RIEDLINGSDORF KENNENLERNEN
Sechs Ortsteile im oberen Pinkatal
Riedlingsdorf liegt im oberen Pinkatal am Übergang zu den Ausläufern des Wechselgebiets. Die Marktgemeinde umfasst 16,15 Quadratkilometer und zählte am 1. Jänner 2026 1.664 Einwohner.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Riedlingsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion
Das Tal und die sechs Ortsteile
Das Landschaftsbild wechselt von sanften Hügeln im Norden zu den offenen Flächen des Pinkatals im Süden. Die politische Gemeinde umfasst eine amtliche Ortschaft; lokal gliedert sich der Siedlungsraum in sechs Ortsteile: Untertrum, Mitteltrum, Obertrum und Neudörfl liegen östlich der Pinka, Unteranger und Oberanger westlich des Flusses. Die Pinka trennt die beiden lokalen Siedlungsgruppen. Im größeren Umfeld rahmen Bernsteiner Bergland, Bucklige Welt und Joglland das Tal. Nach Süden öffnet sich die Pinkaebene. Riedlingsdorf liegt zwischen Pinkafeld und Oberwart, mit denen es durch die Steinamangerer Straße verbunden ist. Der Ort wird als Waldhufendorf beschrieben; die Siedlungsform passt zur langgestreckten Gliederung des Tals.
Quellen: Riedlingsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Riedlingsdorf – Startseite und Gemeindegeschichte
Vom Lampelfeld bis zur Urkunde von 1331
Funde aus dem Lampelfeld weisen auf menschliche Aktivitäten in der Jungsteinzeit hin. Bei einer Ausgrabung 2002 entdeckten Archäologen das Fundament einer rund 6.000 Jahre alten Hütte und einen Steinlöffel. Die Gemeindewebsite vermerkt, dass die Umgebung bereits zwischen etwa 8000 und 1700 vor Christus besiedelt gewesen sein dürfte. Eine dauerhaft nachweisbare Besiedlung reicht in die letzten beiden vorchristlichen Jahrhunderte zurück, als Kelten Eisen gewannen. Im Mittelalter lag das heutige Gemeindegebiet innerhalb des ungarischen Grenzschutzsystems Gyepű. Grenzwächter patrouillierten durch die Landschaft, auch wenn ihre Siedlung südlich des heutigen Orts lag. Die erste urkundliche Erwähnung Riedlingsdorfs stammt von 1331.
Quellen: Gemeinde Riedlingsdorf – Startseite und Gemeindegeschichte · Riedlingsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion
Herrschaft Bernstein und Pinkafeld
Riedlingsdorf gehörte zunächst zur Herrschaft Bernstein. Nach dem Tod Ádám Batthyánys 1659 wurde die Herrschaft geteilt; der Ort kam zur neu gebildeten Herrschaft Pinkafeld und blieb ihr bis 1846 zugeordnet. Das älteste überlieferte Urbar der Herrschaft Bernstein, erstellt 1569, führt den Ort unter mehreren Schreibweisen: Riegerstorff, Riedingstorff und Ridlingstorff. Es zählte damals 95 Häuser. Die Kriege und Aufstände der frühen Neuzeit trafen die Grenzregion wiederholt. Einfallende Streifscharen und Auseinandersetzungen während der Türkenkriege und des Bocskai-Aufstands führten laut Chronik zu Zerstörungen. Die Landnahme des Burgenlands brachte den Übergang zu Österreich im Jahr 1921.
Bienenfresser und neue Mobilität
Ein früheres Abbauareal des örtlichen Ziegelwerks bietet heute Lebensraum für eine Kolonie von Bienenfressern. Der Tonabbau wurde Mitte der 2000er-Jahre eingestellt; zurück blieb eine gestufte Abbauwand, die als Brutplatz dient. Auch der langblättrige Ehrenpreis kommt im Süden der Gemeinde vor und gilt als stark gefährdet. So hinterließen wirtschaftliche Eingriffe eine Landschaft, die später ökologisch bedeutsam wurde. Die Gemeinde beschreibt sich als Wohngemeinde und beteiligt sich an einem EFRE-Förderprogramm zu Energieeffizienz und nachhaltiger Mobilität. Ein weiterer Bezug zur lokalen Landwirtschaft ist der Schalotten-Rundweg, den die Gemeinde als Wegangebot hervorhebt.
Quellen: Riedlingsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Riedlingsdorf – Startseite und Gemeindegeschichte
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
