SEEKIRCHEN AM WALLERSEE KENNENLERNEN
Seekirchen am Wallersee: Stadt zwischen See und Schiene
Seekirchen liegt am Südufer des Wallersees und verbindet den See mit einer kompakten Stadtmitte an der Westbahn. Die Stadtgemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung zählt 11.722 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 50,28 Quadratkilometer.
Zwischen See, Fischach und Mattig
Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Wallersee über landwirtschaftlich genutzte Flächen bis zu den Ortschaften in Richtung Mattig. Sechs Katastralgemeinden gliedern die Stadtgemeinde; neben dem Markt gehören dazu unter anderem Mödlham, Seewalchen und Waldprechting. Die Westbahn und die S-Bahn Salzburg verbinden Seekirchen mit der Landeshauptstadt. Der See ist Teil des Alltags- und Erholungsraums, während die Fischach die Landschaft südlich davon prägt. Ein Stadtbus ergänzt den Bahnanschluss und verbindet Ortsteile und Zentrum.
Eine lange Geschichte, eine junge Stadt
Seekirchen ist seit 696 urkundlich erwähnt. Die frühe Kirche des heiligen Petrus gab dem Ort seinen Namen, heißt es in der Überlieferung. 1424 wurde Seekirchen zum Markt erhoben; 1974 wurden die Gemeinden Seekirchen Markt und Seekirchen Land zusammengelegt. Das Stadtrecht folgte im Jahr 2000. Mit der Verlegung der Bezirkshauptmannschaft Salzburg-Umgebung im Jahr 2023 kam eine neue Verwaltungsfunktion hinzu. Die Kollegiatstiftskirche steht bis heute zentral im Ortsbild und erinnert an die lange kirchliche Geschichte des Ortes.
Kleine Betriebe und Lebensmittelproduktion
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 1.058 Arbeitsstätten und 7.252 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 74,5 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungsbereich; 82,2 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen darauf. Der Auspendleranteil unter den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort lag bei 73,7 Prozent. Neben Handel und Dienstleistungen gibt es örtliche Lebensmittelproduktion: Die Mattigtaler Hofkäserei in Kraiham verarbeitet Kuhmilch eigener Kühe zu Käse, Butter und Topfen; der Käse reift im Keller des Hofes. Der Bio-Markt am Rupertusplatz bietet Erzeugnisse aus regionaler Landwirtschaft. Damit treffen städtische Versorgung und bäuerliche Produktion im Stadtgebiet zusammen.
Stadtmitte und öffentliche Aufgaben
Die Stadtmitte bündelt Geschäfte, Gastronomie, Kultur und kommunale Einrichtungen. Der Verein Citymarketing wird von örtlicher Wirtschaft, Gemeinde und Tourismusverband getragen und unterstützt Handel und Dienstleistungen im Zentrum. Der Bahnhof Seekirchen und die Haltestelle Zell am Wallersee verteilen den Bahnzugang über das Gemeindegebiet; mit Seekirchen Stadt ergänzt ein weiterer Halt den südlichen Bereich. Der Stadtbus erleichtert Wege innerhalb der Gemeinde, während Bezirkshauptmannschaft und Bezirksgericht die öffentlichen Funktionen ergänzen. Am Seeufer liegen Bade- und Freizeitbereiche, während in den umliegenden Ortschaften Landwirtschaft das Landschaftsbild prägt. Seekirchen ist so zugleich Verwaltungsstandort, Wohnort und Zugang zum Wallersee.
Stiftskirche und Schloss Seeburg
Die Kollegiatstifts- und Dekanatskirche St. Petrus liegt in der Ortsmitte und bildet den historischen Mittelpunkt Seekirchens. Schloss Seeburg im Ortsteil Seewalchen ist heute Sitz der Privatuniversität; seine Geschichte reicht von einem adeligen Wohnsitz über eine Armenstiftung bis zur schulischen Nutzung. Ein frei besuchbares Ziel im Zentrum ist der Bio-Markt am Rupertusplatz, der samstags Lebensmittel aus biologischer Erzeugung anbietet. Von dort führen Wege durch die Stadtmitte weiter ans Seeufer.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Seekirchen am Wallersee – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Wirtschaft
- Mattigtaler Hofkäserei, Familie Mangelberger
- Bio-Markt Seekirchen
- Citymarketing Seekirchen
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Römisch-Katholische Kirche – Stiftspfarramt
- Schloss Seeburg – Geschichte und Nutzung
Stand der Angaben: 13.10.2026
