GEMEINDE · KÄRNTEN

St. Kanzian am Klopeiner See

Landschaft, Ortsgeschichte und besondere Ziele

GEMEINDEKENNZIFFER20813
Blick auf Klopein und die Seen in der Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See
Blick auf Klopein und die Seen in der Gemeinde Sankt Kanzian am Klopeiner See · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 · „Sankt Kanzian am Klopeiner See Klopein Kleinsee Stein 06122007 6031“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 654
01.01.2026
Fläche
41,00 km²
Bevölkerungsdichte
113,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9122
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ST. KANZIAN AM KLOPEINER SEE KENNENLERNEN

Seen und Kirchen im Jauntal

St. Kanzian am Klopeiner See liegt südlich der Drau zwischen dem Völkermarkter Stausee und den Karawanken. Die Gemeinde zählt 4.654 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 41,00 Quadratkilometer. Zu ihrem Gebiet gehören mehrere Seen.

Seen im Jauntal

St. Kanzian liegt im Jauntal südlich des Völkermarkter Stausees. Der Klopeiner See, Turnersee und Kleinsee prägen den südlichen Teil des Gemeindegebiets; der Georgiberg liegt zwischen Klopeiner See und Turnersee. Der Klopeiner See umfasst mehr als 110 Hektar und erreicht 48 Meter Tiefe; er ist der größte natürliche See des Bezirks. Der Turnersee ist mit rund 13 Metern deutlich flacher. Nördlich der Seen zieht sich die Möchlinger Au entlang der Drau von der Vellachmündung bis zu einer Eisenbahnquerung und reicht in die Nachbargemeinde Gallizien. Sieben Katastralgemeinden und 37 Ortschaften bilden die Verwaltungsgliederung.

Gracarca und Gemeindeentwicklung

Auf der Gracarca am südöstlichen Ufer des Klopeiner Sees wurden Siedlungsspuren der Urnenfelder- und Hallstattzeit entdeckt. Größere Grabungen begannen 1952; Untersuchungen wurden ab 1992 fortgeführt. Der Name Gracarca bedeutet „befestigter Ort“. Der bewaldete Mittelgebirgsstock erstreckt sich über fast zwei Kilometer und besteht aus relativ weichem tertiärem Sattnitz-Konglomerat. Ein Kulturwanderweg erschließt den Höhenzug. Aus karantanischer Zeit ist dort außerdem das Grab eines bewaffneten Reiterkriegers bekannt. Die Funde belegen Besiedlung nach der römischen Epoche. St. Kanzian wurde 1866 selbstständige Gemeinde. 1876 kam Grabelsdorf hinzu; 1944 wurden Stein, St. Veit und Lauchenholz eingemeindet. Kleinere Gebietskorrekturen folgten 1973 und 2002.

Kirchen auf Hügeln und im Dorf

Die Pfarrkirche St. Kanzian ist den Märtyrern Cantius, Cantianus und Cantianilla geweiht, die der Überlieferung nach 290 in Aquileia hingerichtet wurden; die Pfarre wurde 1106 dem Kloster Eberndorf übertragen. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche erhielt 1518 einen spätgotischen Polygonalchor, das Langhaus entstand 1849 bis 1860. In Stein steht die Laurentiuskirche auf dem Felsen einer mittelalterlichen Burganlage, die 1458 zerstört wurde. Am Kirchhügel von Stein befindet sich der Große Hildegardsstock. Die Danielskapelle liegt in Grabelsdorf. Auf dem Georgibergl steht eine kleine Kirche; ihr Wunschglöcklein ist mit einem örtlichen Brauch verbunden.

Tourismus und Kulturvereine

Erste touristische Angebote am Klopeiner See und Turnersee entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts; seit den 1950er-Jahren entwickelte sich St. Kanzian zu einem wichtigen Fremdenverkehrsort. Eine Ringkanalisation und Tiefenwasserableitung unterstützen die Wasserqualität des Klopeiner Sees. In St. Primus befindet sich ein Vogelpark mit rund 1.000 Vögeln aus etwa 340 Arten. Seit 1888 wirkten slowenische Vereine und Kulturgruppen im Gemeindegebiet. Der Verein Danica wurde 1914 formell gegründet; sein Chor reicht bis 1912 zurück. Der Verein organisierte Laienschauspiel, Erwachsenenbildung und eine Bibliothek im Pfarrhof St. Veit. Im Ortsteil St. Primus besteht seit 1979 ein zweisprachiger Kindergarten.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

St. Kanzian am Klopeiner See auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung4 364
31.10.2021 · Registerzählung4 575
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 654

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 234
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von St. Kanzian am Klopeiner See

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.