MAISHOFEN KENNENLERNEN
Maishofen zwischen Seeufer, Feldern und vier Ansitzen
Maishofen liegt nördlich des Zeller Sees, dort wo sich das Salzachtal Richtung Saalbach öffnet. Die Gemeinde im Bezirk Zell am See hat 3.686 Einwohner (1. Jänner 2026) und ist 29,54 Quadratkilometer groß. Im Ortsbild stehen bäuerliche Höfe und historische Ansitze neben einem gewachsenen Dorfzentrum.
Zwischen Talboden und Grasbergen
Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen Zell am See, Saalfelden und Viehhofen. Der Zeller See liegt nahe, doch Maishofen ist keine reine Ufergemeinde: Wiesen, Waldhänge und die Pinzgauer Grasberge prägen den Übergang vom Tal in die Höhe. Die B311 quert die Gemeinde in Nord-Süd-Richtung, und die Haltestelle Maishofen-Saalbach bindet den Ort an die Salzburg-Tiroler-Bahn an. Diese Lage verknüpft Alltag und Ausflüge mit den größeren Zentren des Pinzgaus, ohne dass Maishofen selbst seine ländliche Struktur verliert. Landwirtschaftlich genutzte Flächen und verstreute Siedlungen machen den Ortsraum deutlich weiter als der kompakte Kern rund um Gemeindezentrum und Pfarrkirche.
Arbeit zwischen Produktion und Dienstleistungen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Maishofen 374 Arbeitsstätten. 75,4 Prozent lagen im Dienstleistungssektor; zugleich entfielen 32,2 Prozent der 2.567 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort auf den produzierenden Bereich. Die Auspendlerquote unter den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort betrug 67,1 Prozent. Diese Kennzahlen zeigen sowohl ein vielfältiges örtliches Arbeitsplatzangebot als auch die enge Verflechtung mit Nachbargemeinden. Ein anschauliches Beispiel für die Verbindung von Landwirtschaft und Besuchswirtschaft ist der Landgasthof Schloss Kammer: Die Einrichtung beschreibt sich als Hotel, Gasthof und Landwirtschaft und bietet regionale Küche sowie Unterkunft. Der örtliche Wertgutschein nennt zudem mehrere Hofläden sowie den Milch- und Käseladen Pinzgau Milch. Das macht Direktvermarktung neben Hotellerie und Gastronomie im Ort sichtbar.
Vier Ansitze und ein Dorfkern
Saalhof, Kammer, Prielau und Stiegerschlössl stehen für die Geschichte der Ansitze im Gemeindegebiet. Schloss Saalhof wird als landwirtschaftlicher Betrieb mit Ferienapartments genutzt; Schloss Kammer beherbergt einen Gasthof und landwirtschaftlichen Betrieb. Damit haben zumindest zwei der alten Gebäude heute eine wirtschaftliche Nutzung. Der Ortsname ist bereits 1338 als „Maisnhauen“ belegt; die Deutung verweist auf eine gerodete Fläche. Im 19. Jahrhundert erhielt Maishofen eine eigene Pfarre, und die Salzburg-Tiroler-Bahn wurde durch das Gemeindegebiet geführt. Die Entwicklung von Rodungs- und Bauernlandschaft zu einer verkehrlich angebundenen Wohngemeinde lässt sich an diesen Schichten ablesen: Dorfzentrum, Einzelhöfe, Schlösser und Verkehrsachsen stehen in engem räumlichem Zusammenhang.
Almweg und historische Einkehr
Von Schloss Kammer führt ein breiter Waldweg in etwa einer Stunde zur Kammereggalm; dort werden Almspezialitäten angeboten. Der Weg beginnt damit bei einem historischen Ansitz, der heute als Hotel, Gasthof und landwirtschaftlicher Betrieb geführt wird. Wer im Ort bleiben möchte, findet hier eine Einkehrmöglichkeit und kann zugleich die Verbindung von Bauernhof und Gastbetrieb kennenlernen. Im Dorf steht die Pfarrkirche der heiligen Maria; weiter draußen liegen Kapellen und verstreute Höfe. So erschließen sich Talboden und Hanglagen auf kurzen Wegen von unterschiedlichen Ausgangspunkten. Für den Almbesuch sollten Gäste die saisonale Bewirtschaftung vorab prüfen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Maishofen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Maishofen – Ortsinformation A bis Z
- Kammereggalm
- Maishofen – Wertgutschein und teilnehmende Betriebe
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024
- Maishofen Tourismus – Landgasthof Schloss Kammer
Stand der Angaben: 14.10.2026
