BAD BLUMAU KENNENLERNEN
Thermenpark zwischen Safen und Hügelland
In Bad Blumau führt ein 13 Hektar großer Park vom Ortskern bis zur Therme am Safenbach. Die Gemeinde liegt im oststeirischen Hügelland und zählt 1.683 Einwohner auf 37,33 Quadratkilometern (Stand 1. Jänner 2026). Der Thermenbetrieb prägt den Ort, doch die Gemeinde umfasst auch mehrere Dörfer, Höfe und landwirtschaftlich genutzte Flächen.
Hügelland und Safen
Bad Blumau liegt an der Safen nahe ihrer Mündung in die Lafnitz. Wiesen, Felder und kleinere Ortschaften prägen den sanft gewellten Raum. Fünf Katastralgemeinden und acht Ortschaften verteilen sich über das Gemeindegebiet, darunter Bierbaum, Kleinsteinbach und Lindegg. Bierbaum, Kleinsteinbach und Lindegg wurden 1968 in die damalige Gemeinde Blumau eingegliedert. Der Hauptort ist über die Thermenbahn und regionale Buslinien erreichbar. Die Safen bleibt im Ort als Wasserlauf erkennbar, während die Lafnitzauen den östlichen Landschaftsraum prägen. Zwischen den Dörfern wechseln sich Ackerflächen, Wiesen und Höfe ab; die Wege zum Thermenbetrieb führen durch diese ländliche Umgebung.
Thermentourismus und Arbeit am Standort
Der Dienstleistungssektor prägt die Beschäftigung in Bad Blumau. Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 747 Beschäftigte in den Arbeitsstätten; 81,1 Prozent der Beschäftigten entfielen auf Dienstleistungen. Ein großer touristischer Betrieb ist das Rogner Bad Blumau. Die Anlage nutzt drei Thermalquellen; Melchior und Vulkania speisen Badebereiche, während Balthasar zusammen mit Vulkania zur Beheizung beiträgt. Die von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Anlage zieht Gäste an, während regionale Gastgeber und Gastronomiebetriebe Unterkunft und Verpflegung anbieten. Zugleich bleibt die Gemeinde ländlich: 38,4 Prozent der Arbeitsstätten waren 2024 dem primären Sektor zugeordnet. Der Bade- und Hotelbetrieb ist damit ein wichtiger örtlicher Arbeitgeber neben Landwirtschaft und kleineren Dienstleistungen.
Vom Bauerndorf zum Kurort
Bis zur Eröffnung der Therme 1997 war Bad Blumau vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Die Nutzung heißer Quellen leitete einen wirtschaftlichen Wandel ein; 2001 erhielt die Gemeinde das Prädikat Kurort und den Namenszusatz „Bad“. Die Architektur des Resorts wurde von Friedensreich Hundertwasser entworfen und setzt auf begrünte Dächer, unregelmäßige Formen und farbige Fassaden. Zugleich erinnern alte Höfe und die barocke Pfarrkirche an die ältere Siedlungsgeschichte. Die Kirche St. Sebastian entstand 1702 und 1703 nach einem Erdrutsch, der den Vorgängerbau gefährdet hatte. Beim Gang durch den Ort lässt sich der ältere Kirchenbau mit der später entstandenen Thermenarchitektur vergleichen. Auch die Höfe der eingemeindeten Dörfer gehören zu diesem Ortsbild.
Zu Fuß durch Park und Kulturlandschaft
Der Thermenpark ist eine öffentlich beschriebene Spazierlandschaft entlang der Safen. Ein Teich, heimische Gehölze und ein großer Weidenbau liegen auf dem Weg zwischen Ortskern und Therme. Die zentrale Kuppel des Weidenbaus ist 22 Meter breit und acht Meter hoch; Jugendliche errichteten sie gemeinsam mit dem Weidenbauarchitekten Marcel Kalberer. Außerhalb des Ortszentrums führt der Rundwanderweg zur tausendjährigen Eiche in Bierbaum. Der Baum ist ein Naturdenkmal und über Wanderweg 3 oder den Radweg FF8 erreichbar. Park und Eiche lassen sich auch ohne Thermeneintritt besuchen; der eine liegt im Ort, der andere in der bäuerlichen Umgebung.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Bad Blumau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Kurkommission Bad Blumau – Gemeinde
- Rogner Bad Blumau – Therme
- Kurkommission Bad Blumau – Thermenpark mit Weidenbau
- Kurkommission Bad Blumau – 1000 jährige Eiche
- Rogner Bad Blumau: Thermalquellen und Nutzung
Stand der Angaben: 14.10.2026
