TREBESING KENNENLERNEN
Trebesing am Liesertal
Trebesing liegt im Liesertal rund zwölf Kilometer nördlich von Spittal an der Drau. Die Gemeinde zählt 1.137 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 73,78 Quadratkilometer. Im Gemeindegebiet liegen Trebesing, Altersberg und der bergbaulich geprägte Radlgraben.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Trebesing – Wikipedia, feste Artikelversion
Liesertal und verstreute Ortschaften
An der östlichen Gemeindegrenze verläuft die Lieser; westwärts steigt das Gebiet in die Ausläufer der Hohen Tauern und zum Reißeck an. Die Nockberge liegen jenseits des Liesertals im Osten. Trebesing besteht aus den Katastralgemeinden Altersberg, Radl und Trebesing und umfasst 13 Ortschaften. Eine markante Seitenschlucht ist der Radlgraben, durch den der Radlbach zur Lieser fließt. Drei private Mineralquellen liegen im Gemeindegebiet; eine davon befindet sich in Zlatting. Die Quelle in Trebesing wurde 1830 gefasst. Die Tauern Autobahn verläuft entlang der östlichen Gemeindegrenze; die Katschbergstraße B99 folgt ihr durch das Liesertal.
Quellen: Trebesing – Wikipedia, feste Artikelversion · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Erz und Gold im Radlgraben
Trebesing wird 1206 als „Trebozingen“ erstmals urkundlich genannt; die Gemeinde vermutet eine Entstehung um 900 bis 1000 unter den Grafen von Lurn. 1478 wurde der Ort von durchziehenden türkischen Truppen geplündert. Der Radlgraben entwickelte sich später zum Bergbaurevier: Ab 1551 baute die Familie Türgg dort Erz ab, von 1596 bis 1651 folgten Bartlmä von Khevenhüller und seine Nachfolger. Danach ließ Baron Carl von Neppelsberg nach Gold und Silber suchen. Im 16. Jahrhundert errichteten die Herren von Malenthein in Radl einen Adelssitz und betrieben Bergbau auf Gold, Silber, Eisen und Kupfer. Der Erzabbau endete 1930 mangels Ergiebigkeit.
Quellen: Historie und Besonderheiten der Geschichte – Gemeinde Trebesing
Kirchen in Trebesing und Altersberg
Die Gemeinde verzeichnet katholische und evangelische Kirchen in Trebesing sowie die katholische Kirche St. Lucia und die Georgskirche in Altersberg. Die Georgskirche steht am alten Friedhof und gilt als eines der ältesten Gotteshäuser Oberkärntens; in ihrer romanischen Bauform wird sie als älteste Kirche des Dekanats Gmünd beschrieben. In der Kirche St. Lucia befindet sich unter dem Marienaltar eine Quelle, die als Augenwasser bekannt ist. Die Filialkirche St. Margaretha in Trebesing wird 1307 genannt. Sie war 1676 bereits Ruine, wurde 1829 durch einen Brand weiter zerstört und 1960 teilweise wiederaufgebaut. Ihr Torturm stammt aus dem Jahr 1600; der heutige Altar kam aus dem Karner in Gmünd.
Quellen: Trebesing – Wikipedia, feste Artikelversion · Kirchen – Gemeinde Trebesing · Katholische Kirche Trebesing – Gemeinde Trebesing
Gemeinde, Gewerbe und Familienurlaub
Eine Gemeindevertretung wurde 1850 erstmals gewählt; seither besteht die politische Gemeinde Trebesing. 2005 waren 58 Gewerbebetriebe registriert, darunter 27 Hotels, Pensionen und Privatzimmervermieter; zugleich gab es 68 Landwirtschaftsbetriebe. Seit 1983 richten örtliche Vermieter ihr Angebot auf Familienurlaub aus, woraus der Name „Babydorf Trebesing“ entstand. Am Westhang des Liesertals verlief die historische Römerstraße von Lieserhofen über Trebesing nach Gmünd. Drei Steinbogenbrücken über Eckbach, Hintereggenbach und Rachenbach markieren ihren Verlauf. Im Radlbachgraben erinnern die Ruine eines Schmelzofens und ein hoher Schornstein an die Verhüttung; die Anlage hatte zwei Schachtöfen.
Quellen: Trebesing – Wikipedia, feste Artikelversion · Historie und Besonderheiten der Geschichte – Gemeinde Trebesing · Gemeinde-Portal – Gemeinde Trebesing
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Trebesing – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde-Portal – Gemeinde Trebesing
- Historie und Besonderheiten der Geschichte – Gemeinde Trebesing
- Kirchen – Gemeinde Trebesing
- Katholische Kirche Trebesing – Gemeinde Trebesing
Stand der Angaben: 08.10.2026
