GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Miesenbach

Eine Streusiedlung zwischen Dürrer Wand, Hoher Wand und Piestingtal

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Ortsansicht von Miesenbach
Ortsansicht von Miesenbach · Foto: C.Stadler/Bwag · „Miesenbach (Niederösterreich) - Gemeindeamt“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
630
01.01.2026
Fläche
34,12 km²
Bevölkerungsdichte
18,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2761
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MIESENBACH KENNENLERNEN

Miesenbach: Gauermanns Berglandschaft

Miesenbach verteilt sich mit seinen Weilern und Einzelhöfen über ein hoch gelegenes Seitental der Piesting. Zwischen 500 und 1.200 Metern Seehöhe prägen Waldhänge, Bergwiesen und Kalkfelsen den Alltag; zugleich bleibt Friedrich Gauermann als Maler und Sohn des Orts präsent. Die Gemeinde im Bezirk Wiener Neustadt-Land hat 630 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 34,12 Quadratkilometern.

Ein Tal aus Weilern und Höfen

Miesenbach ist keine geschlossene Siedlung: Die Gemeinde nennt 27 Ortsteile, darunter Rotten, Streusiedlungen und zahlreiche Einzellagen. Scheuchenstein ist der wichtigste dieser Ortsteile; weitere Siedlungen ziehen sich entlang von Bachläufen und über die Hänge. Das Gemeindegebiet reicht von der Dürren Wand im Westen bis zur Hohen Wand im Osten; im Norden bildet die Hohe Mandling eine Grenze. Der Miesenbach begleitet das Tal und mündet weiter unten in die Piesting. Diese Höhenlage und die weite Verteilung der Häuser prägen, wie Wege und Angebote organisiert sind: Für vieles liegen einzelne Siedlungsteile nicht am selben Platz. Höfe, kleine Siedlungskerne und Bergziele prägen das Ortsbild.

Gauermanns Herkunftsort und Museum

Der Maler Friedrich Gauermann wurde in Miesenbach geboren und verbrachte einen Teil seines Lebens in der Landschaft, die später zu seinen Bildmotiven gehörte. Sein Name verbindet den Ort mit der österreichischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Das Gauermann-Museum in Scheuchenstein widmet sich seinem Werk und zeigt daneben Gegenwartskunst. Der Kunst- und Kulturverein Miesenbach betreibt das Museum; die Gemeinde nennt es als Ausflugsziel und führt Kontakt- und Besuchsinformationen. Sammlung und Umgebung stehen dabei in engem Bezug: Waldberge, Täler und Höfe formen die Landschaft, die Gauermann malte. Das Museum steht damit neben der Pfarrkirche Scheuchenstein und der Burgruine Frohnberg als kultureller Anker in einem weit gestreuten Gemeindegebiet.

Landwirtschaft, Dienstleistungen und Auspendeln

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist in Miesenbach 85 Arbeitsstätten und 146 Beschäftigungsverhältnisse aus. 42,4 Prozent der Arbeitsstätten gehörten zum primären Sektor; 36,3 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen dort. 76,3 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnsitz in der Gemeinde pendelten aus. Diese Werte beschreiben Arbeitsstätten und Arbeitsplätze, nicht einzelne Personen oder Betriebe. Vor Ort ergänzt die Besuchswirtschaft das kleinteilige Angebot: In der gemeindlichen Liste stehen etwa Gasthaus Apfelbauer und Michlwirt; dazu bewirbt die Gemeinde Wanderwege, Mountainbike-Strecken und das Gauermann-Museum. Das zeigt Tätigkeiten in Gastronomie, Beherbergung und Kulturvermittlung. Bei einer Gemeinde mit verstreuten Weilern sind solche Angebote zugleich Anlaufstellen für Gäste und Bewohner.

Wege zwischen Wasserfall und Bergwald

Der Tiefenbachfall liegt am Ausgangspunkt eines Weges zur Dürren Wand. Nach Unwetterschäden wurde die Route neu hergerichtet, teilweise verlegt und an exponierten Stellen mit einem Geländer versehen. Die Gemeinde beschreibt den Weg auch als Rundwanderung zum Gauermann-Museum. Damit verbindet eine einzelne Strecke Naturerlebnis und Kulturangebot, statt beides getrennt im Tal zu belassen. Wanderwege führen in die waldreiche Berglandschaft und zu Ausblicken auf die Region. Im Winter zählen Eisstockschießen und die nahegelegenen Naturschneepisten am Unterberg zum Angebot, wobei der Skibetrieb dort außerhalb des Gemeindegebiets liegt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Miesenbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung682
31.10.2021 · Registerzählung667
01.01.2026 · Bevölkerungsstand630

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
326
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

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