MARKT HARTMANNSDORF KENNENLERNEN
Markt Hartmannsdorf im Rittscheintal
Markt Hartmannsdorf liegt im Rittscheintal und verbindet einen dichten Ortskern mit den ländlichen Ortsteilen Oed, Pöllau bei Gleisdorf und Reith. Die Marktgemeinde im Bezirk Weiz zählt 2.997 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 29,29 km². Obstbau und Kürbisfelder prägen die Umgebung; im Zentrum treffen sich regionale Straßen und Busverbindungen.
Ortskern und verstreute Ortsteile
Das Rittscheintal öffnet sich zwischen Gleisdorf und Feldbach; Markt Hartmannsdorf liegt rund zehn Kilometer südöstlich von Gleisdorf. Die Gemeinde besteht aus fünf Ortschaften und vier Katastralgemeinden. Im Hauptort kreuzen sich die Rittscheintalstraße und die Feldbacherstraße, Busse verbinden das Tal mit Gleisdorf und Fürstenfeld. Einen Bahnanschluss gibt es im Ort nicht; die nächste Station liegt in Sankt Margarethen-Takern. In den Hügeln außerhalb des Zentrums wechseln Obstgärten und Felder mit Wohnsiedlungen. Über die Hügel führen Wander- und Radwege; die örtliche Apfeltour wird als Rundfahrt mit Anstiegen beschrieben. Der nächste Anschluss an die A2 bei Sinabelkirchen liegt rund acht Kilometer entfernt.
Gewerbepark, Landwirtschaft und Pendlerwege
Für 2024 nennt die Arbeitsstättenzählung 338 Arbeitsstätten und 807 Beschäftigungsverhältnisse in Markt Hartmannsdorf. 69,4 Prozent dieser Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor; auf den primären Sektor entfielen 16,6 Prozent und auf die Produktion 14,0 Prozent. Der Auspendleranteil unter den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort betrug 76,1 Prozent. Die Marktgemeinde beschreibt neben der Landwirtschaft auch einen Gewerbepark, in dem sich Betriebe angesiedelt haben. Landwirtschaftliche Betriebe bauen Obst, Mais und Kürbis an; im Gewerbepark bieten Unternehmen Handel, Dienstleistungen und Produktion. Die Verbindung nach Gleisdorf und Feldbach erweitert den Arbeitsmarkt über die Gemeindegrenzen hinaus.
Ein Markt mit Schulen und Freizeitangeboten
Im Ortszentrum liegen Volksschule, Mittelschule und Musikschule; für Kinder aus den verstreuten Ortsteilen ist der Hauptort damit ein regelmäßiger Anlaufpunkt. Für Bewegung im Freien gibt es den Fitnessparcours im Marwald mit Holzgeräten. Rund zwei Kilometer außerhalb des Ortskerns steht die Ulrichsbrunn-Kapelle. Ein Teil der Quelle bleibt im Gewölbe zugänglich, obwohl der Großteil der Quellschüttung mehrere Häuser versorgt. Die Marktgemeinde beschreibt die Kapelle als Ziel für Pilger. Im Sommer bietet das Erlebnisfreibad Schwimm- und Spielbecken sowie Sportflächen; eine Rutsche und ein Kletternetz ergänzen dort das Sportbecken. der Literaturbrunnen und die Pfarrkirche sind Ziele für einen Spaziergang im Zentrum.
Ein Straßendorf wird Marktgemeinde
Hartmannsdorf wurde 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Die Siedlung entwickelte sich längs einer Verbindung durch das Rittscheintal. Der Zusatz „Windisch“ im früheren Namen Windisch-Hartmannsdorf wurde 1922 abgelegt. Im 20. Jahrhundert kamen weitere Gemeinden hinzu: Oed wurde 1952 eingemeindet, Pöllau bei Gleisdorf und Reith folgten 1976. 1964 erhielt Hartmannsdorf das Marktrecht; seit 1973 heißt die Gemeinde Markt Hartmannsdorf. Ein Bericht von 1838 erwähnt bereits Bittprozessionen zur Ulrichsbrunn-Kapelle. Die Quelle dort wird bis heute für die Wasserversorgung genutzt.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Markt Hartmannsdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Regionalentwicklung Oststeiermark – Markt Hartmannsdorf
- Marktgemeinde Markt Hartmannsdorf – Freizeit
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Thermen- & Vulkanland Steiermark – Markt Hartmannsdorf
Stand der Angaben: 14.10.2026
