HALLWANG KENNENLERNEN
Hallwang zwischen Kirchbühel und Westbahn
Hallwang liegt unmittelbar nördlich der Stadt Salzburg. Der Kirchbühel mit der Pfarrkirche bildet einen historischen Mittelpunkt zwischen den verstreuten Ortschaften und Gewerbestandorten. Die Gemeinde zählt 4.330 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 13,12 Quadratkilometer.
Vier Ortschaften am Stadtrand
Die Gemeinde umfasst Berg, Esch, Hallwang und Zilling. Landwirtschaftliche Flächen und Wälder nehmen neben Wohn- und Gewerbegebieten weiterhin viel Raum ein. Fischach und Schleiferbach gehören zu den größeren Gewässern der Umgebung und fließen weiter Richtung Salzach. Die Nähe zur Stadt Salzburg ist im Alltag deutlich: Viele Wege führen zum Arbeiten, Einkaufen oder für Ausbildung in die Landeshauptstadt. Zugleich verfügt Hallwang über eigene Einrichtungen und bleibt ein eigenständiger Wohn- und Arbeitsort. Die Westbahn quert den Norden des Gemeindegebiets; der Bahnhof Hallwang-Elixhausen und die S-Bahn bieten eine Schienenverbindung in Richtung Salzburg und Oberösterreich. Die Ortschaft Hallwang umfasst unter anderem Tiefenbach und Tuffern; zu Esch gehören Matzing sowie Ober- und Unteresch. Diese kleinen Lagen verdeutlichen die kleinteilige Siedlungsstruktur außerhalb des zentralen Kirchbereichs. Das 2013 eröffnete Kulturzentrum ist ein eigener Veranstaltungsort für die Gemeinde.
Viele Arbeitsstätten im Einzugsgebiet Salzburgs
Hallwang zählte 2024 insgesamt 499 Arbeitsstätten und 2.287 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 74,5 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor; 23,4 Prozent entfielen auf Herstellung und Bau zusammen. Ein örtliches Beispiel aus der Produktion ist Geislinger an der Hallwanger Landesstraße. In Hallwang entwickelt und konstruiert das Unternehmen Kupplungen, Dämpfer und Antriebslösungen; Präzisionsteile werden hier zu Produkten montiert. Die Komponentenfertigung liegt vorwiegend am Kärntner Standort. Damit stehen technische Entwicklung und Montage neben Handel und Dienstleistungen im Salzburger Einzugsgebiet. Die Erhebung zählt Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort, nicht die Zahl der arbeitenden Einwohner.
Kirche auf dem Kirchbühel
Die Besiedlung des Gemeindegebiets reicht bis in die Jungsteinzeit zurück; römische Gebäudereste und ein Grabstein wurden im Bereich der heutigen Pfarrkirche gefunden. Hallwang wird um das Jahr 1000 als „Locus Haldinwanc“ erwähnt. Eine Kapelle zum heiligen Michael stand bereits im Mittelalter auf dem Kirchbühel; 1197 wurde die gotische Martinskirche geweiht. Der Bau wurde später verändert und als barocke Kirche neu gestaltet. Diese lange Nutzung desselben erhöhten Platzes macht die Pfarrkirche zu einem sichtbaren Anker in einer Gemeinde, deren Siedlungen sonst über mehrere Ortschaften verteilt liegen.
Schloss und Antoniuskapelle
Das Ensemble Söllheim liegt in der Ortschaft Berg. Der Kaufmann Johann Kaufmann erwarb den Ansitz im 17. Jahrhundert, gestaltete das Schloss barock um und ließ die Antoniuskapelle errichten. Die Wallfahrt zog viele Menschen an und stand zeitweise in Konkurrenz zu Maria Plain. Bis heute wird die Antonius-Oktav im Juni gefeiert. Schloss, Kapelle und Kaplaneistöckl bilden gemeinsam einen historischen Ort, der Hallwangs religiöse und bauliche Entwicklung ergänzt. Das Schloss ist privat genutzt; für Besucherinnen und Besucher ist daher die Kapelle beziehungsweise ein angekündigter Gottesdienst der belegte Zugang, keine allgemeine Schlossbesichtigung.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hallwang – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria Arbeitsstättenzählung 2024
- Gemeinde Hallwang – Chronik
- Gemeinde Hallwang – Bürgerbroschüre
- Gemeinde Hallwang – Pfarre Veranstaltungen
- Geislinger GmbH – Company
- Geislinger – Karriere und Standorte
Stand der Angaben: 13.10.2026
