ANTHERING KENNENLERNEN
Anthering zwischen Salzachau und Haunsberg
Anthering reicht vom Haunsberg bis zur Salzach, deren Auen den westlichen Gemeinderand begleiten. In der Gemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung leben 3.750 Menschen (Stand 1. Jänner 2026); ihre Fläche beträgt 25,28 km².
Zwischen Höhenrücken und Flussauen
Das Gemeindegebiet liegt nördlich des Salzburger Beckens. Im Norden steigt das Gelände zum Haunsberg, im Süden prägt der Hochgitzen den Übergang Richtung Bergheim. Westlich bildet die Salzach zugleich die Grenze zu Bayern. Nußdorf am Haunsberg grenzt im Norden, Seekirchen am Wallersee im Osten an Anthering. Die politische Gemeinde setzt sich aus den Katastralgemeinden Anthering und Acharting zusammen, die Siedlungen liegen teils verstreut in einer von Feldern, Höfen und kleineren Ortsteilen geprägten Landschaft. An der Salzach liegt die Antheringer Au, ein für Spaziergänge und Naturbeobachtung genutzter Auwald. Nördlich schließt die bereits renaturierte Weitwörther Au an. Für die Antheringer Au ist ein Naturpark geplant; als Auwald und Naherholungsraum ist sie schon heute erlebbar.
Dorfleben mit Verbindung in die Stadt
Anthering verbindet einen dörflichen Alltag mit kurzen Wegen in den Zentralraum. Die Salzburger Lokalbahn hält im Ort und stellt die Verbindung Richtung Salzburg und Lamprechtshausen her; entlang der Salzach verläuft außerdem der Tauernradweg. Schule, Kinderbetreuung, Gemeindeeinrichtungen und Vereine tragen das Leben vor Ort. Eine Besonderheit des Ortslebens ist der Kräutergarten am nördlichen Ortsende. Frieda Aigner gründete den Garten 1992 im Rahmen des Salzburger Bildungswerks. Auf rund 1.000 Quadratmetern werden Heilpflanzen in Themenbeeten, ein Bauerngarten und weitere Pflanzbereiche gepflegt. Der Garten ist jederzeit öffentlich zugänglich. Beschilderte Beete machen Heil- und Küchenpflanzen auch ohne Führung anschaulich. Dazu gehören Beete für Atemwege, Herz und Verdauung sowie ein Duftgarten mit alten Rosensorten. Bänke laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein.
Viele Arbeitsplätze, starke Pendlerbeziehung
Die Arbeitsstättenzählung erfasste in Anthering zum 31. Oktober 2024 insgesamt 350 Arbeitsstätten mit 1.420 Beschäftigungsverhältnissen. 68 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungsbereich, zugleich entfielen 32,2 Prozent der Beschäftigten auf den produzierenden Sektor. Die Statistik unterscheidet diese Arbeitsplätze von Unternehmen und von Erwerbstätigen, die in Anthering wohnen. 78,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Das Gemeindeverzeichnis führt Lebensmittelhandel, Kälte- und Klimatechnik sowie Kfz-Reparatur. Diese Betriebe verbinden die Versorgung vor Ort mit handwerklichen Dienstleistungen für Haushalte und Betriebe der Region.
Ein alter Siedlungsraum mit lebendiger Tradition
Die Besiedlung reicht bis in die Römerzeit zurück; die heutige Ortsgründung wird mit einer bajuwarischen Siedlung des frühen Mittelalters verbunden. Ein sicherer schriftlicher Beleg stammt aus dem Jahr 790. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bleibt dabei ein Bezugspunkt des Ortszentrums. Im Winter gehört das Aperschnalzen zum örtlichen Brauchleben. Die Musikkapelle und weitere Vereine schaffen Anlässe für Begegnungen zwischen den verstreuten Siedlungen. Damit zeigt sich neben der alten Siedlungsgeschichte eine Gemeinde, deren Alltag von aktiven Gruppen und kurzen Wegen zu Schule, Bahn und Ortszentrum getragen wird.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Anthering – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Anthering - GEM2GO WEB - Startseite
- Anthering - GEM2GO WEB - Startseite - Unser Ort - Wissenswertes - Zahlen und Fakten
- Gemeinde Anthering – Betriebe
- Gemeinde Anthering – Der Antheringer Kräutergarten
- Land Salzburg – Bericht Renaturierung Antheringer Au
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
Stand der Angaben: 13.10.2026
