STADTGEMEINDE · STEIERMARK

Schladming

Tourismus und Bergsport prägen eine Stadt mit langer Bergbaugeschichte

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Blick über Schladming mit Kühen auf der Wiese im Vordergrund
Blick über Schladming mit Kühen auf der Wiese im Vordergrund · Foto: C.Stadler/Bwag · „Schladming (1)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
6 616
01.01.2026
Fläche
210,95 km²
Bevölkerungsdichte
31,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
8970
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SCHLADMING KENNENLERNEN

Schladming: Stadt zwischen Enns und Planai

Am Zusammenfluss von Talbach und Enns liegt Schladming zwischen dem Dachstein im Norden und den Niederen Tauern im Süden. Die Stadtgemeinde im Bezirk Liezen hat 6.616 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und 210,95 Quadratkilometer Fläche. Ihre Ortsteile reichen vom Talboden bis in die Seitentäler und auf die Bergflanken.

Eine Stadt in mehreren Tälern

Schladming ist seit der Gemeindefusion 2015 deutlich größer als der historische Stadtkern: Rohrmoos-Untertal und Pichl-Preunegg gehören seither ebenfalls zur Stadtgemeinde. Neun Ortschaften verteilen sich auf sechs Katastralgemeinden. Der Kern liegt an der Ennstalbahn und der B 320; von dort führt die Planai-Seilbahn direkt aus der Stadt in das Skigebiet. Die Lage bietet Bewohnern und Gästen kurze Wege zwischen Bahn, Geschäften, Gastronomie und Bergbahn. In den Ortsteilen wechseln sich Siedlungen im Tal mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und hochalpinen Gebieten ab. Für den großen Gemeindezuschnitt sind die Wege aus den Seitentälern ins Zentrum ebenso wichtig.

Vom Bergbau zum Tourismus

Das Stadtrecht ist in Schladming seit 1322 belegt und hing mit dem Bergbau in den Schladminger Tauern zusammen. Dort wurden Silber, Blei und Kupfer gewonnen. Der Bergbrief von 1408 hielt Rechte und Gepflogenheiten der Knappen fest. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 verlor Schladming seine Stadtrechte; erst 1925 erhielt es sie zurück. Mit der Ennstalbahn wuchs später der Fremdenverkehr, aus dem sich der heutige Bergsportort entwickelte. Im Stadtmuseum lässt sich die Bergbaugeschichte vertiefen; Reste der Befestigung erinnern im Zentrum an die ältere Stadt. Sport und Gastgewerbe prägen inzwischen auch die Ortsteile an den Hängen und in den Seitentälern.

Tourismus als örtliche Arbeit

Schladming ist ein großer Arbeitsort für Dienstleistungen: Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 1.054 Arbeitsstätten und 5.042 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 83,9 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im tertiären Sektor. Nur 33,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen mit Sitz in Schladming betreiben Seilbahnen und Sportstätten. Sie verbinden Winterpisten mit Sommerangeboten wie Bikepark und Familienwegen. Für das gesamte Unternehmen nennt die Betreiberin im Schnitt 349 Beschäftigte in ihren aktuellen Kennzahlen; diese Zahl ist nicht allein dem Standort Schladming zuzurechnen. Auch Gastronomie, Beherbergung und Handel profitieren vom Besucherverkehr in mehreren Jahreszeiten.

Leben im Zentrum

Der historische Kern mit Stadtmauerresten, Salzburger Tor und Kirchen liegt nahe den heutigen Wegen zur Bahn und zur Planai. Für Einheimische ist Schladming auch Versorgungsort: Schulen, medizinische Angebote und Geschäfte konzentrieren sich im Zentrum, während Wohnorte und touristische Betriebe über das größere Gemeindegebiet verteilt sind. Im Sommer führen Wander- und Radwege von den Talorten in die Berge; im Winter verbinden Lifte und Skibusse die Skigebiete. Für Bewohner ist die Ennstalstraße zugleich Alltagsverbindung und stark genutzte Durchzugsroute. Bahn und Bergbahn geben Gästen Wege ohne eigenes Auto in den Ort und auf die Planai. Das Stadtmuseum bietet dafür einen Einstieg in die lokale Bergbaugeschichte.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Schladming auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung6 759
31.10.2021 · Registerzählung6 539
01.01.2026 · Bevölkerungsstand6 616

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 285
NUTS-3-Region
Liezen (AT222)

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