MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Nikola an der Donau

Schifffahrtsgeschichte, Aussichtsturm und ein Naturweg am Gießenbach

GEMEINDEKENNZIFFER41121
Ehemalige Marienkirche in Struden, Gemeinde St. Nikola an der Donau
Ehemalige Marienkirche in Struden, Gemeinde St. Nikola an der Donau · Foto: Pfeifferfranz · „Struden Marienkirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
740
01.01.2026
Fläche
13,18 km²
Bevölkerungsdichte
56,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4381
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. NIKOLA AN DER DONAU KENNENLERNEN

St. Nikola an der Donau: Orte zwischen Strom und Granit

St. Nikola an der Donau liegt im Bezirk Perg dort, wo sich der Strudengau zwischen Fluss und bewaldetem Mühlviertler Hang verengt. Die Marktgemeinde zählt 740 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 13,18 Quadratkilometer. Ihre sieben Ortschaften reichen von Struden und Sarmingstein bis zu kleinen Siedlungen an den Bächen.

Ein Tal mit mehreren Anlaufpunkten

Die Donau bildet die südliche Achse des Gemeindegebiets; dahinter steigen Hänge und Seitentäler rasch an. Wer zwischen den Ortsteilen unterwegs ist, wechselt deshalb nicht bloß zwischen Straßennamen, sondern zwischen Uferorten und verstreuten Siedlungen am Hang. Die Donauuferbahn und die B3 folgen dem Tal, während die Stillensteinklamm einen ganz anderen Zugang zur Landschaft eröffnet: Der Gießenbach hat sich dort in den Granit eingeschnitten. Am Eingang der Klamm liegt die Gießenbach-Mühle. Die Betreiberin beschreibt den Weg durch die Klamm als Naturwanderweg mit markanten Felsformationen und als Familienroute; die Jausenstation ist ein saisonaler Zwischenhalt, kein ganzjähriger Ausgangspunkt mit verlässlichen Öffnungszeiten.

Schutz, Hilfe und Markt am Strom

Der Name des Orts erinnert an den heiligen Nikolaus, Schutzpatron der Schiffsleute. Im gefährlichen Strudengau gehörten Versorgung und Hilfe für Reisende eng zusammen: Beatrix von Clam stiftete 1141 das Spital „hospitale de Pahin“, dessen älterer Name in den historischen Quellen überliefert ist. St. Nikola und Sarmingstein erhielten 1511 das Marktrecht. Das erklärt, weshalb sich nicht nur im heutigen Hauptort, sondern auch in Sarmingstein eigene Markt- und Befestigungsspuren finden. Als die Donau im 19. und 20. Jahrhundert reguliert wurde, verlor die alte Flussschifffahrt ihre frühere Bedeutung; der Strom bleibt aber bis heute Verkehrsraum und prägt die Lage der Siedlungen.

Aussicht über dem Donautal

Der Mautturm in Sarmingstein ist kein bloßer Rest einer Burgmauer: Die Tourismusregion beschreibt ihn als Wehr-, Wohn- und Mautturm, der 1488 erstmals erwähnt wurde. Eine Aussichtsplattform kam 1968 hinzu; 2018 wurde der Turm renoviert, 2019 wurden Holzstiegen erneuert und der Zugang zum Turm und zur Brücke sicherer gestaltet. Von oben lässt sich der enge Stromabschnitt lesen, an dem früher Zoll und Kontrolle zusammenkamen. Die Regionalquelle lädt ausdrücklich zum kurzen Halt und zum Blick ins Donautal ein. Ein zweiter Besuchsort ist die Pfarrkirche St. Nikola am Kirchenberg. Der Gemeindekalender führt dort Gottesdienste mit Adresse und Zeit an; das belegt den Zugang zu den Feiern, aber keine jederzeitige touristische Innenbesichtigung. Wer eine Kirchenmesse besucht, erlebt den Ort daher im Rahmen seiner heutigen religiösen Nutzung.

Arbeit am Ort und Versorgung im Tal

Die AEST 2024 weist 75 Arbeitsstätten und 134 Beschäftigte in Arbeitsstätten in St. Nikola aus; diese Arbeitsortzahlen sind nicht mit den 343 Erwerbstätigen am Wohnort aus der Pendlerstatistik 2021 gleichzusetzen. Von diesen 343 pendelten 265 aus, 18 arbeiteten innerhalb der Gemeinde und 60 galten als Nichtpendler. Zwei örtliche Tätigkeiten zeigen, was in dieser kleinen Basis steckt: C. Seyr handelt in St. Nikola mit Getränken, ermöglicht Abholung und größere Hauszustellungen und kühlt Bestellungen auf Wunsch vor. Am Eingang zur Stillensteinklamm betreibt die Gießenbach-Mühle eine saisonale Jausenstation; auf der Karte stehen unter anderem geräucherte Lachsforelle, Ziegenkäse mit Wildkräuterpesto und selbst gemachte Kräutersirupe. Die Betreiberin bietet außerdem seit 2008 Sagenwanderungen an.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 13.10.2026

GEOGRAFIE

St. Nikola an der Donau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung751
31.10.2021 · Registerzählung813
01.01.2026 · Bevölkerungsstand740

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
277
NUTS-3-Region
Mühlviertel (AT313)

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ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Nikola an der Donau

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.