RENNWEG AM KATSCHBERG KENNENLERNEN
Katschtal am Katschberg
Rennweg am Katschberg liegt im oberen Liesertal und zählt 1.640 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). Auf 120,82 Quadratkilometern reicht die Marktgemeinde vom Talgrund bis zum Hafnereck am Hauptkamm der Hohen Tauern. Der Landschaftsname Katschtal wird für das Gebiet verwendet. Burgen, Kirchen und Schutzgebiete spiegeln die Geschichte der Tal- und Bergsiedlungen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Liesertal und Pöllatal
Das Gemeindegebiet umfasst einen Teil des Katschtals und das Pöllatal, den mittleren und oberen Abschnitt des Liesertals. Die drei Katastralgemeinden heißen Rennweg, St. Peter und Oberdorf; im gesamten Gemeindegebiet liegen 25 amtliche Ortschaften. Die Gemeinde ist stark landwirtschaftlich geprägt; Sommer- und Wintertourismus haben über Jahrzehnte an Bedeutung gewonnen. Das Innere Pöllatal wurde 1995 als Natura-2000-Gebiet ausgewiesen. Das Südportal des Katschbergtunnels liegt im Gemeindegebiet. Hier führt die Tauernautobahn A 10 vom Kärntner Liesertal durch den Tunnel nach Salzburg; über den Katschberg verläuft daneben die B 99. Die B 99 führt vom Katschberg nach Norden in den Lungau und südwärts über Gmünd nach Spittal an der Drau.
Quellen: Marktgemeinde Rennweg – Gemeindedaten · Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Rennweg – Gemeindedaten · Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Marktgemeinde Rennweg – Gemeindedaten
Rauchenkatsch und das Erdbeben von 1201
Die Burg Rauchenkatsch stand nördlich von Kremsbrücke auf dem Gebiet der heutigen Nachbargemeinde Krems in Kärnten. Sie war Stammsitz der Herren von Katsch und ist 1197 erstmals urkundlich belegt. Das heutige Rennweg gehörte lange zu Salzburg; Angehörige der Herrschaft Katsch waren als Richter und Pfleger tätig. Am 4. Mai 1201 erschütterte ein starkes Erdbeben das Liesertal. Überliefert ist die Zerstörung der erzbischöflichen Burg; Schäden wurden bis ins Drautal berichtet. 1964 wurde die Anlage bei Straßenarbeiten großteils gesprengt; Reste der Straßensperre blieben erhalten.
Quellen: Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Krems in Kärnten – Über die Gemeinde · Marktgemeinde Rennweg – Gemeindedaten
Kirchen von St. Peter und St. Georgen
Die Pfarrkirche St. Peter im Katschtal in der Ortschaft St. Peter ist zwischen 1184 und 1197 erstmals urkundlich erwähnt. Nach einem Brand 1642 entstand der wesentliche Teil des heutigen Gebäudes; Teile eines Vorgängerbaus sind im Langhaus erhalten. Der barocke Altar zählt zu den reich ausgestatteten Kärntens. In St. Georgen zeigt das Altarbild von Josef Meßner den heiligen Georg als Drachentöter. In St. Georgen steht eine Filialkirche, die 1351 erstmals erwähnt wurde. Ein baufälliger Vorgänger wurde 1778 abgetragen und neu errichtet. Nach einem Dorfbrand 1861 musste der Turm erneuert werden; der Wiederaufbau begann 1892.
Quellen: Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Gemeindezuschnitt zur Marktgemeinde
Rennweg konstituierte sich 1850 als Ortsgemeinde und heißt seit 1991 Rennweg am Katschberg. Das damalige Gebiet war größer als heute: 1868 wurden die Katastralgemeinden Reitern und St. Nikolai an Gmünd angeschlossen. Am 1. Juli 2007 erhielt Rennweg das Recht, die Bezeichnung Marktgemeinde zu führen. In St. Peter befindet sich die Begräbnisstätte der Herren von Katsch. Im historischen Ortsbild steht außerdem das Pocherhaus in Oberdorf. Die Entente Florale Europe zeichnete Rennweg 2011 als „Schönstes Blumendorf Europas“ aus.
Quellen: Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion · Rennweg am Katschberg – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
