FERLACH KENNENLERNEN
Ferlach und das Büchsenmacherhandwerk
Ferlach liegt im Rosental an der Drau, südlich von Klagenfurt und am Fuß der Karawanken. Bekannt wurde Ferlach durch die handwerkliche Herstellung von Jagdwaffen, deren Geschichte in Museen und Werkstätten sichtbar bleibt. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 7.537 Einwohner; ihre Fläche beträgt 117,21 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Ferlach – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Eisen zur Jagdwaffe
Eisenverarbeitung ist in Ferlach seit dem 14. Jahrhundert belegt. Erzvorkommen in den Karawanken und die Wasserkraft des Loibl- und Waidischerbaches begünstigten das Gewerbe. Die Waffenherstellung gewann im 16. Jahrhundert an Bedeutung, als Klagenfurt ein städtisches Zeughaus einrichtete. 1641 waren im Raum Ferlach rund 41 Meister tätig. Unter Maria Theresia erreichte das Büchsenmacherhandwerk einen Höhepunkt; Ferlacher Werkstätten lieferten an mehrere europäische Armeen. Als die Nachfrage nach Militärwaffen zurückging, spezialisierten sich die Handwerker auf Jagdgewehre. Das traditionelle Büchsenmacherhandwerk wurde 2010 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Eine kaiserlich-königliche Fachschule für Gewehrindustrie wurde 1878 gegründet und legte den Grundstein für die heutige Ausbildungstradition.
Quellen: Ferlach – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Ferlach: Geschichte
Vom Dorf zur Stadtgemeinde
Die älteste bekannte Nennung des Orts als „Vörelach“ stammt aus 1246. Der Name wird mit den umliegenden Föhrenwäldern in Verbindung gebracht. Die Gemeinde entstand 1850 zunächst unter dem Namen Oberferlach. Als der Ort 1910 zum Markt erhoben wurde, erhielt auch die Gemeinde den Namen Ferlach; 1930 wurde das Stadtrecht verliehen. Spätere Eingemeindungen erweiterten das Gebiet: Unterloibl kam 1927 hinzu, Unterferlach 1964 und Windisch Bleiberg 1973. Die Drau ist im Gemeindegebiet zum Ferlacher Stausee aufgestaut, während sich südlich die Karawanken erheben. Ferlach gliedert sich in neun Katastralgemeinden und 27 Ortschaften. Bis Mitte der 1950er Jahre gab es Personenverkehr am Bahnhof Ferlach; die Strecke gehört heute der Gemeinde und wird im Nostalgieverkehr genutzt.
Quellen: Ferlach – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Ferlach: Geschichte
Museen an mehreren Standorten
Das Büchsenmacher- und Jagdmuseum befindet sich im Schloss Ferlach. In Kirschentheuer liegt das Carnica-Bienenmuseum; das Historama widmet sich Technik und Verkehr. Es umfasst auch das Museum der Kärntnerischen Eisen- und Stahlwerke. Ferlach hat zudem eine Berufsschule und eine höhere technische Lehranstalt mit Bezug zum Metall- und Designhandwerk. Das Schloss wurde 1991 von der Stadtgemeinde erworben; nach der Landesausstellung 1997 zog das Büchsenmacher- und Jagdmuseum aus dem Rathaus hierher. So verbinden die Sammlungen die örtliche Handwerkstradition mit technischer Ausbildung und Industriegeschichte.
Quellen: Ferlach – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Ferlach: Schloss Ferlach
Schlucht, See und Bergtäler
Die Tscheppaschlucht führt entlang des Loiblbaches durch eine enge Schluchtlandschaft. Im Bodental öffnet sich ein Hochtal unter den Karawanken; am Talschluss liegt die Märchenwiese unterhalb der Vertatscha. Bei Glainach reicht der Ferlacher Stausee in das Gemeindegebiet. Durch Waidisch verläuft der Südalpenweg zwischen Bad Radkersburg und Sillian. Der höchste Punkt liegt an der Vertatscha auf 2.181 Metern, der tiefste bei Laak auf 411 Metern. Diese Höhenunterschiede führen von der Flusslandschaft bis in alpines Gelände.
Quellen: Ferlach – Wikipedia, feste Artikelversion · Stadtgemeinde Ferlach: Schloss Ferlach
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
