MARKTGEMEINDE · KÄRNTEN

Steinfeld

Ein Markt im Oberen Drautal, dessen Ortsbild von Gewerkenhäusern, Kirchen und der Geschichte des Bergbaus geprägt ist.

GEMEINDEKENNZIFFER20637
Schloss Raggnitz in der Gemeinde Steinfeld.
Schloss Raggnitz in der Gemeinde Steinfeld. · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 at · „Steinfeld Raggnitz 1 Ansitz Raknitz 23012011 228“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 958
01.01.2026
Fläche
81,37 km²
Bevölkerungsdichte
24,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9754
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

STEINFELD KENNENLERNEN

Steinfeld zwischen Bergbau und Drautalbahn

Steinfeld ist eine Marktgemeinde im Oberen Drautal am Fuß der Kreuzeckgruppe. Sie zählt 1.958 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 81,37 Quadratkilometer. Bergbau, die Drautalbahn und die Freskenkirche von Gerlamoos haben den Ort geprägt; im historischen Zentrum erinnern Gewerkenhäuser an die Zeit, als Erzgewinnung Wohlstand brachte.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Steinfeld (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Drautal und fünf Katastralgemeinden

Der Ortskern liegt auf etwa 617 Metern Seehöhe am Fuß der Kreuzeckgruppe. Fünf Katastralgemeinden – Fellbach, Gerlamoos, Radlach, Rottenstein und Steinfeld – umfassen zwölf Ortschaften. Die Kreuzeckgruppe erhebt sich nördlich des Drautals; durch den Talraum verlaufen Drautalstraße B100 und Drautalbahn mit dem Bahnhof Steinfeld im Drautal. Das mittelalterliche Steinfeld war hingegen gegenüber den Verkehrsknoten Greifenburg und Sachsenburg im Nachteil.

Quellen: Steinfeld (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026

Vom Waschgold zur Eisenverarbeitung

Der Name Steinfeld und die Pfarrkirche in Radlach sind 1267/68 im herzoglichen Urbar erstmals schriftlich belegt. Das Verzeichnis machte zugleich sichtbar, dass die landwirtschaftlichen Böden des heutigen Gemeindegebiets nur begrenzt nutzbar waren. Ab dem 15. Jahrhundert gewann daher der Bergbau an Gewicht: Zunächst wurde Waschgold gewonnen, später kamen Edelmetalle und Eisenverarbeitung hinzu. Mit den Gewerken siedelten sich wohlhabende Unternehmer an. Zu den erhaltenen Gewerkenbauten zählen Singerhof mit seiner Ringmauer und Schloss Neustein aus dem 16. Jahrhundert; auch das Verweserhaus der Familie Porcia steht an der Hauptstraße. Rückschläge ab etwa 1600 ließen den Bergbau schrumpfen; während des Ersten Weltkriegs kam er endgültig zum Erliegen.

Quellen: Steinfeld (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion · Örtliches Entwicklungskonzept 2026 – Marktgemeinde Steinfeld

Kirchen und Fresken im Gemeindegebiet

Die Pfarrkirche Steinfeld-Radlach ist dem heiligen Johannes dem Täufer geweiht; die Kirche in Radlach trägt das Patrozinium des heiligen Martin. Die kleine romanische Filialkirche Gerlamoos steht am nordseitigen Berghang, östlich des Orts Steinfeld. Thomas von Villachs um 1480 entstandener Freskenzyklus gliedert die Nordwand in drei rund 1,40 Meter hohe Streifen. Im obersten Bildstreifen erzählen elf Szenen die Legende des heiligen Georg, darunter den Drachenkampf. Die Fresken wurden durch Alois Brandstetters Roman „Hier kocht der Wirt“ auch literarisch bekannt. Schloss Raggnitz liegt südwestlich von Lind am Talboden und gehört politisch zur Gemeinde Steinfeld; es wurde 1254 erstmals erwähnt. Daneben stehen Schloss Neustein und die Burgruine Rottenstein.

Quellen: Steinfeld (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion · Gerlamoos – Katholische Kirche Kärnten

Eisenbahn, Fabrik und Marktstatus

Die heutige Gemeinde entstand 1850. Das Marktrecht war bereits 1680 gewährt worden, die offizielle Erhebung zur Marktgemeinde folgte jedoch erst 1930. Einen neuen wirtschaftlichen Impuls brachte der Bau der Drautalbahn im späten 19. Jahrhundert. Holzverarbeitende Betriebe ließen sich nieder; die Möbelfabrik AVE bestand von 1932 bis 1986 und beschäftigte in ihrer Hochphase bis zu 270 Menschen. Auch ein gemeinschaftliches Energieprojekt gehörte zur Ortsgeschichte: Eine Genossenschaft aus Steinfeld und vier weiteren Gemeinden errichtete 1924 das Kraftwerk am Grabach. Ein Bergsturz zerstörte es 1935; schon 1936 wurde ein Nachfolgebau errichtet.

Quellen: Steinfeld (Kärnten) – Wikipedia, feste Artikelversion

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Steinfeld auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 066
31.10.2021 · Registerzählung2 018
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 958

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
625
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Steinfeld

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.