GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Lichtenberg

Die Gis verbindet eine historische Warte, Landschaft und eine starke Pendlerverflechtung.

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Giselawarte auf dem Lichtenberg
Giselawarte auf dem Lichtenberg · Foto: Haeferl / Wikimedia Commons / CC BY-SA 4.0 · „Lichtenberg - Giselawarte“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 869
01.01.2026
Fläche
18,49 km²
Bevölkerungsdichte
155,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4040
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LICHTENBERG KENNENLERNEN

Lichtenberg: Linzer Aussichtsberg mit eigenem Ortsleben

Lichtenberg liegt nördlich von Linz auf dem Höhenrücken, der weithin als Gis bekannt ist. Die Giselawarte und der Kinder-Planetenweg machen die Landschaft zu einem Ausflugsziel; zugleich ist Lichtenberg ein Wohnort mit eigenen Einrichtungen und Betrieben. Am 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 2.869 Einwohner auf 18,49 Quadratkilometern.

Die Gis als Naherholungsraum

Der bewaldete Höhenrücken hebt sich deutlich vom Linzer Becken ab. Von der Gis reicht der Blick über das Donautal und die Stadt bis ins Mühlviertel; Wiesen und kleinere Siedlungen liegen zwischen den Waldflächen. Die Gemeinde ist daher zugleich Landschaftsraum und nahes Ausflugsgebiet für Linz. Die Bezeichnung „Gis“ hängt mit der Giselawarte zusammen: Von ihr erhielt der Lichtenberg seinen volkstümlichen Namen. Wege verbinden den Parkplatz auf der Gis mit der Warte und führen von Lichtenberg und Neulichtenberg auf den Rücken. Der Aussichtspunkt ist kein abgeschlossener Freizeitpark, sondern Teil eines bewohnten Höhenraums, dessen Wege auch den Alltag im Freien prägen.

Eine Warte aus dem 19. Jahrhundert

Mit dem Bau der Giselawarte wurde 1856 begonnen; 1857 wurde sie eröffnet. Die Initiative ging von einem Linzer Kaufmann aus, finanziert wurde der Turm durch eine Sammlung. Eine frühe Wegmarkierung von Urfahr zur Warte und weiter nach Kirchschlag zeigt, dass die Gis schon im 19. Jahrhundert als Ausflugsziel erschlossen wurde. Auch die Besiedlung reicht weit zurück: Die Gemeindegeschichte berichtet von steinzeitlichen Funden, die älter als 4.000 Jahre sind. Die Warte verbindet damit zwei Zeitschichten des Ortes: frühe menschliche Nutzung des Höhenrückens und die später organisierte Erholung für Stadtbewohner. Heute bleibt sie ein markantes Ziel, während sich Lichtenberg zugleich als Wohnort weiterentwickelt hat.

Einrichtungen am Höhenrücken

Zum lokalen Alltag gehören Kindergarten und Krabbelstube, Volksschule, Nachmittagsbetreuung und Bibliothek. Die Gemeinde führt außerdem Gesundheitsangebote sowie Rad- und Fußwege an. Ein besonderes Bildungsangebot im Freien ist der Cosmi-Kinderplanetenweg, ein gemeinsames Projekt der Volksschule und der Gemeinde. Seine Stationen verkleinern die Entfernungen im Sonnensystem im Maßstab 1:700 Millionen; vom Startpunkt beim Gemeindezentrum führt die Rundwanderung über etwa 7,5 Kilometer wieder zurück. Entlang des Geh- und Radwegs stehen auch 20 Baumarten, und bei der Saturnstation gibt es eine Rast- und Rätselstelle. Solche Angebote nutzen die vorhandenen Wege und Wälder, statt den Freizeitbereich auf die Giselawarte zu beschränken. Linz bleibt als naher Arbeits- und Versorgungsraum erreichbar, während Betreuung und Schule im Gemeindegebiet verankert sind.

Arbeitsorte und Auspendeln

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 262 Arbeitsstätten in Lichtenberg; 77,5 Prozent der 641 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort entfielen auf Dienstleistungen. 81,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Ein konkretes Beispiel örtlicher Arbeit ist der Großhandel Kragl: Der Betrieb führt Stühle und Tische verschiedener Stilrichtungen und Holzarten, beliefert Tischlereien, Möbelhäuser und Wohnstudios und betreibt einen Schauraum in Lichtenberg. Die Statistik weist Beschäftigungsverhältnisse aus, keine Zahl einzelner Personen. Sie zeigt Arbeitsplätze vor Ort und zugleich die Bedeutung auswärtiger Arbeitsorte; konkrete Ziele des Pendelns lassen sich daraus nicht ablesen.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 12.10.2026

GEOGRAFIE

Lichtenberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 588
31.10.2021 · Registerzählung2 845
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 869

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
969
NUTS-3-Region
Linz-Wels (AT312)

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