GEMEINDE · SALZBURG

Ramingstein

Zwischen Burg, historischen Erzwegen und weitläufigen Seitentälern

GEMEINDEKENNZIFFER50506
Pfarrkirche St. Achatius in Ramingstein
Pfarrkirche St. Achatius in Ramingstein · Foto: C.Stadler/Bwag · „Ramingstein - Kirche (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 061
01.01.2026
Fläche
94,15 km²
Bevölkerungsdichte
11,3
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
5591
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

RAMINGSTEIN KENNENLERNEN

Ramingstein: Bergbaugeschichte an der Mur

Ramingstein liegt dort, wo die Mur den Lungau ostwärts verlässt und Salzburg an Steiermark und Kärnten grenzt. Die Gemeinde hat 1.061 Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 94,15 Quadratkilometer. Dort stehen Burg Finstergrün und die Pfarrkirche über dem Flusstal; zur Gemeinde gehören auch Mignitz, Mitterberg, Kendlbruck und Karneralm.

Am Rand des Lungauer Beckens

Die Mur durchzieht Ramingstein von Westen nach Osten und gibt dem Tal seine Verkehrsachse. Die B95 folgt dem Fluss; die Murtalbahn verbindet den Ort mit Unzmarkt in der Steiermark. Nördlich des Flusses steigen die Murberge auf, südlich reicht das Gemeindegebiet in das Lungauer Nockgebiet. Anders als die übrigen Lungauer Gemeinden liegt Ramingstein mit Teilen seines Siedlungsraums unter 1.000 Metern. Das Gemeindegebiet gliedert sich in die drei Ortschaften Mignitz, Mitterberg und Ramingstein. Zu letzterer zählen verstreute Siedlungen wie Madling, Kendlbruck und die Karneralm. Damit ist Ramingstein zugleich Durchgangsort im Murtal und Ausgangspunkt in kleinere Bergtäler.

Erze, Eisen und eine Burg über dem Tal

Ramingstein war über Jahrhunderte ein Bergbauort. Ab dem 15. Jahrhundert wurde in der Umgebung Silber und Blei gewonnen; in Kendlbruck kam Eisenbergbau hinzu. Im Ort erinnern Stollenmundlöcher, Erzwege und die frühere Hochofenanlage an die Arbeit unter Tage und an die Verhüttung. Auch Marmor wurde gebrochen. Die Burg Finstergrün prägt den Blick auf den Hauptort, steht aber neben dieser Arbeitsgeschichte als eigenes historisches Ziel. Der Ortsname wird 1139 erstmals schriftlich erwähnt. Ein großer Waldbrand zerstörte 1841 Teile der Gemeinde und prägte die folgende Erholungszeit. Diese wenigen Stationen erklären, warum Ramingsteins Geschichte sowohl von Bodenschätzen als auch von der Lage an einem wichtigen Talweg erzählt.

Kleine Betriebe und regionale Arbeit

Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Ramingstein 109 Arbeitsstätten mit 266 Beschäftigten am Arbeitsort; 34,9 Prozent der Arbeitsstätten entfielen auf den primären Sektor. 75 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Neben Landwirtschaft und kleinteiligem Gewerbe ist der Tourismus eine konkrete örtliche Tätigkeit: Die Burg Finstergrün bietet saisonale Führungen auch für Tagesgäste und beherbergt Kinder- und Jugendgruppen, die das historische Gebäude für Aufenthalte und Programme nutzen. Führungen schaffen zusätzlich ein Besuchsangebot; ihre Durchführung hängt vom veröffentlichten Saisonplan ab.

Burgblick und Wallfahrtskirche

Die Burg Finstergrün ist oberhalb des Orts weithin sichtbar. Die Gemeinde nennt für das Burgteam Führungen und veröffentlicht die jeweiligen Termine. Im Ortsteil Kendlbruck liegt die Wallfahrtskirche Maria Hollenstein. Die Gemeinde beschreibt ihre Entstehung im 18. Jahrhundert, das Gnadenbild und die Quelle im hohlen Felsen neben dem Stiegenaufgang. Kendlbruck ist neben dem Hauptort ein eigener kleiner Siedlungsschwerpunkt an der Mur. Zwischen Burg, früheren Gewerbestandorten und Wallfahrtskirche lassen sich so verschiedene historische Seiten der Gemeinde auf einem Weg durch das Tal verbinden. Für Innenbesuche sind die aktuellen Hinweise der jeweiligen Betreiber und der Pfarre maßgeblich.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 14.10.2026

GEOGRAFIE

Ramingstein auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 168
31.10.2021 · Registerzählung1 034
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 061

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
456
NUTS-3-Region
Lungau (AT321)

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