WALDBACH-MÖNICHWALD KENNENLERNEN
Waldbach-Mönichwald: Zwischen Tal und Hochwechsel
Waldbach-Mönichwald reicht von den Siedlungen an der Lafnitz bis zu den Höhen des Wechselgebiets. Die Gemeinde im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld zählt 1.379 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 53,78 Quadratkilometer. Sie entstand 2015 aus den früheren Gemeinden Waldbach und Mönichwald; ihre Ortschaften und Viertel liegen in einer weitläufigen Berg- und Tallandschaft.
Eine Gemeinde aus Tälern, Weilern und Höhen
Die Gemeinde besteht aus sechs Ortschaften und fünf Katastralgemeinden. Ihre Siedlungen verteilen sich auf mehrere Viertel, darunter Arzberg, Karnerviertel, Rieglerviertel, Schmiedviertel und Schrimpf. Der Name verbindet die beiden früheren Gemeinden Waldbach und Mönichwald, die seit der steirischen Gemeindestrukturreform 2015 gemeinsam verwaltet werden. Der Wechsel und seine Seitentäler bestimmen die Wege zwischen den Ortsteilen; die Lafnitz fließt durch die Landschaft und trennt zugleich einzelne Siedlungsbereiche. Im Alltag bedeutet die weite Lage, dass Gemeindeamt, Schule und Freizeitangebote nicht für jeden Ortsteil gleich nahe liegen. Die Gemeinde verweist deshalb auf Wanderwege, Hütten, Freizeitsee und Angebote für den Winter.
Kirchen und Erinnerung im Dorf
In Mönichwald steht die Pfarrkirche Peter und Paul, die 1716 erbaut wurde. Ihre Ausstattung entstand mit dem Bau: Der Meister Remigius Horner plante Gebäude und Innenraum; die Bilder stammen vom Vorauer Stiftsmaler Johann Cyriak Hackhofer und seinen Schülern. Neben der Kirche erinnert die Gruftkapelle beim Gemeindeamt an eine ältere kirchliche Nutzung des Platzes. Sie geht auf ein 1588 geweihtes Kirchlein zurück und wurde später zur Marienkapelle. Solche Orte zeigen, dass religiöse Gebäude hier zugleich Bezugspunkte für Dorfgemeinschaft und lokale Geschichte sind. Waldbach besitzt eine eigene Pfarrkirche; die beiden Kirchorte stehen für die getrennten historischen Zentren, die nach der Gemeindefusion zusammengehören.
Landwirtschaft, Tourismus und regionale Betriebe
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Waldbach-Mönichwald 184 Arbeitsstätten und 479 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus; 65,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Werte beziehen sich auf den Gebietsstand 2026. Höfe bewirtschaften die Kulturlandschaft, während Gasthöfe und Pensionen Gäste beherbergen, die zum Wandern oder an den Freizeitsee kommen. Zu den örtlichen Gewerben gehört GB Energietechnik mit Sitz im Karnerviertel: Das Unternehmen arbeitet in der Elektrotechnik und bietet unter anderem Photovoltaikanlagen an. Die Gemeinde berichtet außerdem über Investitionen des Sparmarkts Sedelmaier. Landwirtschaft, Gastgewerbe, Handel und Energietechnik geben dem Ort unterschiedliche Arbeitsmöglichkeiten.
Erholung am See und im alten Rauchstubenhaus
Der Freizeitsee in Mönichwald macht die Gemeinde im Sommer als Erholungsort erfahrbar. Rund um den See bündelt die Gemeinde Freizeit- und Badeangebote; Wege und Unterkünfte in der Nähe machen ihn zum Ausgangspunkt für einen Aufenthalt im Joglland. In den höheren Lagen stehen Wandern und Hütten im Vordergrund, im Winter kommen Schilifte und weitere saisonale Angebote hinzu. Das Rauchstubenhaus der Familie Wafler beherbergt ein Privatmuseum mit bäuerlichem Kulturgut; am Wochenende ist es nach Voranmeldung zu besichtigen. Zusammen zeigen See und Rauchstubenhaus zwei Seiten des Ortes: die heutige Freizeitwirtschaft und die Erinnerung an das bäuerliche Leben.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Waldbach-Mönichwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Waldbach-Mönichwald – Tourismus und Freizeit
- Waldbach-Mönichwald – Freizeitsee Mönichwald
- Waldbach-Mönichwald – Rauchstubenhaus
- Waldbach-Mönichwald – Pfarrkirche Mönichwald
- Gemeindenachrichten Februar 2025
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Gemeinde Waldbach-Mönichwald – Chronik Ortsteil Mönichwald
- GB Energietechnik – Unternehmen und Leistungen
Stand der Angaben: 14.10.2026
