HOFSTÄTTEN AN DER RAAB KENNENLERNEN
Hofstätten an der Raab: zwischen Raabtal und Obstgärten
Hofstätten an der Raab liegt zwischen dem Fluss und den bewaldeten Höhen am östlichen Rand des Raabtals. Die Gemeinde im Bezirk Weiz zählt 2.354 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 15,23 km². Vier Katastralgemeinden – Hofstätten, Pirching, Wetzawinkel und Wünschendorf – bilden den heutigen Gemeindeverband. Die Lage südöstlich von Gleisdorf verbindet ländliche Siedlungen mit einem Verkehrsraum, der bis in die Nachbargemeinden reicht.
Raabtal und Höhenrücken
Im Westen begleitet die Raab die Gemeinde; östlich davon steigt das Land vom Talrand zu bewaldeten Hügeln an. Äcker, Obstgärten und Waldflächen liegen deshalb nahe beieinander. Der Energieradwanderweg WZ10 erreicht Pirching über einen Höhenrücken und verläuft von dort entlang der B68 über Hofstätten Richtung Sulz. So lässt sich der Übergang vom Hügelland zum breiteren Tal auf einer markierten Route erleben. Die vier Katastralgemeinden halten die ältere Siedlungsgliederung fest.
Arbeit zwischen Landwirtschaft und Gewerbe
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnet in Hofstätten 234 Arbeitsstätten und 1.256 Beschäftigte in diesen Arbeitsstätten; die Beschäftigtenzahl meint Arbeitsverhältnisse am Arbeitsort. 68,4 Prozent der Arbeitsstätten lagen im Dienstleistungssektor, 19,2 Prozent im primären und 12,4 Prozent im sekundären Sektor. Zugleich pendelten 85,7 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Hofstätten aus. Sichtbare Tätigkeiten reichen von Direktvermarktung bis zum Gewerbe: Die Gemeinde führt etwa Rohmilch und Freilandeier des Hofs Scharler in Pirching sowie einen Bauhandwerkerservice in ihrem Firmenverzeichnis. Die Zahlen zeigen damit sowohl örtliche Angebote als auch eine starke Verflechtung mit Arbeitsorten außerhalb der Gemeinde.
Schule, Versorgung und Verkehr
Die Gemeinde nennt die Volksschule Wetzawinkel und den Kindergarten in Pirching als lokale Bildungsangebote. Eine Gemeindeinformation weist zudem Nahversorgung, Gaststätten und bäuerliche Direktvermarkter als Teil des örtlichen Angebots aus. Die B68 verläuft durch den Talraum; die A2 quert das nordwestliche Gemeindegebiet, und die Ostbahn führt ebenfalls durch die Gegend. Diese Verkehrsachsen erleichtern Wege nach Gleisdorf und weiter in die Region, bringen aber auch Durchgangsverkehr in die Nähe der Siedlungen. Bei der Volksschule wird an Schultagen zeitweise eine Schulstraße aktiviert. Der Kindergarten liegt in Pirching, die Schule in Wetzawinkel: Familienwege verteilen sich damit auf mehrere Ortsteile. Beim Spiel- und Motorikpark, beim Kindergarten und beim Gemeindeamt sind Bringzonen ausgewiesen.
Kapellen und Zusammenlegung
Die heutige Gemeinde entstand 1968 durch die Zusammenlegung der früher eigenständigen Gemeinden Hofstätten, Wetzawinkel und Wünschendorf-Pirching. Die Ortsnamen sind älter: Eine Quelle aus dem 13. Jahrhundert nennt Wünschendorf, Pirching, Wetzawinkel und Hofstätten in damaligen Schreibformen. Kapellen und Bildstöcke prägen die Kulturlandschaft; die Haidinger Kapelle in Wetzawinkel wurde 1828 errichtet, die Hartl-Kapelle in Pirchingberg 1893 an der Stelle eines schon im 17. Jahrhundert erwähnten Kreuzes. Am Pirchingberg war zunächst ein großes Volksschulgebäude geplant. Der Rohbau wurde dem Land für eine landwirtschaftliche Fachschule überlassen; die neue Volksschule entstand am alten Standort in Wetzawinkel und wurde 1972 eröffnet.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
