FELDBACH KENNENLERNEN
Feldbach, der Mittelpunkt im Raabtal
Feldbach bündelt auf engem Stadtraum viele Funktionen, die weit über den historischen Kern hinausreichen. Die Stadtgemeinde im Bezirk Südoststeiermark zählt 13.369 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 67,13 Quadratkilometer. Als Verwaltungs-, Bildungs- und Einkaufsort liegt sie im offenen Raabtal; seit der Gemeindereform gehören auch sechs frühere Gemeinden mit ihren Dörfern und Landschaftsräumen dazu.
Zentrum im offenen Raabtal
Feldbach liegt am rechten Ufer der Raab an der Kreuzung wichtiger Wege durch die Oststeiermark. Die Ebene öffnet den Blick in das Hügelland, während Straßen und Bahnlinien den Stadtkern mit Gemeinden ringsum verbinden. Damit gehören sowohl dichte Siedlungsbereiche als auch Dörfer und landwirtschaftlich geprägte Flächen zur Stadtgemeinde. Im Zentrum konzentrieren sich Rathaus, Schulen, Geschäfte und medizinische Versorgung. Das macht Feldbach zum regelmäßigen Ziel für Bewohner des Umlands, aber auch zu einem Wohnort mit alltäglichen Angeboten vor Ort. Die sechs früheren Gemeindesitze bleiben als Ortsverwaltungsteile erkennbar und geben den Randlagen eigene Anlaufpunkte.
Dienstleistungen und regionale Versorgung
Handel und Dienstleistungen sind in Feldbach besonders sichtbar. Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste 1.390 Arbeitsstätten; 79,1 Prozent davon lagen im tertiären Sektor. Zur örtlichen Wirtschaft gehört aber auch Lebensmittelverarbeitung: Feldbacher Fruit Partners verarbeitet in der Europastraße Kren für Spezialitäten und die Lebensmittelindustrie. In Gniebing betreibt Lugitsch eine Futtermühle mit digital gesteuerter Mischlinie und arbeitet mit bäuerlichen Partnerbetrieben zusammen. Die Stadt unterstützt Gründungen und Betriebsnachfolgen über ihre Wirtschaftsservicestelle; ein Kompetenzraum widmet sich der Lebensmitteltechnologie. Damit verbinden sich zentrale Versorgungsdienste mit Produktion in den Ortsteilen.
Der Tabor erzählt von Schutz und Gericht
Der Feldbacher Tabor steht für eine Zeit, in der der Markt sich schützen musste. Nach der Zerstörung durch Andreas Baumkircher 1469 entstand die befestigte Anlage; 1605 hielt sie einem Überfall stand, während der übrige Ort verwüstet wurde. Später war der Tabor Schauplatz des großen steirischen Hexenprozesses von 1673 bis 1675. Heute ist das Ensemble Heimatmuseum. In 41 Räumen zeigen zwölf Ausstellungen die Geschichte der Region von der Steinzeit bis zur jüngeren Vergangenheit, darunter Handwerk, Stadtgeschichte und Alltagsleben. Das Museum liegt am Taborplatz und ist während der Saison von Ende April bis 26. Oktober Dienstag bis Samstag geöffnet; Feiertage sind ausgenommen.
Eine Stadt mit mehreren Zugängen
Die Bahn hat Feldbachs Entwicklung mitgeprägt. Mit der Eröffnung der Ungarischen Westbahn 1873 erhielt der Markt Anschluss an das Schienennetz, und der folgende Aufschwung ging der Stadterhebung 1884 voraus. Heute treffen im Bahnhof die Steirische Ostbahn und die Landesbahn nach Bad Gleichenberg zusammen. Die Schienenverbindung erleichtert Wege nach Graz und in die Nachbarorte; parallel erschließt ein Busnetz die äußeren Ortsteile. Im Zentrum führt ein ausgeschilderter Stadtspaziergang an Hauptplatz, Rathaus, Kirche und historischen Gebäuden vorbei. Wer den Alltag kennenlernen will, findet Märkte, Cafés und Geschäfte in derselben Innenstadt, die auch Verwaltung und Kulturangebote beherbergt.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Feldbach (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Neue Stadt Feldbach: Geschichte
- Neue Stadt Feldbach: Museum im Tabor
- Neue Stadt Feldbach: Die Wirtschaftsstadt
- Statistik Austria: Arbeitsstättenzählung 2024
- Neue Stadt Feldbach: Feldbacher Fruit Partners GmbH-Steirer Kren
- Herbert Lugitsch u. Söhne: Futtermühle Gniebing
Stand der Angaben: 14.10.2026
