ST. MARGARETHEN IM LUNGAU KENNENLERNEN
St. Margarethen im Lungau: Dorf am Fuß des Ainecks
St. Margarethen liegt im Murtal am Fuß des Ainecks. Die Gemeinde umfasst 24,47 Quadratkilometer und hatte am 1. Jänner 2026 764 Einwohner. Der Ortskern gliedert sich in Ober- und Unterdorf; dazu kommen die Ortsteile Oberbayrdorf, Unterbayrdorf, Triegen, Staig und Pichlern. Die Lage im Tal verbindet ein überschaubares Dorf mit einem bedeutenden Wintersportgebiet.
Vom Talboden hinauf zum Aineck
Im Norden liegt das Gemeindegebiet im Murtal auf etwa 1.000 Metern Seehöhe; nach Südwesten steigt es bis in hochalpine Lagen an. Mehr als die Hälfte der Fläche ist bewaldet, daneben prägen Landwirtschaftsflächen und Almen das Umland. Die Ortsteile liegen teils am Talboden, teils auf den Hängen. Diese Höhenstufen strukturieren den Alltag ebenso wie die Freizeit: Im Tal bündeln sich Dorfleben und Verkehr, höher oben beginnt das Berggebiet. St. Margarethen ist außerdem durch die Verbindung zum Aineck bekannt. Der Ort ist nicht bloß Ausgangspunkt zu einem Skigebiet; die touristische Nutzung bringt saisonale Arbeit und Besucherströme in eine Gemeinde, deren Einwohnerzahl vergleichsweise klein bleibt.
Ein Ort an alten Wegen
Funde römischer Meilensteine weisen darauf hin, dass die Gegend bereits in der Antike an ein Straßennetz angeschlossen war. Eine Verbindung in Richtung Teurnia führte durch das Lungauer Becken. Schriftlich erscheint die Kapelle St. Margarethen 1231. Die Filialkirche zum heiligen Augustinus ist seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar und bewahrt Bilder aus der Lungauer Künstlerfamilie Lederwasch. Vom früheren Schloss St. Margarethen sind nur Mauerreste eines Turms erhalten. Der heutige Ortskern mit Pfarrkirche und den beiden Dorfteilen erzählt daher keine einzelne Schlossgeschichte, sondern die Entwicklung eines Siedlungs- und Kirchorts an einem Talweg. Die Pfarrkirche und die Kirche St. Augustinus sind bis heute sichtbare Bezugspunkte.
Arbeit im Tourismus und in der Produktion
Statistik Austria verzeichnete 2024 in St. Margarethen 89 Arbeitsstätten und 430 Beschäftigte an diesen Standorten. 61,8 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungssektor; zugleich arbeiteten 33,5 Prozent der Beschäftigten im sekundären Sektor. 67,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Örtliche Arbeit verbindet damit Produktion, Dienstleistungen und Tourismus. Das Multiaugustinum bietet am Schulstandort unter anderem Ausbildungswege in Gastronomie, Medien und Pflege; im Winter bringt die Skischaukel am Aineck Gäste in den Ort. Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe versorgen diese Besucher. Die Zahlen beschreiben Arbeitsstätten und Beschäftigungsverhältnisse, nicht die Zahl der Unternehmen oder die Erwerbstätigen am Wohnort.
Schule, Kirche und Dorfkultur
Kindergarten, Volksschule und Multiaugustinum machen St. Margarethen zu einem Bildungsstandort für Kinder und Jugendliche aus der Gemeinde und der Umgebung. Das Multiaugustinum führt Fachrichtungen in Gastronomie, Medien und Pflege; damit verbindet es Unterricht mit Berufsausbildung. Im Dorf prägt außerdem der Lungauer Samsonbrauch das öffentliche Jahr: Die große Figur wird bei festlichen Anlässen durch den Ort getragen. Pfarrkirche und Filialkirche St. Augustinus sind im Ort sichtbare Orientierungspunkte; über einen Innenbesuch informiert der im Kirchenverzeichnis genannte Kontakt. Schule, Brauchtum und Wintersport gehören hier nebeneinander zum heutigen Ort, ohne dass eine einzelne Saison das ganze Gemeindeleben bestimmt.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Margarethen im Lungau – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024
- Gemeinde St. Margarethen: Wissenswertes
- Gemeinde St. Margarethen: Kirchen
- Multiaugustinum: Ausbildung
- Katschberg: Skigebiet und Talort St. Margarethen
Stand der Angaben: 14.10.2026
