SCHLEISSHEIM KENNENLERNEN
Schleißheim zwischen Ackerland und Autobahn
Schleißheim verbindet eine kleinteilige, landwirtschaftlich geprägte Landschaft mit der Nähe zu Wels und den großen Verkehrsachsen. Die Gemeinde im Bezirk Wels-Land zählt 1.432 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 7,60 Quadratkilometer. Ihr Gebiet besteht aus den Ortschaften Schleißheim, Dietach und Blindenmarkt.
Zwischen Traunviertel und Welser Raum
Das Gemeindegebiet liegt auf rund 317 Metern Seehöhe. Geografisch wird Schleißheim dem Traunviertel zugerechnet, verwaltungsgeschichtlich dem Hausruckviertel. Die Fläche ist überschaubar: Von Nord nach Süd sind es laut Gemeindebeschreibung gut drei Kilometer, von West nach Ost etwa sechs. Rund zwei Drittel des Bodens werden landwirtschaftlich genutzt, knapp ein Fünftel ist bewaldet. Die drei Ortschaften verteilen sich auf die Katastralgemeinden Dietach und Schleißheim. Diese Gliederung erklärt, warum der Name Dietach auch außerhalb des eigentlichen Hauptortes begegnet.
Arbeitsplätze im kleinen Gemeindemaßstab
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Schleißheim 107 Arbeitsstätten mit 218 Beschäftigungsverhältnissen; 78,5 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungssektor, 15,9 Prozent im primären Sektor. Das beschreibt die lokale Betriebsstruktur, nicht die Zahl der Unternehmen oder die Erwerbstätigkeit der Einwohner. Zugleich pendelten 86 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Schleißheim aus. Die Gemeinde ist damit stark in den Arbeitsmarkt der Umgebung eingebunden. Ein konkretes Beispiel landwirtschaftlicher Direktvermarktung ist der Hobl Hof: Der Familienbetrieb hält Freilandschweine, die Spaziergänger nahe dem Schleißheimer Sportplatz von außen beobachten können. Vor Ort treffen so landwirtschaftliche Nutzung, örtliche Dienstleistungen und kleinere Gewerbe zusammen; die Statistik zeigt eine begrenzte Arbeitsplatzbasis, aber keinen einzelnen dominierenden Großbetrieb.
Kirchort und Herrschaftssitz
Die Pfarrkirche ist dem heiligen Gallus geweiht und bildet mit dem Pfarrhof einen historischen Kern des Ortes. Schloss Dietach in der gleichnamigen Katastralgemeinde ist als denkmalgeschützte Anlage verzeichnet; ein öffentliches Innenbesichtigungsangebot ist nicht ausgewiesen. Die Geschichte des ländlichen Pfarr- und Siedlungsraums reicht in die Zeit zurück, als das Gebiet im 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich kam. Seit 1490 wurde es dem Land ob der Enns zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war Schleißheim mehrfach von französischen Truppen besetzt. Kirche, Pfarrhof und Schloss zeigen heute noch, dass sich die kleine Gemeinde aus mehreren historischen Ortskernen entwickelte.
Einrichtungen im Ort, Wege nach außen
Kindergarten und Volksschule liegen im Gemeindegebiet; die kommunale Website führt außerdem Carsharing, Vereine und Veranstaltungen auf. Schleißheim liegt zwischen den Autobahnen A1, A25 und A8, was die Wege nach Wels und in die Region prägt. Für einen Spaziergang verbindet der Bereich um den Sportplatz einen Blick in die Feldlandschaft mit den Freilandschweinen des Hobl Hofs an der Traunau. Im Hauptort bleibt die Galluskirche ein Orientierungspunkt. Wer sich über das Ortsleben informieren möchte, findet Termine und Berichte in der Gemeindezeitung und im kommunalen Kulturmagazin. So sind Schule, Mobilitätsangebot und Vereinsleben auch in einer kleinen Gemeinde sichtbar organisiert. Ein digitaler Ortsplan hilft dabei, Einrichtungen und Wege zwischen den drei Ortschaften zu finden.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Schleißheim – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Schleißheim - Startseite
- Bundesdenkmalamt – Oberösterreich Denkmalliste 2025
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Hobl Hof – Produkte vom Freilandschwein
Stand der Angaben: 13.10.2026
