LAFNITZ KENNENLERNEN
Lafnitz: Am Fluss zwischen Steiermark und Burgenland
Lafnitz liegt im Osten der Steiermark direkt an der Grenze zum Burgenland. Der gleichnamige Fluss begleitet die Gemeinde und gibt ihr den Namen. Auf 15,54 km² leben 1.478 Einwohner (Stand jeweils 1. Jänner 2026); die Ortschaften Lafnitz, Oberlungitz und Wagendorf verteilen sich entlang des Tals.
Ein Tal, zwei Ufer und drei Ortschaften
Das Siedlungsgebiet folgt dem Lafnitztal, das sich zwischen dem Fluss und den bewaldeten Höhen des Haidwaldes ausbreitet. Die Lafnitz bildet im Osten die Landesgrenze zum Burgenland und ist zugleich ein ökologisch wertvoller Flussraum. Nebenauen und frühere Mäander sind teilweise erhalten geblieben; die Gemeinde verweist auf die besondere Bedeutung des Tals für Vögel und andere Arten. Die Bebauung konzentriert sich auf nördliche und südliche Bereiche, dazwischen liegt der Wald. Oberlungitz und Wagendorf ergänzen den Hauptort Lafnitz. Diese langgestreckte Form prägt Wege, Nachbarschaften und den Blick auf die Landschaft: Das Dorf liegt nicht abseits des Flusses, sondern ist durch ihn mit dem benachbarten Burgenland verbunden.
Handwerk und Produktion am Arbeitsort
2024 zählte Lafnitz 116 Arbeitsstätten mit 1.351 Beschäftigten an diesen Standorten. Mehr als die Hälfte dieser Arbeitsplätze lag im produzierenden Bereich. Die Kandlhofer GmbH hat ihre Schlosserei in Lafnitz 361 und nennt Stahl- und Fassadenbau als Schwerpunkt. Die Wirtschaftskammer führt für den Betrieb Metalltechnik für Metall- und Maschinenbau an. Hier werden also Bauteile aus Metall für Bauvorhaben und technische Anwendungen bearbeitet. Beim Stahlbau geht es um tragende Metallkonstruktionen, beim Fassadenbau um Bauteile an der Außenseite von Gebäuden. Die B 54 und die nahe A 2 binden Lafnitz an Hartberg und das weitere Verkehrsnetz an.
Ein Grenzraum mit langer Besiedlung
Spuren der Besiedlung reichen weit zurück. In der Römerzeit kreuzte eine Straße im heutigen Gemeindegebiet den Fluss und verband den Raum mit Siedlungen bei Hartberg. Der Name des Dorfes ist jünger als der Flussname: Lafnitz wurde als Lavenz 1184 urkundlich erwähnt. Durch die Lage nahe der historischen Grenze kam es über Jahrhunderte zu Überfällen und Durchzügen, die das Leben in den Dörfern beeinträchtigten. 1959 wurden Oberlungitz und Wagendorf zur Gemeinde Lungitztal zusammengeschlossen; zehn Jahre später wurde diese in Lafnitz eingemeindet. Die Verwaltungsform von heute bildet so eine Talregion ab, deren Orte schon lange über gemeinsame Wege und den Fluss verbunden waren.
Vereine, Dienste und Wege im Tal
Für den Alltag der drei Ortschaften betreibt die Gemeinde einen Wirtschaftshof mit Werkstätten, Garagen und Lagerräumen für die Betreuung von Straßen und Anlagen. Im selben Gebäudekomplex entstanden Räume für Feuerwehr und Eisschützenverein. Der SV Lafnitz trägt seine Heimspiele auf dem örtlichen Sportplatz aus; die 2012 fertiggestellte Tribüne macht ihn auch für Zuschauer nutzbar. Im Sommer ergänzt das Familienbad mit flachem Becken und Wasserrutsche das Freizeitangebot. Die Thermenbahn quert zwar das Gemeindegebiet, doch der örtliche Haltepunkt wird nicht mehr bedient. Für Bahnreisen liegt die nächste Station in Grafendorf; auf der Straße verbindet die B 54 Lafnitz mit der Umgebung.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Lafnitz (Steiermark) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Der Fluss – Gemeinde Lafnitz
- Kandlhofer GmbH – Firmenbuch EVI
- Wirtschaftshof – Gemeinde Lafnitz
- Über Lafnitz – Gemeinde Lafnitz
- Gemeinde Lafnitz – Startseite
- Statistik Austria, Arbeitsstättenzählung 2024
- Sportplatz – Gemeinde Lafnitz
- Familienbad – Gemeinde Lafnitz
- Kandlhofer GmbH – Stahl & Fassadenbau
- Kandlhofer GmbH – WKO Firmen A–Z
Stand der Angaben: 14.10.2026
