REISSECK KENNENLERNEN
Reißeck am Danielsberg
Reißeck zählt 2.085 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 139,86 Quadratkilometer im Bezirk Spittal an der Drau. Die Gemeinde liegt zwischen Reißeck- und Kreuzeckgruppe. Ihr Name verweist auf den Berg, während Unterkolbnitz als Hauptort und das Krafthaus in Kolbnitz den Alltag prägen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Reißeck (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen zwei Gebirgsgruppen
Das Gemeindegebiet liegt im unteren Mölltal. Im Norden bildet die Reißeckgruppe, im Süden die Kreuzeckgruppe den Gebirgsrahmen. Der Danielsberg ragt aus dem Talboden; Möll, Mölltal Straße und Tauernbahn verlaufen im Tal. Vier Katastralgemeinden umfassen 17 Ortschaften. Unterkolbnitz ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Nachbargemeinden Obervellach und Mühldorf grenzen direkt im Tal an. Die Gemeinde entstand in ihrer heutigen Form 1973 aus Kolbnitz, Mühldorf und Penk. Mühldorf trennte sich 1992 nach einer Volksabstimmung wieder ab. Kolbnitz war 1850 zunächst selbständige Ortsgemeinde, wurde 1865 Obervellach angeschlossen und 1876 wieder selbständig.
Quellen: Reißeck (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion · Danielsberg – Gemeinde Reißeck
Ein antiker Kult- und Siedlungsplatz
Der Danielsberg war bereits in der Antike besiedelt. Eine römische Siedlung trug den Namen „Colomunitio“, der mit „Hügel“ und „befestigt“ erklärt wird. Überreste eines Herkulestempels erinnern an die römische Nutzung des Berges. Auch eine Römerstraße verlief über Oberkolbnitz, Preisdorf und Penk. Die Filialkirche St. Georg auf dem Danielsberg wurde um 1127 errichtet. Nach einem Brand um 1510 wurde sie verlängert; 1515 erhielt die Apsis Fresken. Der Hochaltar stammt etwa von 1633, ältere Bänke sind erhalten. Eine römische Herkulesinschrift am Berg datiert um 175 n. Chr. Der 962 Meter hohe Danielsberg steht seit 1964 unter Landschaftsschutz; am Sonntag nach dem 23. April findet die traditionelle Wallfahrt statt.
Quellen: Reißeck (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion · Danielsberg – Gemeinde Reißeck
Kirchen in den Mölltaler Ortschaften
Die Pfarrkirche in Kolbnitz wird 1124 erstmals urkundlich erwähnt. Ihr Bau ist spätgotisch und wurde später barock umgestaltet; das Langhaus ist zweischiffig, der Nordturm trägt einen Spitzgiebelhelm. In Penk steht eine Pfarrkirche, die 1233 erstmals belegt ist. Die Kirche in Teuchl entstand 1685 und wurde 1758 geweiht. Eine Marienkapelle in Napplach kam 1847 hinzu; die kleine Holzkirche Maria am Sandbichl in Oberkolbnitz stammt von 1716. Die Pfarrkirche in Penk steht am südlichen Ortsende des Dorfes.
Quellen: Reißeck (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion
Wasser als Grundlage der Energiegewinnung
Die Kraftwerksgruppe Reißeck-Kreuzeck prägt die jüngere Geschichte des unteren Mölltals. Das Krafthaus befindet sich im Ortsteil Kolbnitz. Das VERBUND-Kraftwerk Reißeck Tagesspeicher wurde zwischen 1947 und 1953 errichtet. Rieken-, Zwenberg- und Mühldorfer Bach liefern Wasser aus der Südseite des Reißeckmassivs; zwei Pelton-Turbinen nutzen es in der Kraftstation Kolbnitz. Die installierte Leistung beträgt 23,2 Megawatt. In der Gemeinde liegen außerdem der Wasserfall am Bernitzbach und die Ruine Mölltheuer nördlich von Penk. Die Mölltal Straße B106 führt durch das Gemeindegebiet. Das Krafthaus und die Bahnhaltestellen Kolbnitz und Penk liegen ebenfalls innerhalb der Gemeinde.
Quellen: Speicherkraftwerk Reißeck Tagesspeicher – VERBUND · Reißeck (Gemeinde) – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
