MARKTGEMEINDE · KÄRNTEN

Winklern

Ein Marktort an der Talwendung mit Mautturm und Übergang ins Drautal.

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Blick auf Winklern im Mölltal unter dunklen Wolken
Blick auf Winklern im Mölltal unter dunklen Wolken · Foto: Ahmed Rabea · „Cold Valley“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 179
01.01.2026
Fläche
37,39 km²
Bevölkerungsdichte
31,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9841
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WINKLERN KENNENLERNEN

Winklern am Iselsberg

Winklern ist eine Marktgemeinde am Beginn des oberen Mölltals, am Übergang über den Iselsberg nach Osttirol. Der historische Mautturm und die Pfarrkirche stehen im Ortszentrum. Die Gemeinde hat 1.179 Einwohner und eine Fläche von 37,39 Quadratkilometern (Stand 1. Jänner 2026).

Zwischen Mölltal und Hochgebirge

Zum Gemeindegebiet gehören die Ortschaften Langang, Namlach, Penzelberg, Reintal, Stein, Winklern und Zwischenbergen. Winklern liegt an einer strategischen Talwendung, an der das Mölltal von Nord-Süd nach West-Ost dreht. Über den Iselsberg führt der Übergang ins Drautal; im Norden erstreckt sich die Hochgebirgsregion der Hohen Tauern. Der Ort ist seit dem Mittelalter eine wichtige Siedlung am Weg zwischen Osttirol, dem oberen Mölltal und den Goldabbaugebieten. Die Marktgemeinde liegt nahe dem Nationalpark Hohe Tauern. 1447 gab Otto von Reuntal sein Haus und seinen Sitz in Winklern auf; Graf Heinrich von Görz belehnte andere Besitzer damit neu.

Der Mautturm als Zeichen des Handels

Der im Ortszentrum stehende Turm wird erstmals im 14. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Sein spätromanischer beziehungsweise frühgotischer Kern diente als Wohnturm und Getreidespeicher. Eine Fenstergruppe an der Ostseite des dritten Stocks wird stilistisch um 1300 datiert. 1860 ließ Franz Wernisch den Turm aufstocken und gab ihm seine heutige Gestalt; 1917 wurde der Turm als Aussichtspunkt genutzt. Der Verein „Freunde des Obermölltaler Kulturgutes“ übernahm ihn 1988 in Treuhandschaft für die Gemeinde; 1989 erhielt das oberste Geschoss Fenster und der Turm ein neues Dach. Zur Landesausstellung „Wasser-Gold“ wurde er 2004 mit dem begehbaren äußeren Aufbau „Tauernwurm“ versehen. Die Gemeinde präsentiert ihn auch als Ort für regionale Kristallfunde: Ein perlmuttweißer Calcitkristall aus der Reißeckgruppe wiegt mehr als 45 Kilogramm.

Eine Pfarrkirche mit langer Geschichte

Die Pfarrkirche ist den Heiligen Laurentius und Martin geweiht. Sie wird 1115 erstmals als Filialkirche der Pfarre Stall erwähnt. Am 3. September 1521 weihte Bischof Berthold von Chiemsee sie erneut. 1787 wurde Winklern bei der josephinischen Pfarrregulierung zur selbständigen Pfarre erhoben; 1789 wechselte sie von der Verwaltung der Erzdiözese Salzburg zur Diözese Gurk. Die Gemeinde Winklern konstituierte sich 1850; 1930 erhielt sie die Bezeichnung Marktgemeinde.

Marktort und regionaler Ausgangspunkt

Zwischen Aguntum bei Lienz, dem Goldberggebiet und dem Saumpfad über das Hochtor nach Salzburg lag ein wichtiger Handelsweg. Die Grafen von Görz errichteten hier eine Zoll- und Mautstelle. Winklern wird zwischen 1041 und 1060 erstmals urkundlich erwähnt. Die Ortsgemeinde umfasste zunächst auch Mörtschach und Stranach; beide bildeten 1898 eine eigene Gemeinde. Nach 1213 kam der Ort zur Herrschaft der Grafen von Görz. Der Mautturm ging 1460 mit den Görzer Gütern an die Habsburger. Lorenz Wernisch erwarb ihn 1780 samt Haus, Hof und Feldern. Das Pflegeheim Laurentius, 2004 eröffnet, zählt zu den größeren Arbeitgebern der Marktgemeinde. Gemeindeamt, Musikschule Oberes Mölltal, Landwirtschaftskammer-Außenstelle und Forstaufsichtsstation sind ebenfalls in Winklern angesiedelt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Winklern auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 223
31.10.2021 · Registerzählung1 198
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 179

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
442
NUTS-3-Region
Oberkärnten (AT212)

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