GEMEINDE · VORARLBERG

Düns

Eine kompakte Gemeinde, deren Landwirtschaft die offene Kulturlandschaft mitgestaltet.

GEMEINDEKENNZIFFER80402
Pfarrkirche Sankt Antonius Abt in Düns
Pfarrkirche Sankt Antonius Abt in Düns · Foto: Böhringer Friedrich · „Hl Antonius Abt Düns“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
435
01.01.2026
Fläche
3,46 km²
Bevölkerungsdichte
125,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6822
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

DÜNS KENNENLERNEN

Düns: Dorfleben am Südhang des Walgaus

Düns liegt auf einem Südhang über dem Walgau. Die Gemeinde im Bezirk Feldkirch zählt 435 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 3,46 Quadratkilometer.

Kompaktes Dorf, offene Fluren

Der geschlossene Ortskern liegt auf rund 753 Metern Höhe; Wiesen, Äcker und Wald schließen unmittelbar an die Häuser an. Der Südhang begünstigt die Vegetation, während die umliegenden Höhen den Blick in den Walgau öffnen. Düns ist eine der kleinen Gemeinden des Vorderlands, aber kein isolierter Weiler: Düns, Schnifis und Dünserberg teilen seit langem Wege, kirchliche Beziehungen und landwirtschaftliche Nutzungen. Die überschaubare Siedlung und die Flächen um das Dorf prägen den Alltag: Viele Wege führen aus dem Kern rasch ins Grün, zugleich liegen die Schulen und Gemeindeangebote im Ort. Die Gemeindeseite nennt Kindergarten und Volksschule als örtliche Einrichtungen. Die Nähe zur Natur zeigt sich hier in bewirtschafteten Wiesen, Obstflächen und den bewaldeten Hängen.

Eine Kapelle als Ausgangspunkt

Düns wurde 842 erstmals erwähnt. Im Mittelalter gehörte das Gebiet den Grafen von Montfort, bevor es 1397 an die Habsburger kam. Die Pfarrkirche geht auf eine 1426 errichtete Kapelle zurück, die 1496 geweiht wurde. Über Jahrhunderte war Düns kirchlich dem benachbarten Schnifis zugeordnet. Die Dünser bemühten sich um eine eigene Seelsorge; 1823 wurde eine Expositur bewilligt, später entstand daraus eine selbstständige Pfarre. Die heutige Kirche steht damit an einem Ort, der die Entwicklung des Dorfes mit seinen Nachbarn gut erzählt. Im Ortsbild fallen auch ältere bäuerliche Gebäude auf: Walser Paarhöfe und Blockbauten erinnern an die Bauweise der Region. Düns wurde 1802 selbständige Gemeinde und gehört seit der Gründung des Landes 1861 zu Vorarlberg.

Landwirtschaft hält die Landschaft offen

Die Arbeitsstättenzählung weist für Düns 2024 insgesamt 30 Arbeitsstätten und 56 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. 84,9 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Düns pendeln aus. Der Räumliche Entwicklungsplan beschreibt sieben land- und forstwirtschaftliche Betriebe, darunter drei im Vollerwerb. Die Hänge und ertragreichen Böden eignen sich vor allem für Grünland und Futter, daneben auch für Obst, Wein und Gemüse. Die Betriebe erzeugen Lebensmittel und halten Wiesen und Biotope offen. Ein Teil des Holzes aus dem Gemeindewald versorgt das Nahwärmekraftwerk beim Feuerwehrhaus. Landwirtschaft und Waldwirtschaft prägen so auch die örtliche Energieversorgung.

Kirche und Dorf als öffentliche Orte

Die Pfarrkirche St. Antonius bildet mit dem alten Friedhof und dem Pfarrhaus ein historisches Ensemble im Ortskern. Ihr Standort erinnert an die Zeit, als Düns und Dünserberg gemeinsam um eine eigene Seelsorge gegenüber Schnifis rangen. Im Dorf stehen zudem bäuerliche Gebäude, darunter Walser Paarhöfe: Wohnhaus und Stall gehörten bei dieser Bauweise zu einer Hofanlage. Von der kompakten Siedlung führen Wege rasch in die Wiesen und zu Aussichtspunkten über dem Walgau. Der Blick vom Hang zeigt, warum die kleinen Gemeinden Düns, Schnifis und Dünserberg trotz eigener Kerne räumlich eng verbunden sind. Die Kirche bleibt ein gut auffindbarer Ausgangspunkt für den Ortsrundgang.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Düns auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung380
31.10.2021 · Registerzählung418
01.01.2026 · Bevölkerungsstand435

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
164
NUTS-3-Region
Rheintal-Bodenseegebiet (AT342)

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