MITTERDORF AN DER RAAB KENNENLERNEN
Mitterdorf an der Raab: zwischen Kulturlandschaft und Klamm
Mitterdorf an der Raab umfasst das Einzugsgebiet der Raab vom Engtal zwischen Steinberg und Hohenkogl bis nahe Sankt Ruprecht an der Raab. In der Gemeinde im Bezirk Weiz leben 2.158 Menschen (Stand 1. Jänner 2026) auf 21,01 km². Sieben Ortschaften und Katastralgemeinden liegen zwischen flacheren Talbereichen und bewaldeten Hängen. Am nordwestlichen Rand erreicht die Raab die Kleine Klamm; bei Mitterdorf öffnet sich das Tal in Richtung Sankt Ruprecht.
Raab und steile Hänge
Die Raab durchzieht den tiefsten Teil der Gemeinde; von dort steigt das Land nach Norden und Südwesten zu bewaldeten Höhen an. Ackerflächen, Wiesen und Wälder wechseln sich auf den Hängen ab. Das Gemeindegebiet umfasst sieben Ortschaften und reicht vom Umfeld der Engstelle zwischen Steinberg und Hohenkogl bis nahe Sankt Ruprecht. Dadurch liegen bäuerlich geprägte Höhenlagen und der Flussraum innerhalb derselben Gemeinde. Vom Gemeindeamt beginnt der Weg in die Kleine Raabklamm. Die gesamte Route reicht rund sieben Kilometer bis zum ehemaligen Jägerwirt in Mortantsch; nach Hangrutschungen ist ein Abschnitt gesperrt, weshalb vor dem Ausflug aktuelle Wegmeldungen nötig sind.
Landwirtschaft, Handel und Handwerk
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasst in Mitterdorf an der Raab 189 Arbeitsstätten und 389 Beschäftigte in Arbeitsstätten. 37,6 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor; beim Anteil der Beschäftigten überwog der Dienstleistungssektor mit 65,0 Prozent. In den offiziellen Betriebsangaben der Gemeinde finden sich Nahversorgung, Bäckerei, Gartenbau, Kfz-Technik und Metallbau. Die Bäckerei Scherbauerhof in Hohenkogl stellt Backwaren her; die Gemeinde führt außerdem die Weizer Schafbauern in Obergreith als lokalen Betrieb. 84,8 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Mitterdorf pendelten aus. Landwirtschaftliche Produktion, örtliche Dienstleistungen und externe Arbeitsorte stehen somit nebeneinander.
Schloss Stadl und das Dorfgedächtnis
Am Platz des heutigen Schlosses Stadl stand eine mittelalterliche Wasserburg, die 1265 urkundlich genannt wird. Ab 1540 wurde der Hof zum Herrschaftssitz ausgebaut; seine heutige Gestalt geht auf Hans und Christof von Stadl ab 1580 zurück. Nach Phasen von Verfall und Besitzerwechsel kam die Anlage 1966 in den Besitz der Familie Kinsky, die sie bewohnt und verwaltet. Eine andere Ortsgeschichte ist mit der Kapelle Zur Kreuzerhöhung verbunden: Nach der Zerstörung einer gemauerten Kreuzsäule durch ein Unwetter 1905 errichteten Bewohner eine Kapelle, die 1907 geweiht wurde. Die beiden Bauwerke erzählen von Herrschaft und gemeinschaftlicher Initiative in unterschiedlichen Teilen der Gemeinde.
Vereine, Genuss und sichere Wege
Die Gemeinde nennt gastronomische Betriebe, darunter Gasthäuser, Buschenschank, Weinhof, Bäckereien und die Weizer Schafbauern. Die örtliche Landschaft ist von Obst-, Wein- und Ackerbau sowie Wiesen geprägt. Für Familien wurde ein öffentlicher Spielplatz errichtet; außerdem baut die Gemeinde nach eigenen Angaben das Radnetz aus und nennt neue Bushaltestellen sowie Tempobeschränkungen in dicht besiedelten Bereichen. Vereine tragen Veranstaltungen wie Schlosskonzert, Nikolomarkt, Eisstockturniere und den Musistadl. Damit entsteht öffentliches Leben an mehreren Orten statt ausschließlich im Hauptort. Die Raabklamm und Schloss Stadl bilden zugleich zwei unterschiedliche Anziehungspunkte für Gäste.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Mitterdorf an der Raab – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Arbeitsstättenzählung 2024
- Sehenswertes
- Gemeinde Mitterdorf an der Raab
- Betriebe
- Raabklamm – Kleine Raabklamm
- Gemeinde Hofstätten – Radwanderwege
- Gemeinde Mitterdorf – Sperre Kleine Raabklamm
Stand der Angaben: 14.10.2026
