SCHLADMING KENNENLERNEN
Schladming: Stadt zwischen Enns und Planai
Am Zusammenfluss von Talbach und Enns liegt Schladming zwischen dem Dachstein im Norden und den Niederen Tauern im Süden. Die Stadtgemeinde im Bezirk Liezen hat 6.616 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und 210,95 Quadratkilometer Fläche. Ihre Ortsteile reichen vom Talboden bis in die Seitentäler und auf die Bergflanken.
Eine Stadt in mehreren Tälern
Schladming ist seit der Gemeindefusion 2015 deutlich größer als der historische Stadtkern: Rohrmoos-Untertal und Pichl-Preunegg gehören seither ebenfalls zur Stadtgemeinde. Neun Ortschaften verteilen sich auf sechs Katastralgemeinden. Der Kern liegt an der Ennstalbahn und der B 320; von dort führt die Planai-Seilbahn direkt aus der Stadt in das Skigebiet. Die Lage bietet Bewohnern und Gästen kurze Wege zwischen Bahn, Geschäften, Gastronomie und Bergbahn. In den Ortsteilen wechseln sich Siedlungen im Tal mit landwirtschaftlich genutzten Flächen und hochalpinen Gebieten ab. Für den großen Gemeindezuschnitt sind die Wege aus den Seitentälern ins Zentrum ebenso wichtig.
Vom Bergbau zum Tourismus
Das Stadtrecht ist in Schladming seit 1322 belegt und hing mit dem Bergbau in den Schladminger Tauern zusammen. Dort wurden Silber, Blei und Kupfer gewonnen. Der Bergbrief von 1408 hielt Rechte und Gepflogenheiten der Knappen fest. Nach der Zerstörung im Bauernkrieg 1525 verlor Schladming seine Stadtrechte; erst 1925 erhielt es sie zurück. Mit der Ennstalbahn wuchs später der Fremdenverkehr, aus dem sich der heutige Bergsportort entwickelte. Im Stadtmuseum lässt sich die Bergbaugeschichte vertiefen; Reste der Befestigung erinnern im Zentrum an die ältere Stadt. Sport und Gastgewerbe prägen inzwischen auch die Ortsteile an den Hängen und in den Seitentälern.
Tourismus als örtliche Arbeit
Schladming ist ein großer Arbeitsort für Dienstleistungen: Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 1.054 Arbeitsstätten und 5.042 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 83,9 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im tertiären Sektor. Nur 33,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Die Planai-Hochwurzen-Bahnen mit Sitz in Schladming betreiben Seilbahnen und Sportstätten. Sie verbinden Winterpisten mit Sommerangeboten wie Bikepark und Familienwegen. Für das gesamte Unternehmen nennt die Betreiberin im Schnitt 349 Beschäftigte in ihren aktuellen Kennzahlen; diese Zahl ist nicht allein dem Standort Schladming zuzurechnen. Auch Gastronomie, Beherbergung und Handel profitieren vom Besucherverkehr in mehreren Jahreszeiten.
Leben im Zentrum
Der historische Kern mit Stadtmauerresten, Salzburger Tor und Kirchen liegt nahe den heutigen Wegen zur Bahn und zur Planai. Für Einheimische ist Schladming auch Versorgungsort: Schulen, medizinische Angebote und Geschäfte konzentrieren sich im Zentrum, während Wohnorte und touristische Betriebe über das größere Gemeindegebiet verteilt sind. Im Sommer führen Wander- und Radwege von den Talorten in die Berge; im Winter verbinden Lifte und Skibusse die Skigebiete. Für Bewohner ist die Ennstalstraße zugleich Alltagsverbindung und stark genutzte Durchzugsroute. Bahn und Bergbahn geben Gästen Wege ohne eigenes Auto in den Ort und auf die Planai. Das Stadtmuseum bietet dafür einen Einstieg in die lokale Bergbaugeschichte.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Schladming – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Über uns – Planai-Hochwurzen-Bahnen
- Skiberg Planai
- Touris Fact Sheet Schladming-Dachstein, Stand Februar 2026
- Arbeitsstättenzählung 2024 – Gemeindeergebnisse
- Stadtmuseum Schladming
Stand der Angaben: 14.10.2026
