MARKTGEMEINDE · OBERÖSTERREICH

St. Martin im Innkreis

Am Fluss treffen ein historischer Ortskern und ein breites Arbeitsplatzangebot zusammen.

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Ortsansicht von St. Martin im Innkreis
Ortsansicht von St. Martin im Innkreis · Foto: C.Stadler/Bwag · „St. Martin im Innkreis“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 205
01.01.2026
Fläche
8,88 km²
Bevölkerungsdichte
248,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4973
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. MARTIN IM INNKREIS KENNENLERNEN

St. Martin im Innkreis: Schloss, Antiesen und Arbeitsplätze

St. Martin im Innkreis liegt am Westhang des Troßkolmwaldes im Antiesental, rund zehn Kilometer nördlich von Ried. Die Marktgemeinde hat 2.205 Einwohner (1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 8,88 Quadratkilometer.

Diesseits und Jenseits an der Antiesen

Der Hauptort besteht aus den Ortsteilen Diesseits und Jenseits, deren Namen sich auf die Antiesen beziehen. Vom Schloss aus betrachtet liegen sie auf den jeweiligen Seiten des Flusses. Entlang der früheren Bundesstraße ist die Bebauung mit Breitenaich im Norden und Hofing im Süden zusammengewachsen; die politische Gemeinde umfasst darüber hinaus weitere Ortschaften. Die Antiesen ist mehr als ein Landschaftselement: Sie erklärt die Ortsnamen, prägt den Siedlungsraum und lieferte früher auch die Kraft für das kleine Elektrizitätswerk Graf Arco. Dessen Anlagen in Hofing dienten ursprünglich der Versorgung des Schlosses und seiner Nebengebäude.

Produktion und Dienstleistungen am Arbeitsort

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in St. Martin 172 Arbeitsstätten und 2.221 Beschäftigte an diesen Standorten aus. 74,1 Prozent der Beschäftigten an Arbeitsstätten entfallen auf den sekundären Sektor. Ein konkretes Produktionsbeispiel ist die Bachmayr Metallverarbeitung GmbH in Breitenaich. Sie stellt Zuggabeln für Anhänger in typengenehmigten Standardausführungen und als Sonderanfertigungen her. Die Produktion erfolgt ausschließlich in Österreich. Zum Leistungsspektrum der Metallbearbeitung gehören außerdem MAG-Schweißen, Sandstrahlen und Lackieren. Weitere gelistete Betriebe arbeiten etwa in Maschinenbau und Transport. So stehen produzierende Standorte neben Handel, Versorgung und Dienstleistungen. Die 172 Arbeitsstätten sind Standorte; die 2.221 Beschäftigten und der Sektoranteil zählen Beschäftigte am Arbeitsort, nicht Arbeitsplätze oder Berufe am Wohnort.

Schloss und Pfarrkirche als historische Mitte

Das Barockschloss der Familie Arco-Zinneberg und sein Park bilden einen markanten Teil des Ortsbilds. Die Pfarrkirche St. Martin ist bereits 1084 urkundlich erwähnt; 1781 wurde sie barockisiert und ihr Turm erhöht. Als der Turm 1963 einstürzte, wurde er in den folgenden Jahren wiederaufgebaut und das Hauptschiff verlängert. In der Ortsmitte verweist außerdem ein Judenstein an der südlichen Kirchenmauer auf das Jahr 1294. Schloss, Kirche und Fluss liegen im historischen Siedlungsraum, erzählen aber unterschiedliche Entwicklungen: Herrschaft, Pfarrleben und die Überlieferung des mittelalterlichen Orts.

Gute Verbindungen und besondere Ortsgeschichte

Die Lage an der B143 und die Bahnstation St. Martin binden die Gemeinde an Ried und Schärding an; der Autobahnanschluss Ort im Innkreis liegt rund zwei Kilometer entfernt. Die Station liegt an der verlängerten Salzkammergutbahn von Attnang-Puchheim bis Schärding; die Buslinie Ried–Schärding ergänzt das Angebot. Eine ungewöhnliche Episode ereignete sich 1945: Die Lipizzaner der Spanischen Hofreitschule waren in St. Martin untergebracht. Oberst Alois Podhajsky präsentierte die Hengste am 7. Mai General George S. Patton und bat um Schutz. Die Geschichte verbindet einen Innviertler Ort mit einem weit über Österreich hinaus bekannten Kulturgut. Zur örtlichen Infrastruktur gehören Kinderbetreuung, Volksschule, Musikmittelschule, Landesmusikschule und Bibliothek.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 11.10.2026

GEOGRAFIE

St. Martin im Innkreis auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 776
31.10.2021 · Registerzählung2 137
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 205

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
655
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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