MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Neidling

Schloss Goldegg, alte Wege und elf Ortsteile prägen die Marktgemeinde westlich von St. Pölten.

GEMEINDEKENNZIFFER31925
Kirche in Neidling
Kirche in Neidling · Foto: Manfred Kuzel · „Neidling Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 524
01.01.2026
Fläche
18,58 km²
Bevölkerungsdichte
82,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3110
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NEIDLING KENNENLERNEN

Neidling zwischen Kremnitzbach und Dunkelsteinerwald

Neidling liegt am östlichen Rand des Dunkelsteinerwaldes im Bezirk St. Pölten-Land. Die Marktgemeinde zählt 1.524 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 18,58 Quadratkilometer. Zum Gemeindegebiet gehören elf Ortschaften und elf gleichnamige Katastralgemeinden. Der Hauptort liegt auf 312 Metern Seehöhe; der Kremnitzbach durchzieht die Landschaft, die von landwirtschaftlichen Flächen und Wald geprägt ist. Die Nähe zur Landeshauptstadt und die Wege in den Dunkelsteinerwald verbinden hier Alltag und Ausflugsziel.

Bachlauf, Wald und Wege

Rund 36,93 Prozent der Katasterfläche sind Wald; die übrigen Flächen werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt. Die zehn Ortschaften neben Neidling selbst heißen Afing, Dietersberg, Enikelberg, Flinsbach, Gabersdorf, Goldegg, Griechenberg, Pultendorf, Watzelsdorf und Wernersdorf. Damit ist Neidling zugleich Name der Gemeinde, einer Ortschaft und einer Katastralgemeinde. Für Spaziergänge führt eine rund sieben Kilometer lange Route vom Hauptort zum Dunkelstein. Auch eine Etappe der Dunkelsteinerwald-Runde verbindet Neidling mit den Nachbargemeinden.

Goldegg als Herrschaftssitz

Die Geschichte des Schlosses Goldegg reicht bis ins Mittelalter zurück: 1293 ist ein Wézil von Goldegg belegt, 1326 wurde der landesfürstliche Besitz an die Familie Goldegg verliehen. Aus einer Burg mit Bergfried, Palas und Kapelle entwickelte sich zwischen 1589 und 1639 unter den Enenkel eine dreiflügelige Spätrenaissanceanlage. Ein Schlossgarten liegt nördlich der Gebäude. Nach mehreren Besitzerwechseln kam die Herrschaft 1782 an die Familie Auersperg. Die Grundherrschaft prägte die Gegend bis zu ihrer Aufhebung 1848; 1850 entstand die heutige Gemeinde. Das Schloss wurde 1683 belagert, aber nicht eingenommen. Im Zweiten Weltkrieg erlitt es Schäden, die später behoben wurden. Schloss und Hauptort Goldegg sind räumlich verschiedene Teile der Gemeinde.

Kirche und Ortsgeschichte

Auch der Name Neidling reicht weit zurück. In einem Göttweiger Urbar erscheint „Nuli(n)gen“ erstmals 1180. Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus soll auf eine frühere Holzkirche zurückgehen; zunächst war sie Filiale von St. Pölten, später von Karlstetten. 1822 wurde sie selbständige Pfarre. Die Pfarrkirche steht erhöht südlich des Ortskerns. In Schloss Goldegg blieb eine eigene Kapelle erhalten, die dem gekreuzigten Heiland geweiht ist. Ihr Gewölbe und Stuck stammen aus dem späten 17. Jahrhundert; mehrere Gemälde werden Martin Johann Schmidt zugeschrieben. Ein anderes Bauzeugnis liegt in Afing: Die Ortskapelle Zur unbefleckten Empfängnis wurde 1766 errichtet. Diese Beispiele zeigen, dass die Sehenswürdigkeiten auf verschiedene Ortsteile verteilt sind.

Vom Dorfverband zur Marktgemeinde

1869 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet; die Gemeinde bezeichnet sie als älteste im Bezirk St. Pölten-Land. Das Gemeindewappen erhielt Neidling 1978. Der niederösterreichische Landtag erhob die Gemeinde 2006 zur Marktgemeinde. Wer den Ort besucht, kann deshalb sowohl die kompakte Siedlung Neidling als auch die verstreuten Dörfer und Weiler erkunden. Schloss Goldegg, die Pfarrkirche und kleinere Kapellen erzählen jeweils eigene Teile der Ortsgeschichte, während Wanderwege den Übergang vom bebauten Tal zu den bewaldeten Höhen erschließen.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Neidling auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 468
31.10.2021 · Registerzählung1 507
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 524

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
578
NUTS-3-Region
Sankt Pölten (AT123)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.