DEUTSCH-GRIFFEN KENNENLERNEN
Deutsch-Griffen
Deutsch-Griffen liegt in einem Seitental des Gurktals am Griffenbach. Die Gemeinde hat 820 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und ist 71,46 Quadratkilometer groß. Das Gebiet reicht vom südlichen Talraum bis an die steirische Landesgrenze. Die Pfarrkirche auf dem Hügel, das Krippenmuseum und die landwirtschaftlich geprägte Umgebung geben dem Ort ein eigenständiges Profil.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Deutsch-Griffen | Deutsch-Griffen
Weitläufiges Bergland
Das Gemeindegebiet liegt in den östlichen Nockbergen und reicht von der Gurk im Süden bis zum Talschluss des Paalbaches im Nordwesten. Der Paalbach entwässert zur Mur; dieser Teil der Gemeinde liegt jenseits des Hauptorts und ist über die Flattnitz erschlossen. Eine Katastralgemeinde umfasst 25 Ortschaften. Im Norden grenzt Deutsch-Griffen an die Steiermark, im Süden und Westen an Albeck. Die weiten Höhenlagen und das Seitental am Griffenbach verbinden das Gurktal mit der Flattnitz. Der Hauptort liegt auf 847 Metern Seehöhe, vier Kilometer abseits der Durchzugsstraße.
Quellen: Deutsch-Griffen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Deutsch-Griffen – Geschichte der Gemeinde
Kirche und erste Erwähnungen
Der Name Griffen ist 927 als „Grivinne“ überliefert. Eine Kirche wurde um 1043 genannt; die Pfarrkirche zum heiligen Jakobus dem Älteren erscheint 1157 in einer Urkunde. Ihr romanischer Kern wurde im 14. Jahrhundert überbaut und später zur Wehrkirche erweitert. Der überdachte Aufgang verbindet Pfarrhof und Kirche über 178 Stufen; er entstand 1755. Die Gemeinde konstituierte sich 1850. Der Zusatz „Deutsch“ entwickelte sich in den 1860er Jahren, zur Unterscheidung von Griffen im Bezirk Völkermarkt. Das Gemeindewappen zeigt den Stiegenaufgang und eine gotische Kreuzblume aus einem Fresko der Kirche. Eine 3,80 Meter hohe spätgotische Wehrmauer umgibt den Kirchenhügel. In der westlichen Mauer sind Schießscharten erhalten.
Quellen: Deutsch-Griffen – Wikipedia, feste Artikelversion · Deutsch-Griffen | Deutsch-Griffen · Katholische Kirche Kärnten – Jakobskirchen
Gemeindegrenzen im Wandel
1920 wurde die Grenze zu Albeck verändert. Deutsch-Griffen erhielt im Südwesten mehr als fünf Quadratkilometer hinzu; zuvor lagen Teile des Hauptorts mit Pfarrkirche und Pfarrhof auf Albecker Gemeindegebiet. Von 1973 bis 1990 gehörte Deutsch-Griffen zur Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz. 1991 wurde es wieder selbständig. Der renovierte Pfarrstadel wurde 1998 als Kulturzentrum eröffnet; dort sind Heimat- und Vogelschutzgemeinde untergebracht. Das Gemeindehaus mit Räumen für Vereine folgte 1997. 1992 wurde die Wasserversorgungsanlage vor dem Feuerwehrhaus eröffnet.
Quellen: Deutsch-Griffen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Deutsch-Griffen – Geschichte der Gemeinde
Krippen, Mühlen und Landwirtschaft
Im Pfarrstadel befindet sich das Heimatmuseum. Das Krippenmuseum und das Fastentuch ergänzen die kulturellen Zeugnisse des Orts. Die Wandmalereien in der Pfarrkirche zeigen etwa die Verkündigung, das Opfer des Melchisedek, Daniel in der Löwengrube und das Abendmahl; sie werden der älteren Villacher Werkstatt um 1452 zugeschrieben. Der Mühlenwanderweg führt zu historischen Mühlen, darunter Anlagen mit Wasserkraftantrieb. 1999 bewirtschafteten 96 land- und forstwirtschaftliche Betriebe zusammen 5.169 Hektar; 38 wurden im Haupterwerb geführt. Ein Kalkofen auf der Flattnitz liegt auf Deutsch-Griffner Gemeindegebiet. Das Schigebiet Hochrindl liegt teilweise auf Deutsch-Griffner Gebiet und erstreckt sich auch in die Nachbargemeinde Albeck.
Quellen: Deutsch-Griffen – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Deutsch-Griffen – Geschichte der Gemeinde
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
