg zählte damals 866 Einwohner, Umberg 1.099. 1864 wurden beide Gemeinden vereinigt. Gebietskorrekturen von 1922 gaben Teile an Villach ab und brachten Flächen von Velden und Rosegg hinzu. 1995 erhielt Wernberg das Recht, ein eigenes Wappen zu führen. Vier Zinnen, drei Sterne und ein Eichelzweig prägen das blau-goldene Zeichen; seit 2003 erscheint es auch auf der Wernberger Tracht.
Drautal, Föderlach und Verbindungslinien
Föderlach liegt an der Drau am Südrand des Gemeindegebiets und an der Bahnlinie. In den Seitentälern und auf den Hängen der Ossiacher Tauern liegen weitere Siedlungen. Die Süd Autobahn A2 führt durch das Gemeindegebiet; die Bahn verbindet Föderlach mit Villach und dem Rosental. In Föderlach eröffnete die Gemeinde 1977 ein Freibad. Am nördlichen Rand steht das Wernberger Kreuz an der Triester Straße. Die Bildsäule trägt am Dachkreuz die Jahreszahl 1578; zwei Wappenschilde nennen die Äbte von Ossiach und die Familie Khevenhüller. Auf vier Seiten des Würfelaufsatzes sind Geburt, Kreuzigung, Auferstehung und Himmelfahrt Christi dargestellt. Der Bildstock markierte einst die nördliche Grenze des Landesgerichts Wernberg.
Quellen: Über die Gemeinde – Gemeinde Wernberg · Gemeindebetriebe – Gemeinde Wernberg
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
