MARIA ALM AM STEINERNEN MEER KENNENLERNEN
Maria Alm lebt zwischen Wallfahrt und Bergbahnen
Der spitze Turm der Wallfahrtskirche überragt den Dorfkern, darüber schließen sich Wiesenhänge und die Kalkwände des Steinernen Meeres an. Maria Alm am Steinernen Meer zählt 2.274 Einwohner (1. Jänner 2026) auf 125,43 Quadratkilometern. Die Gemeinde reicht vom Hauptort bis nach Hinterthal und umfasst ein weitläufiges Berggebiet.
Urslau und verstreute Ortschaften
Das Ortszentrum liegt im Tal der Urslau zwischen dem Steinernen Meer im Norden und den Pinzgauer Grasbergen im Süden. Der Bach entspringt in Hinterthal und fließt über Almdorf nach Saalfelden zur Saalach. Diese Talachse verbindet die Ortschaften, während Seitengräben in die steileren Hänge führen. Das Gemeindegebiet umfasst zehn Ortschaften und reicht deutlich über den bekannten Dorfkern hinaus. Der Natrun erhebt sich unmittelbar beim Hauptort; dahinter liegen die Berge der Schwalbenwand-Hundstein-Gruppe. Mit dieser räumlichen Staffelung treffen im Alltag ein zentraler Siedlungskern, verstreute Höfe und touristisch erschlossene Höhenlagen zusammen. Besucher erleben Maria Alm daher nicht nur als einzelne Urlaubssiedlung, sondern als weitläufige Gemeinde mit Tal- und Bergorten.
Tourismus und lokale Arbeit
Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Maria Alm 355 Arbeitsstätten aus; 76,9 Prozent gehören zum Dienstleistungssektor. Von 1.159 Beschäftigungsverhältnissen an diesen Standorten entfielen 85,8 Prozent auf Dienstleistungen. Die Auspendlerquote der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort lag bei 49,3 Prozent. Diese Zahlen beschreiben Arbeitsstätten und Beschäftigung am Arbeitsort, keine einzelnen Einwohner. Die Hochkönig Tourismus GmbH hat ihren Sitz in Maria Alm und betreibt eine Informations- und Buchungsplattform für die Region. Bergbahnen erschließen im Winter Pisten und im Sommer Wanderwege; Gastronomie und Unterkünfte ergänzen dieses Angebot. Die Dienstleistungszahlen umfassen auch andere Branchen und dürfen daher nicht mit Beschäftigung im Tourismus gleichgesetzt werden.
Wallfahrtsort und Kirchturm
Die Kirche „Maria in der Almb“ wird 1374 erstmals urkundlich erwähnt. Aus der gotischen Kirche entwickelte sich ein Wallfahrtsort; Votivgaben dokumentieren die überregionale Bedeutung dieser Tradition. Der hoch aufragende Kirchturm prägt bis heute die Silhouette des Hauptortes und ist vom Tal aus ein Orientierungspunkt. Die Geschichte des Ortes ist eng mit den Höfen und Almen des Urslautals verbunden: Im Mittelalter entstanden Schwaigen, aus denen sich später Lehenshöfe entwickelten. In Hinterthal und den übrigen Ortschaften prägen eigene Höfe und Landschaftsräume das Ortsleben. Der historische Wallfahrtsweg über das Steinerne Meer verbindet Maria Alm außerdem mit St. Bartholomä am Königssee; die Route ist eine anspruchsvolle alpine Mehrtagestour und kein Spazierweg für einen beliebigen Ausflug.
Kirche, Natrun und Hochkönig
Die Pfarr- und Wallfahrtskirche steht im Ortszentrum und kann als Gotteshaus besucht werden. Vom Ortsbereich aus erschließen Bergbahnen die Höhen des Skigebiets Hochkönig; im Winter verbinden Lifte die drei Orte Maria Alm, Dienten und Mühlbach auf 120 Pistenkilometern. Die Hochkönig-Königstour bündelt davon 35 Kilometer zu einer durchgehenden Route über sechs Gipfel. Im Sommer führen Wanderangebote auf den Natrun und in die umliegenden Almgebiete. Im Kircheninneren stehen ein spätgotisches Gnadenbild und Fresken von 1757; der Besuch ergänzt die Berglandschaft um ein Zeugnis der Wallfahrt.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 14.10.2026
