LUDWEIS-AIGEN KENNENLERNEN
Ludweis-Aigen: Dörfer zwischen Feldern, Kirchen und Wald
Ludweis-Aigen besteht aus mehreren eigenständigen Dorfkernen, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht. Die Marktgemeinde im Bezirk Waidhofen an der Thaya zählt 885 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 51,18 Quadratkilometer.
Dörfer in einer offenen Landschaft
Das Gemeindegebiet liegt südlich von Raabs an der Thaya und umfasst 14 Ortschaften. Neben Ludweis und Aigen gehören dazu unter anderem Blumau an der Wild, Drösiedl und Liebenberg. Die Siedlungen liegen in einer von Feldern und Waldstücken geprägten Landschaft; die Gemeinde nennt für ihre Fläche rund 31 Prozent Wald. Diese Verteilung ist im Alltag sichtbar: Einrichtungen und Sakralbauten liegen in mehreren Orten, nicht nur im Hauptort. Eine gemeinsame Gemeindeorganisation verbindet die historisch getrennten Dörfer, ohne ihre Ortsnamen und eigenen Zentren aufzulösen. Die Landesstatistik weist für 2026 885 Einwohner aus; die Fläche von gut 51 Quadratkilometern macht die geringe Bevölkerungsdichte nachvollziehbar.
Landwirtschaft und Arbeitspendeln
Statistik Austria zählte zum 31. Oktober 2024 in Ludweis-Aigen 109 Arbeitsstätten. 52,3 Prozent lagen im primären Sektor. Die Zahlen zeigen die Rolle landwirtschaftlicher Tätigkeiten, sagen aber nichts über die Zahl einzelner Betriebe oder Personen aus. Als konkretes Beispiel nennt die Gemeinde das Sägewerk Friedl in Ludweis: Es bietet mobilen Blockbandsäge-Service und individuellen Holzzuschnitt an. 79,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 aus der Gemeinde aus; lokale Arbeit und Wege in umliegende Orte gehören somit nebeneinander zum Erwerbsalltag.
Ludweis und Aigen als historische Zentren
Die beiden namensgebenden Orte sind deutlich älter als die heutige Gemeinde. Aigen wird in der örtlichen Chronik um 1230, Ludweis 1242 erwähnt; Ludweis erhielt 1363 Marktrecht. Die Gemeinde Ludweis-Aigen entstand 1972 durch den Zusammenschluss der beiden Orte. Auch andere Siedlungen haben ältere Wurzeln: Liebenberg besaß eine befestigte Anlage und eine Kapelle, während Schloss Drösiedl als eigener historischer Ortsteil erhalten ist. Die Chronik hält für mehrere Dörfer eigene Pfarr- und Gemeindezugehörigkeiten fest. Noch vor dem Zusammenschluss von Ludweis und Aigen waren Drösiedl, Blumau, Oedt, Radl und Kollmitzgraben in Etappen eingegliedert worden. So entstand die heutige Verwaltung aus zuvor selbständigen Orten.
Kirchen, Kapellen und Schlossanlage
Die Sakralbauten verteilen sich wie die Siedlungen über das Gemeindegebiet. In Aigen steht die Pfarrkirche zum heiligen Jakobus, in Ludweis jene zum heiligen Ägyd; auch Blumau an der Wild besitzt eine Pfarrkirche. In Liebenberg ist eine Sebastiankapelle erhalten, deren Kern nach kommunaler Darstellung romanisch ist. Schloss Drösiedl bildet einen weiteren markanten Bau: Die Gemeinde beschreibt einen dreigeschossigen, von einem Wassergraben umgebenen Bau mit Kapelle und Renaissance-Arkadenhof.
Schule und Betreuung in mehreren Orten
Die kommunale Bildungsübersicht führt einen Kindergarten in Ludweis, eine Volksschule in Aigen und Tagesbetreuung in Blumau an der Wild an. Damit liegen wichtige Angebote für Kinder an drei verschiedenen Standorten.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Ludweis-Aigen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Land Niederösterreich: Ludweis-Aigen
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Gemeinde und Einrichtungen
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Chronik
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Sägewerk Friedl
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Schloss Drösiedl
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Liebenberg
- Marktgemeinde Ludweis-Aigen: Bildung
- Statistik Austria: Arbeitsstätten, Gemeindeergebnisse 2024
Stand der Angaben: 09.10.2026
