DÜNS KENNENLERNEN
Düns: Dorfleben am Südhang des Walgaus
Düns liegt auf einem Südhang über dem Walgau. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 435 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 3,46 Quadratkilometer.
Kompaktes Dorf, offene Fluren
Der geschlossene Ortskern liegt auf rund 753 Metern Höhe; Wiesen, Äcker und Wald schließen unmittelbar an die Häuser an. Der Südhang begünstigt die Vegetation, während die umliegenden Höhen den Blick in den Walgau öffnen. Düns ist eine der kleinen Gemeinden des Vorderlands, aber kein isolierter Weiler: Düns, Schnifis und Dünserberg teilen seit langem Wege, kirchliche Beziehungen und landwirtschaftliche Nutzungen. Die überschaubare Siedlung und die Flächen um das Dorf prägen den Alltag: Viele Wege führen aus dem Kern rasch ins Grün, zugleich liegen die Schulen und Gemeindeangebote im Ort. Die Gemeindeseite nennt Kindergarten und Volksschule als örtliche Einrichtungen. Die Nähe zur Natur zeigt sich hier in bewirtschafteten Wiesen, Obstflächen und den bewaldeten Hängen.
Eine Kapelle als Ausgangspunkt
Düns wurde 842 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gehörte das Gebiet den Grafen von Montfort, bevor es 1397 an die Habsburger kam. Die Pfarrkirche geht auf eine 1426 errichtete Kapelle zurück, die 1496 geweiht wurde. Über Jahrhunderte war Düns kirchlich dem benachbarten Schnifis zugeordnet. Die Dünser bemühten sich um eine eigene Seelsorge; 1823 wurde eine Expositur bewilligt, später entstand daraus eine selbstständige Pfarre. Die heutige Kirche steht damit an einem Ort, der die Entwicklung des Dorfes mit seinen Nachbarn gut erzählt. Im Ortsbild fallen auch ältere bäuerliche Gebäude auf: Walser Paarhöfe und Blockbauten erinnern an die Bauweise der Region. Düns wurde 1802 selbständige Gemeinde und gehört seit der Gründung des Landes 1861 zu Vorarlberg.
Landwirtschaft hält die Landschaft offen
Die Arbeitsstättenzählung weist für Düns 2024 insgesamt 30 Arbeitsstätten und 56 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 84,9 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Düns pendeln aus. Der Räumliche Entwicklungsplan beschreibt sieben land- und forstwirtschaftliche Betriebe, darunter drei im Vollerwerb. Die Hänge und ertragreichen Böden eignen sich vor allem für Grünland und Futter, daneben auch für Obst, Wein und Gemüse. Die Betriebe erzeugen Lebensmittel und halten Wiesen und Biotope offen. Ein Teil des Holzes aus dem Gemeindewald versorgt das Nahwärmekraftwerk beim Feuerwehrhaus. Landwirtschaft und Waldwirtschaft prägen so auch die örtliche Energieversorgung.
Kirche und Dorf als öffentliche Orte
Die Pfarrkirche St. Antonius bildet mit dem alten Friedhof und dem Pfarrhaus ein historisches Ensemble im Ortskern. Ihr Standort erinnert an die Zeit, als Düns und Dünserberg gemeinsam um eine eigene Seelsorge gegenüber Schnifis rangen. Im Dorf stehen zudem bäuerliche Gebäude, darunter Walser Paarhöfe: Wohnhaus und Stall gehörten bei dieser Bauweise zu einer Hofanlage. Von der kompakten Siedlung führen Wege rasch in die Wiesen und zu Aussichtspunkten über dem Walgau. Der Blick vom Hang zeigt, warum die kleinen Gemeinden Düns, Schnifis und Dünserberg trotz eigener Kerne räumlich eng verbunden sind. Die Kirche bleibt ein gut auffindbarer Ausgangspunkt für den Ortsrundgang.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Düns – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Düns - Startseite
- Düns - Startseite - Leben in Düns - Historisches - Geschichte der Pfarrkirche
- Räumlicher Entwicklungsplan Düns, Erläuterungsbericht
- Zahlen & Fakten – Gemeinde Düns
- Bauhistorik – Gemeinde Düns
- Walgau 360° – Perspektive – Gemeinde Düns
- Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Wandern – Region Dreiklang
Stand der Angaben: 15.10.2026
