AFRITZ AM SEE KENNENLERNEN
Afritz am See im Gegendtal
Afritz am See zählt 1.480 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und misst 28,02 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt im Gegendtal südlich des Afritzer Sees. Dieser namensgebende See befindet sich größtenteils in der Nachbargemeinde Feld am See; die Gemeindefläche reicht über Tal und Berghänge.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Afritz am See – Wikipedia, feste Artikelversion
Tal zwischen See und Nockbergen
Afritz am See liegt in den Nockbergen im Gegendtal. Die Gemeinde umfasst zwei Katastralgemeinden, Afritz und Berg ob Afritz, sowie elf Ortschaften. Nachbarn sind Feld am See, Arriach, Treffen und Fresach. Die Gemeinde erklärt den Namen als Ableitung vom slowenischen „Zober“ und verbindet ihn mit den Moränenablagerungen des Tals. Die Millstätter Straße B98 stellt die Straßenverbindung her.
Quellen: Afritz am See – Wikipedia, feste Artikelversion · Afritz am See – Gemeindeportal
Von der Herrschaft Ortenburg zur Gemeinde
Das Gegendtal wurde im Hochmittelalter besiedelt; die sonnseitigen Hänge waren bis etwa 1300 gerodet. „Gegend“ erscheint 1308 in einer Urkunde, „Afritz“ 1450. Das Gebiet gehörte zur Grafschaft Ortenburg und bildete ein eigenes Landgericht. Die Kirche St. Nikolai wird 1516 erstmals als Filiale der Pfarrkirche Treffen erwähnt. Während der napoleonischen Zeit kam das Gegendtal zum Gerichtsbezirk Villach. 1850 entstand die Ortsgemeinde Afritz. Von 1973 bis Ende 1990 gehörte sie zur Großgemeinde Feld am See-Afritz; 1991 wurde sie wieder selbständig.
Quellen: Afritz am See – Wikipedia, feste Artikelversion · Kirchen – Gemeinde Afritz am See
St. Nikolai und das Haus Porcia
Die katholische Pfarrkirche St. Nikolai ist ein gotischer, später veränderter Bau am nordwestlichen Ortsrand. Der dreigeschoßige Vorhallenturm erhielt 1716 einen barocken Zwiebelhelm mit Laterne. Hochaltar und Seitenaltäre stammen aus 1723; eine umfassende Renovierung erfolgte 1970 bis 1972. Westlich davon entstand 1980/81 die evangelische Toleranzjubiläumskirche, die 1981 geweiht wurde. In Gassen steht das ehemalige Pflegerhaus der Grafen von Porcia. Es war von 1662 bis 1848 Sitz der Pfleger der Herrschaft Afritz. Das zweigeschoßige Renaissancegebäude erhielt um 1785 neue Fassaden; sein Inneres wurde nach 1956 stark verändert. Bei der Volkszählung 2001 bekannten sich 57,3 Prozent zur evangelischen und 35,7 Prozent zur römisch-katholischen Kirche. Über dem Rundbogenportal stehen die Wappen von Franz Seraphin von Porcia und seiner Frau Barbara von Jöchlingen. Die Tonnengewölbe des Hauses sind in Keller und Erdgeschoß noch erhalten.
Quellen: Kirchen – Gemeinde Afritz am See · Afritz am See – Wikipedia, feste Artikelversion
Kugelwölg’n und Muren im Tal
Am Ostermontag wird in Afritz traditionell Kugelwölg’n gespielt. Zwei Mannschaften versuchen, mit einer faustgroßen Kugel ein auf drei Beinen stehendes „Krasl“ umzuwerfen. Nach jedem Treffer wird das Ziel an einen neuen Platz gestellt; gespielt wird von dort weiter, wo die Kugel zuletzt liegen blieb. Der Weg führt querfeldein zwischen Gasthäusern. Am 29. August und 4. September 2016 gingen im Ortsteil Kraa zwei Muren ab. Der Tronitzerbach transportierte Geröll und Schlamm in die Talebene. Einige Bewohner wurden per Polizeihubschrauber evakuiert; Feuerwehr, Bundesheer und Freiwillige räumten die Ablagerungen. Ein Blackhawk-Hubschrauber des Bundesheeres unterstützte die örtlichen Aufräumarbeiten.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
